Thomas Götz (tg)
24.01.10
"Mirror's Edge"
Rhianna Pratchett
Inhalt
Die totale Überwachung ist Wirklichkeit geworden! Doch nach wie vor gibt es Leute, die Geheimnisse für sich behalten wollen und so kommt Faith ins Spiel, eine Kurierin für illegale Fälle. Doch in einer Kuriertasche findet Faith Überwachungsfotos, die sie zwar nichts angehen, die sie aber nicht ignorieren kann – Fotos ihres Vaters!
Ende 2008 schlug das Videogame von Electronic Arts für PC, Xbox 360 und PS3 ein wie eine Bombe.
Kritik
Der (erste?) Mirror's Edge Comic lässt den Leser etwas unbefriedigt zurück. Dies beginnt sogleich mit den Zeichnungen, die natürlich mit vergleichbaren Superheldencomics nicht mithalten können und zu einem Großteil aus kantigen einfarbigen Flächen bestehen, die wenig Details aufweisen. Mag dies für den Hintergrund noch nicht so ausschlaggebend sein so leiden darunter vor allem die Charaktere und deren Ausdrucksfähigkeit - denn diese sehen den ganzen Band über nahezu gleich aus.
 |
 Der Comic zum Game. |
Auch die Story an sich ist wohl eher was für wahre Kenner des Spiels. Sicher, es gibt die Vorgeschichte, man erfährt einiges über die Vergangenheit des Hauptcharakters Faith, aber auch hier bleibt man im Großen und Ganzen mit viel mehr Fragen zurück, so das es für Nichtkenner schwerer ist, dem Ganzen zu folgen. Da wird Faiths Vater wiedergefunden, sie erfährt einiges über ihre und die Vergangenheit ihrer Familie, aber am Ende wird das alles quasi ad absurdum geführt, denn sie gibt den Bösewichtern einfach den Superchip, den diese haben wollen. Auch die anfangs groß aufgebaute Suche nach ihrem Vater gerät etwas in Vergessenheit. Sicher, er ist Auslöser des Ganzen aber nachdem sie ihn endlich gefunden hat und sich rausstellt, das er eigentlich gar nichts weiss, wird er sogleich von jedweder weiteren Comicseite verbannt - und das, wo Faith doch eben gerade mit ihrer Vergangenheit kämpft. Dies trägt natürlich nicht zur Atmosphäre des Bandes bei, geschweige denn zur Charakterentwicklung.
Auch die großen Landschaften, die man aus dem Spiel kennt, fehlen hier natürlich (und wären sicher auch schwer umzusetzen, denn wer will schon Seitenweise Städtebilder sehen). Leider, muss man schon fast sagen, denn irgendwie kommt der Comicband so ohne Flair daher, als ob ihm noch etwas Essentielles fehlen würde.
Fazit: Gediegene Zeichnungen und eine eher vor sich hinplätschernde Story vermögen keine richtige Atmosphäre zu schaffen. Lediglich Kenner des Spieles werden so ihren Spass haben.
Bewertung
Weitere Infos
|
| Titel |
"Mirror's Edge" |
|
| Originaltitel |
"Mirror's Edge 1-6" |
|
| Comicreihe |
Weitere Comics |
|
| Autor |
Rhianna Pratchett |
|
| Zeichner |
Matthew Dean Smith |
|
| Übersetzer |
Bernd Kronsbein |
|
| Preis |
16.95 Euro |
|
| Umfang |
124 Seiten |
|
| Verlag |
Panini |
|
| Bandnummer |
1 |
|
| ISBN |
me1 |
|
|
(tg - 24.01.10)