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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)11.10.07

"Blick in die Zukunft"

Scott McGough

Inhalt

DIE ZEIT LÄUFT AB. Drei weitere Weltenwanderer sind tot oder verschwunden. Doch wie viele sind überhaupt noch bereit, sich in den Tod schicken zu lassen? Es ist nicht einfach, gottgleiche Wesen zu überreden, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, wenn man hauptsächlich für seine Lügen bekannt ist. Doch das Schicksal des Multiversums hängt davon ab. Zum ersten Mal in seinem Leben kann Teferi nicht mehr davonlaufen.

Kritik

Thomas Götz

Das Ende der Zeitrisse.. oder nicht?
Das Ende der Zeitrisse wird in diesem Band eingeläutet und waren die beiden Vorgänger leider nur Mittelmaß, die vorhandenes Potential nicht ausschöpften, so ist es schön zu sehen, das dies zumindest größtenteils im vorliegenden Band passiert. Schade, das die beiden Vorgänger dies nicht so ausgeschöpft hatten, aber den Lesespass mindert dies im vorliegenden Fall nicht sonderlich, auch (oder gerade wenn) man die Vorgänger kennt.

Sicher, aus der Story hätte man weit mehr machen können. wie drückt Radha es gegen Ende des Romans aus: "Wir sind durch die Geschichte gepoltert..". Nunja, genau genommen sind die Hauptcharaktere das nicht, obwohl es sicher interessant gewesen wäre, alte Ereignisse, respektive alte "Bücher", aufzusuchen und die Zeit mal tatsächlich zu verändern. Stattdessen werden altbekannte Charaktere aus alten Epochen quasi in die Gegenwart geholt, um die Risse zu versiegeln, wobei sie alle denken, sie seien im Recht.

Dies führt zu einigen schönen Charakterszenen, vor allem wenn solch altgediente Charaktere wie Jeska (und einige andere) auftauchen. Allein dieses Auftauchen und das Beschreiben ihrer Handlungen wie gewohnt, lässt das Herz eines jeden MTG-Fans höher schlagen. Die sich entfaltenden Szenen, die eigentlich bis auf wenige Kampfszenen abgesehen, kaum Action enthalten, sind gu geschrieben und wirken stets als Beiwerk zur Handlung, wodurch sie noch intensiver werden. Im Grunde rutscht dadurch das Buch nur so an einem vorbei und es fällt gar nicht auf, das die ganze Handlung quasi nur aus dem Schließen der Zeitrisse (gut, okay und dem Bekämpfen eines Bösewichts im Hintergrund, der aber auch nicht derart viele Auftritte hat) besteht. Vor allem auch das Ende, in dem man sich wieder von einem liebgewonnen Charakter verabschieden muss, ist dann doch recht emotional und passend und wartet noch mit der ein oder anderen Überraschung auf.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass, obwohl man aus der Story weit mehr hätte machen können, es nicht unbedingt ein Übermaß an Action braucht, um ein Buch gut zu machen.

Fazit: Durchaus empfehlenswert.

Frank Drehmel

Zunächst sei darauf hingewiesen: Ein verstehender “Blick in die Zukunft” ist nur jenen Lesern vorbehalten, die Band 1, “Zeitspirale”, und Band 2, “Weltenchaos”, gelesen haben, denn Zeit für - redundante - Erklärungen nehmen sich die Autoren zu Recht nicht. Darüber hinaus erweist es sich als Vorteil, wenn man von Kings Aufmarsch-Zyklus zumindest die Rahmenhandlung kennt, da McGough und Delaney wiederholt auf die dort erzählte Geschichte Jeskas Bezug nehmen. Als Belohnung werden diejenigen, die wissen worum es geht und die nicht allzuviel Wert auf Story-Tiefe oder differenzierte Charakterzeichnungen legen, von diesem Abschlussband, der “Magic - The Gathering” gleichsam in Reinform präsentiert, gut unterhalten.

Kommen Sie rein, Herrschaften! Meine Dame, mein Herr!? Hier hauen sich Götter Magie um die Lauscher, dass es nur so blitzt und donnert! Hier wird intrigiert und gestorben, wie Sie es noch nicht gesehen haben! Und Getränke kosten nur einen Heiermann!

Dabei erinnert die Art und Weise, in der die Autoren die Weltenwanderer zunächst an- bzw. aufmarschieren lassen, um gleich darauf deren Reihen gnadenlos zu lichten, frappierend an ein großes Reinemachen, an den Versuch des Resets eines Hintergrundes, der im Laufe der Jahre auch wegen einiger Götter-Altlasten zunehmend unübersichtlicher wurde. Hau weg die Alten! Macht Platz für the next Generation, für Venser & Co.!

Bei aller Freude über die actionreiche Story sollen die Schwächen des Romans nicht unter den Tisch fallen. Zunächst wäre da der dürftige Plot um die Zeitrisse. Weil zu keinem Zeitpunkt - und trotz aller Metaphysikeleien - wirklich klar wird, was diese Phänomene ihrem Wesen nach und im Kern sind bzw. was sie warum bewirken (oder auch nicht), erscheinen sie lediglich wie ein vordergründiger, billiger Aufhänger, eine Art Rechtfertigung der Autoren für das Lichten der Weltenwanderer-Phalanx. Die gottgleichen Wesen ihrerseits kommen in ihren Taten deutlich zu menschlich rüber, selbst wenn wiederholt etwas anderes behauptet wird; sie sind in gewisser Weise zu klein - nicht nur kariert -, zu sehr in ihren Eifersüchteleien und Ambitionen gefangen, um einen göttlichen Nimbus zu tragen. Ähnliches gilt für die durch sie gewirkte Magie, die zwar fraglos machtvoll ist, aber weit, sehr weit von einem WOW-Erlebnis entfernt.

Dennoch: unterm Strich ist - nicht zuletzt wegen der Auftritte von Bolas, Leshrac und “der Nacht” sowie der gefälligen Schreibe des Autorengespanns - “Blick in die Zukunft” der beste Band dieses auch in toto unterhaltsamen Magic-Zyklus’.

Fazit: Krönender, actionreicher Abschluss der Zeitspirale-Trilogie! Für Leser, die immer schon geahnt haben, dass Götter auch nur Menschlein sind.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Magic the Gathering – Zeitspirale Zyklus 3: Blick in die Zukunft"

Originaltitel "Magic the Gathering – Time Spiral Cycle 3: Future Sight"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Scott McGough & John Delaney

Übersetzer Hanno Girke

Preis 9,95 Euro

Umfang 379 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833215550

(tg, fd - 15.06.09)


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