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Thomas Götz (tg)19.09.14

"Succubus on Top"

Richelle Mead

Inhalt

Seit Georgina mit ihrem großen Schwarm, dem attraktiven Schriftsteller Seth Mortensen, glücklich liiert ist, fangen die Probleme für sie erst richtig an: Als Sukkubus saugt Georgie Männern die Lebensenergie aus. Schon ein Kuss kann deshalb für Seth gefährliche Konsequenzen haben. Auch in Georgies Buchladen bahnen sich Schwierigkeiten an. Ihr Kollege Doug legt seit Kurzem ein äußerst merkwürdiges Benehmen an den Tag, und Georgie fürchtet, dass ein übernatürliches Wesen die Hand im Spiel hat. Sie bittet den attraktiven Inkubus Bastien um Hilfe und muss zu ihrer Verwirrung feststellen, dass sie sich schon bald zu ihm hingezogen fühlt.

Kritik

Mit ihrer Succubus-Reihe hat sich Richelle Mead vor einigen Jahren nicht nur ihre Fangemeinde aufgebaut sondern auch einen erfolgreichen Hit gelandet. Dabei polarisieren die Bücher scheinbar recht stark, und während die einen sie als bloße Erotikschnipsel bezeichnen, gehören sie für die anderen zum Evergreen-Hit. Grund genug also, sich die Bücher, bzw. mit der vorliegenden Rezension bereits das zweite Band, einmal genauer anzuschauen.
Der zweite Roman aus der Georgina Kincaid-Reihe.

Dabei sollte an dieser Stelle zunächst mal mit der Vorstellung aufgeräumt werden, in diesen Büchern ginge es nur um Sex. Bereits beim ersten Band war ja einer der Vorwürfe, das man stetig nur auf die nächste Sexszene zusteuern würde und das Ganze eher ein billiges Erotikbüchlein sei. Und wie bereits bei den vielen Kritiken zu "Transformers 4" so kann man auch hier sich nur fragen, ob eigentlich alle die gleichen Bücher gelesen haben? Ganze drei - nun ja, eher zweieinhalb - Sexszenen gab es im ersten Band und auch in diesem Zweiten sind es nicht mehr. Sicher, erotisch geschrieben sind sie (obwohl es da zweifellos härteres auf dem Markt gibt) und wer ein Buch über einen Succubus kauft, sollte erwarten, dass es sich nunmal in vielen Belangen um Sex dreht. Es ist aber nicht so, dass das Buch nur davon dominiert wäre.

Denn wie bereits im Vorgänger lebt auch dieser Band davon, dass es Mead schafft, eine sehr schöne Fantasywelt zu entwerfen, die sehr lebendig ist. Da gibt es ein Sammelsurium an Kreaturen, Engel, Dämonen, Vampire, aber die spielen neben Georgina eine eher untergeordnete Rolle (immerhin gibt es dafür Meads andere Buchreihen). Nichtsdestotrotz merkt man die Liebe zum Detail, etwa wenn gekonnt alte Göttersagen eingebaut werden und die unterschwellig homosexuelle Beziehung eines Engels und Dämonen immer mal wieder angedeutet wird. Vor diesem Hintergrund kommt es gerade Recht, das Georgina eine Reporterin 'ausschalten' soll, die mit ihren Hetzparolen eher das Biedermann-Image pflegen will.

Gut, dieser Handlung kann man eigentlich nur vorwerfen, das der Leser, im Gegensatz zur Hauptdarstellerin, sofort checkt, wie der Hase bei der Dame läuft, während Georgina damit bis fast zum Schluss braucht. Aber gut, die Handlung dient ja auch eher dazu, etwas mehr Einblicke in Georginas Vergangenheit zu geben, was mit dem Auftauchen eines alten Freundes sogar recht gut gelingt. Denn das die liebe einiges auf dem Kerbholz hat, ist ja bekannt (bzw. liegt in der Natur der Sache).

Hinzu kommen die Drogenprobleme eines Freundes, bei dem die Unsterbliche Welt allerdings kräftig mitmischt. Ein weiterer Fall für Georgina, der etwas unspektakulär gelöst wird und stellenweise wie leichtes Füllwerk wirkt. Dennoch werden auch hier schöne Fäden ausgeworfen, die sich harmonisch in den Rest der Geschichte einfügen. Der ganz große Knackpunkt kommt allerdings erst noch, nämlich ihre Beziehung mit Seth. Hier wird Charakterspiel par excellence betrieben, nämlich immer dann, wenn Georgina sich fragt, ob sie mit ihm über alles reden kann, oder nicht. Dabei ist es natürlich ebenso schön Seths Wandel zu sehen. Denn ein Mann, der nicht eifersüchtig ist, ist vor allem in der heutigen Zeit, sicher eine reife Leistung und vor allem bei Georgina mehr als schwer. Aber natürlich kann die Beziehung nur so funktionieren und die Frage, ob die beiden auf ewig die Finger voneinander lassen müssen ist erstaunlicherweise ein sehr guter Anheizer auf den dritten Band, den man am liebsten sofort lesen möchte.

Wie bereits der erste Band ist auch dieser wieder in Ich-Form erzählt, was auf der einen Seite gut ist, um die Gefühlslage des Charakters darzustellen, auf der anderen Seite bei der Verführungsszene mit Bastien aber etwas unpassend erscheint. Überhaupt scheint diese Situation nicht so ganz zu Georgina zu passen, denn auf der einen Seite liebt sie Seth und man stellt sich die Frage, ob sie an dieser Stelle nicht hätte widerstehen können oder ob die ganze Szene nur eingefügt wurde, um eine weitere Sexszene zu haben. Aber das ganze sind nur kleinere Mankos an einem ansonsten recht gut geschriebenen Buch. Denn drei Erzählebenen auf diese Weise geschickt zu verweben, wobei die Handlung gar nicht mal so komplex ist, dafür aber die Charakterszenen stark sind, ist mehr, als so manch anderes Buch schafft.

Fazit: Ein sehr gelungener zweiter Band, der Lust auf mehr macht, eine Liebesgeschichte schön in einem Fantasysetting erzählt und auch sonst in sich stimmig ist.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Succubus on Top"

Originaltitel "Succubus on Top"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Richelle Mead

Übersetzer Alfons Winkelmann

Preis 9,99 Euro

Umfang 397 Seiten

Verlag Lyx

ISBN 3802582322

(tg - 19.09.14)


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