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Thomas Götz (tg)11.10.17

"Manara 17"

Milo Manara

Inhalt

Der goldene Esel ist eigentlich ein junger Mann namens Lucius, der in der Spätphase des römischen Reiches als Bote nach Thessalien reist. Was er über die dortigen Mysterien erfährt, erweist sich als nur zu wahr und bei einem misslungenen magischen Ritual wird er versehentlich in einen Esel verwandelt. Eine Eselei, die Lucius Leiden, Lust und so viele schmerzliche Erkenntnisse über seine Zeit beschert, dass es ihn geradezu in die Selbstaufgabe treibt… Bei Pandoras Augen handelt es sind beileibe nicht nur um jene gewohnt schönen Mädchenaugen, die Milo Manara so gern bildlich in Szene setzt. In der von Vincenzo Cerami (Mitautor des Filmklassikers Das Leben ist schön) geschriebenen Thriller-Story findet sich eine junge Französin urplötzlich in der Hand von Entführern im kurdischen Grenzgebiet in der Türkei wieder. Ist der international gesuchte Schwerverbrecher, der vermeintlich dahinter steckt, tatsächlich ihr leiblicher Vater? Hat sie etwa seinen Genen die eigene Unkontrolliertheit und ihre Neigung zur Gewalt zu verdanken?

Kritik

Auf 17 Bände haben es die Manara-Werke inzwischen gebracht und auch mit dem vorliegenden Band wird in die übliche Kerbe geschlagen. Sprich: Geschichten mit mehr oder minder viel Erotik und dem üblichen Zeichnungsstil. Dieser ist Manara-typisch etwas schlichter. Manchmal wirken die Flächen etwas trist, da meist nur ein und dieselben Farbtöne vorherrschen. Vor allem in der zweiten Geschichte, in der eher dunkle Farben vorherrschen, schafft das eine gewisse Eintönigkeit. Dies ist man nun aber bereits aus den 16 vorherigen Bänden gewohnt und dies ist eben Manaras Stil. Im Großen und Ganzen kann man sich aber auch als Neuling gut damit arrangieren.
Band 17 von Manaras Werken.

Auch die Geschichten sind diesmal durchaus witzig und bieten sehr viele Charaktermomente. Die erste spielt dabei im alten Rom und verfolgt einen Jüngling, der in einen Esel verwandelt wird. Dabei muss er nicht nur einige (sexuelle) Abenteuer überstehen sondern sich auch mit den Unbillen seiner Umgebung abgeben. Hier sieht man auch mehr als deutlich, wie ungerechnet Tiere manchmal behandelt werden können und vielleicht schafft es diese Geschichte, das man das ein oder andere Tier (sprich: Esel) mit anderen Augen sieht.

Natürlich ist auch bei unserem verwandelten Helden die Lernkurve recht groß. Dabei ist es witzig zu sehen, das er eigentlich auch als Esel immer das richtige tun will. So will er seinem neuen Herrn etwa helfen, den Liebhaber von dessen Frau aufzudecken, landet als dank aber am Knechtrad. So geht es weiter bis sich am Ende eine Göttin erbarmt und unseren armen Kerl zurückverwandelt. Hier endet die Geschichte dann, was fast etwas schade ist. Denn es wäre schön gewesen, wenn unser Held vielleicht noch einmal die Personen, die ihm so übel mitgespielt hatten, aufgesucht hätte. Aber gut, man kann nicht alles haben.

Diese Geschichte enthält im Übrigen, im Gegensatz zur zweiten Story, einige Erotikszenen, die teils etwas skurril gestaltet sind. Auch sonst wird teilweise mit Ekelszenen nicht gegeizt, aber das liegt in der Natur des Esels und fügt sich recht gut ins Gesamtbild. Die zweite Geschichte um Pandora ist hier weniger ekelerregend und auch nicht erotisch.

Besagte Heldin wird nämlich entführt und zu ihrem kriminellen Vater gebracht. Hier entspinnt sich eine Geschichte, die durchaus schön anzusehen ist. Denn Tochter und Mafia-Vater kommen sich im Lauf der Geschichte immer näher. Dabei stellt sich auch heraus, das besagter Vater gar nicht mal so übel ist. Vor allem gegen Ende gibt es hier eine nette Geste, die seine Brutalität kurz vorher fast schon wieder vergessen macht, Aber auch diese Handlung kann man verstehen und sogar nachvollziehen. Am Ende deutet sich ein besseres Verhältnis der beiden an.

Etwas vernachlässigt wird dabei die anfangs angedeutete extreme Stärke Pandoras und ihre psychischen Probleme. Eigentlich hätte man darauf gar nicht rumreiten müssen, wenn sie im weiteren Verlauf sowieso keine Bedeutung mehr haben. Auch die Story um den Polizisten ist ganz interessant zu lesen, fragt sich aber, ob Polizisten wirklich so weit gehen würden. Aber das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau.

Alles in allem gibt es an diesem Band also nur wenig zu beanstanden und wer Manara mag wird so oder so auf seine Kosten kommen.

Fazit: Zwei Stories im Manara-Stil, bei denen auch die Charaktere nicht zu kurz kommen. Auch wenn der Zeichnungsstil etwas anders ist, ist der Band durchaus gelungen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Manara 17 - Der goldene Esel / Pandoras Augen"

Originaltitel "L'ane d'or & Les Yeux de Pandora"

Comicreihe Weitere Comics

Autor Milo Manara

Übersetzer Michael Bregel

Preis 29,99 Euro

Umfang 128 Seiten

Verlag Panini

Bandnummer 17

ISBN 978-3-7416-0456-0

(tg - 11.10.17)


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