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Thomas Götz (tg)24.08.17

"Mit eisernem Willen"

George Mann

Inhalt

Nach zehntausend Jahren hebt sich ein kosmischer Schleier: Die Warpstürme fauen ab, Exyrion und andere Welten inmitten des Calaphrax-Clusters sind wieder zugänglich. Sofort schickt das Imperium einen Stoßtrupp Space Marines los. Doch die Eisernen wollen dem Imperator die Geheimnisse der Vergangenheit nicht kamplos überlassen.

Kritik

"Mit eisernem Willen" ist der Auftakt zu einer neuen Warhammer 40 000-Comicreihe. Zeichnungstechnisch kann man dabei keinesfalls meckern, denn der Detailgrad ist recht hoch und das, obwohl die meisten Szenen eher in einem dunklen Setting sind. auch sonst werden die Einheiten und die Umgebungen derart dargestellt, das man sich als Warhammer-Fan gleich zuhause fühlt. Die Stimmung des 41.Jahrtausends wird also sehr gut eingefangen, was bis zum Ende ein großer Pluspunkt des Bandes bleibt.
Ein neuer Warhammer-Comic in der düsteren Zukunft.

Denn die Story ist schon eher Standard. Ein Planet taucht aus dem Warp auf, die Marines fliegen zur Untersuchung hin und es kommt zu den obligatorischen Scharmützeln mit den Mächten des Chaos. Man sieht also schon, das hier keine anderen Völker der Warhammer-Galaxis bemüht werden, sondern es wieder einmal um den Kampf der Menschen gegen die bösen Marines geht, was aber schon immer ein Manko des Settings war.

Zwischen all diesen Dingen gibt es noch eine Vielzahl von Charakteren, die zwar anfangs vorgestellt werden, die aber ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwinden (der Torchwood-Comic lässt grüßen). Vor allem die groß vorgestellte Inquisitorin bleibt am Ende etwas blass, was schade ist, war sie doch eine mit Potential. Aber hier kann ja ein etwaiger Nachfolger noch nachbessern.

Die anderen Charaktere sind die obligatorischen Space-Marine-Kommandanten, die eisern ihre Pflicht erfüllen, sei es auf guter wie auf böser Seite. Richtig Tiefgang erhalten auch sie nicht und auch die Geheimnisse des Planeten bzw. um die zurückgebliebene Zivilisation spielen nur am Rande eine Rolle. Denn wie so oft geht es darum, ein altes Relikt zu finden.

Und zu diesem Zweck gibt es die obligatorischen Metzelszenen, die in diesem Band mehr als großzügig in Szene gesetzt sind und oftmals mehrere Seiten umspannen, ohne dabei allerdings allzu blutig zu sein. Diese Schlachtszenen nehmen einen Großteil der Geschichte ein und damit im Vergleich auch etwas erzählerischen Platz weg. Auch das ist aber ein Markenzeichen von Warhammer denn es geht hierbei ja eigentlich immer um große epische Schlachten.

Charaktere mit wenig Tiefgang und eine Haudraufstory lassen die Vermutung nahe liegen, das der Comic eher langweilig ist. Interessanterweise ist er das nicht, was an der Darstellung im allgemeinen liegt. Ja, die Story selbst gewinnt keine Innovationspreise, die Charaktere bleiben blass - aber: Das Warhammer-Universum ist sehr akkurat umgesetzt. Wenn die Space Marines Bildgewaltig mit ihren Landungskapseln abgesetzt werden, fühlt man sich fast an das Tabletop-Spiel selbst erinnert. Und auch die restlichen Schlachtszenen bringen die Atmosphäre des Settings derart gut rüber, das die Schwächen in der Geschichtserzählung dabei fast schon vergessen werden.

Das hat allerdings den Nachteil, das vor allem Fans des Settings etwas von diesem Band haben dürften, während normale Leser vermutlich nicht so leicht Zugang finden. Wer sich darauf einlässt, kann aber eine gute Zeit erleben. Ein Übersetzungsfehler sei an dieser Stelle aber noch vermerkt. Während nämlich in allen anderen deutschen Publikationen vom Imperator der Menschheit die Rede ist, ist es hier der "Kaiser". Zwar ist eine Übersetzung von "Emperor" als Kaiser durchaus auch akkurat (und vor allem im Bezug auf die Römerzeit auch öfter so beschrieben worden), es passt aber nicht zum im Deutschen bisher etablierten Universum.

Fazit: Eine etwas dünne Story und eher blasse Charaktere reißen den Band nicht herum. Das er trotzdem zu gefallen vermag, liegt vor allem daran, dass das Setting derart gut in Szene gesetzt worden ist, so das die Warhammer-Atmosphäre extrem gut eingefangen wird und vor allem für Fans ein Feuerwerk der Superlative bildet. Natürlich muss das in einem Nachfolgeband anders gelöst werden, hier bekommen aber vor allem Fans eine sehr gelungene Darstellung des Warhammer-Universums, die mehr als je zuvor durch ihre Bilder überzeugen kann.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Warhammer 40 000 - Mit eisernem Willen"

Originaltitel "Warhammer 40 000 - Iron Will 0-4"

Comicreihe Weitere Comics

Autor George Mann

Zeichner Tazio Bettin

Lettering Astarte Design

Übersetzer Bluna Williams

Preis 16,99 Euro

Umfang 128 Seiten

Verlag Panini

Bandnummer 1

ISBN 978-3-7416-0323-5

(tg - 24.08.17)


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