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Thomas Götz (tg)07.05.18

"Aliens - Defiance 1"

Brian Wood

Inhalt

Private Zula Hendricks kämpft nicht nur gegen die Dämonen ihrer Vergangenheit, sondern auch ums nackte Überleben. Mit einer Gruppe Cyborgs der Weyland-Yutani Corporation entdeckt sie auf einem verlassenen Schlepper eine beson- ders heimtückische Alien-Spezies. Diese Entdeckung ist der Start einer gefährlichen Reise, auf der nicht nur Hendricks‘ Loyalität auf eine harte Probe gestellt wird.

Kritik

Ein neuer Alien-Comic, der in der Zeit zwischen "Alien 1" und "Aliens" spielt, wobei diese Zeit ja in letzter Zeit sowieso immer mehr "aufgeweicht" wurde. Denn zwischen den Alien-Filmen gibt es die Biester scheinbar wie Sand am Meer und der geneigte Fan wundert sich kurz, warum es für Weyland-Yutani künftig so schwer wird, an Exemplare zu kommen. Doch der Reihe nach.
Ein neuer Alien-Band.

Zeichnungstechnisch ist man nicht ganz auf dem hellen (und bunten) Zeichnungsniveau anderer Comics. So werden Details, bis auf wenige Ausnahmen, eher ein bisschen rar gehalten und es herrschen dunkle Räumlichkeiten und Szenarios vor. Das Ganze ist nicht so schlimm wie der letzte Alien-Band, dennoch stellenweise durchaus gewöhnungsbedürftig. Immerhin, und das muss man an dieser Stelle positiv hervorheben, unterstützt das dunkle Szenario die Gruselatmosphäre des Bandes ganz gut. Wenn man denn mal ein Alien in voller Pracht (und mit mehr Details sieht) ist das durchaus eine Wucht.

Die Handlung bleibt hingegen ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Im Grunde geht es um eine verletzte Marine und einen sich selbst (!) umprogrammierten Androiden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, alle Alien-Spuren zu beseitigen, damit die Firma nicht in deren Hände gelangt. Und damit hat man eigentlich schon alles erzählt (und wieder einmal bewiesen, das man Klappentexten nicht immer trauen kann, denn die "neue" Alien-Rasse entspricht im Grunde nur der altbekannten).

Neben dem obligatorischen Gemetzel an der Alien-Front, immer mal wieder mit Panels bedacht, in denen es schön kracht und es keinen Text gibt, gibt es immerhin für Hendricks, die Hauptdarstellerin, einige tiefergehende Charakterszenen. So erfährt man, wie sie so wurde, wie sie ist und warum sie den Aliens in den Hintern treten will. Das ist jetzt nicht unbedingt super ausgereift und kann mit anderen Stories nicht unbedingt mithalten, erfüllt aber durchaus seinen Zweck. Fast schon schade, das der Androidenbegleiter diese Tiefe nicht bekommt, andererseits, was kann man von einem Androiden ohne große Vergangenheit auch erwarten? Immerhin ist seine Selbstprogrammierung auch schon eine Leistung.

Am Ende stößt dann noch eine dritte Protagonistin dazu, die für den nächsten Band einiges an Verwicklungen verspricht. Auch für geneigte Fans gibt es noch ein kleines Easter-Egg in Form von Amanda Ripley, die gerade zur Sevastopol aufbricht - der Comic spielt also kurz vor dem letzten Alien-Spiel "Isolation".

Wie erwähnt hat der Rest der Story diesen Tiefgang allerdings nicht. Sicher, es gibt ein paar Änderungen im Baller-Setup, ansonsten sind die Missionen aber recht ähnlich. Immerhin gibt es auch hier eine Entwicklung zu sehen. Anfangs räumen unsere beiden Abtrünnigen noch hinter den Marines auf und beseitigen Alien-Leichen, während sie nach und nach immer aktiver werden und am Ende sogar ganze Nester auslöschen. Aber nach 40 Jahren voller Geschichten ist es natürlich auch schwer, dem Franchise in der Hinsicht neue Akzente abzugewinnen (die Rage War-Trilogie, die jüngst erschienen ist, ist hier eine löbliche Ausnahme).

So oder so hätte man aus dem Band sicher noch einiges mehr herausholen können, für nette Kurzweilige Unterhaltung zwischendurch ist er aber ganz okay.

Fazit: Der Story fehlt es an vielen Stellen etwas an Tiefgang, auch wenn versucht wird, dies einzubringen und zu kaschieren. Immerhin wird die düstere Alien-Atmosphäre gut eingefangen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Aliens - Defiance 1"

Originaltitel "Aliens - Defiance 1"

Comicreihe Weitere Comics

Autor Brian Wood

Zeichner Tristan Jones, Riccardo Burchielli, Tony Brescini, Dan Jackson

Übersetzer Michael Schuster

Preis 18 Euro

Umfang 160 Seiten

Verlag CrossCult

Bandnummer 1

ISBN 978-3-95981-605-2

(tg - 07.05.18)


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