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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)25.12.07

"Lorwyn Zyklus 1 - Lorwyn"

Scott McGough

Inhalt

Der Jäger wird zum Gejagten. Rhys ist ein Elf. Perfekt in jeglicher Beziehung und dazu auserkoren, über die niederen Rassen zu herrschen. Doch als er entstellt und missgebildet aus einem fehlgeschlagenen Ritual hervorgeht, ist er nichts weiter als ein hässlicher Schatten seiner einstigen Glorie. Der ehemalige Gebieter muss nun die Hilfe derer suchen, die er gewohnt war, zu beherrschen - denn die Hetzjagd auf ihn ist bereits in vollem Gange ...

Kritik

1. Thomas Götz

Ein neuer Roman aus der MTG Welt.
Zwei bereits altbekannte MTG-Schreiber verbinden sich, um einen neuen MTG-Roman zu schreiben. Kann da noch etwas schiefgehen? Zum Glück nicht mehr viel und in der Tat ist der Roman flüssig zu lesen und es macht sogar Spass, den Hauptfiguren auf ihrer Odyssee zu folgen.

Hauptcharakter ist diesmal der Elf Rhys, und im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fantasyromanen zeichnen sich die Elfen diesmal nicht durch große Ohren sondern durch ihre Hörner aus. Und eine jedwede Narbe macht einen zum Ausgestoßenen. Und in genau so eine Lage kommt der arme Rhys. Natürlich darf Fantasy-typisch auch die klassische Reise und die Kameraden nicht fehlen, sowie der böse Widersacher. Schön zu sehen ist auch, das eigentlich alle Charaktere ihre schönen Szenen bekommen. Action kommt dabei zwar ein wenig zu kurz, dies fällt aber bei dem guten Schreibstil kaum auf sondern man verfolgt mit Spannung die Reise der Gruppe.

Was ebenso nicht fehlen darf sind natürlich einige Überraschungen, wie der übliche Verräter, der eigentlich keiner ist, sowie ein recht verwirrendes, offenes Ende, das auf den zweiten Band anheizen soll. Zum Glück sehen die Autoren davon ab, typische Klischees zu benutzen und so bekommt man hier vielleicht nichts gänzlich Neues aber immerhin eine sehr schöne Geschichte serviert, in der auch ein wenig der moralische Finger nicht fehlen darf. Denn so wie Rhys auf der Suche nach seinem neuen Platz in der Welt ist, so wird am Ende klargemacht, das man eigentlich nicht aufgrund des Aussehens jemanden beurteilen sollte.

Zu guter Letzt bleibt dann nur der gestiegene Preis zu erwähnen. Waren die Bücher von Panini immer mit "einem 10er" zu vergelten, so muss man nun schon 12 Euro hinblättern, während man bei anderen Verlagen für deutlich weniger Geld (8 Euro) Bücher mit derselben Seitenzahl bekommt. Eine Erklärung bleibt natürlich aus, so das man nur mutmaßen kann...

Fazit: rotz gestiegenem Preis schön zu lesen und erfreulicherweise Klischeefrei.

2. Frank Drehmel

Da Scott McGoughs “Kamigawa-Zyklus” und “Cory J. Herndons” Ravnica-Zyklus nach J. Robert Kings unerreichtem “Aufmarsch-Zyklus” zum Besten gehören, was das Magic-Franchise belletristisch zu bieten hat, und sogar Nicht-Magic-Spieler begeistern können, durfte man optimistischerweise davon ausgehen, dass die Zusammenarbeit beider Autoren wenigstens kein ganz schlechtes Resultat zeitigen würde. Und tatsächlich! Es macht - um es auf den Punkt zu bringen - einfach “nur” Spaß, “Lorwyn” zu lesen.

Erstens liegt das an der originellen Darstellung der elfischen Kultur und Gesellschaft, in der der oberflächliche, schöne Schein die darunter liegende Grausamkeit nicht verbergen kann. Lorwyns Elfen sind, anders als die hehren Baumkuschler in Tolkien-Tradition über ihre Arroganz hinaus dekadente, gewalttätige, kaltherzige und bösartige Wesen, die einer faschistoiden Ideologie folgen und gesinnungsmäßig durchaus den Drow des “Dungeons & Dragons”-Hintergundes gleichen. Zwar sind nicht sämtliche Stereotype ad acta gelegt - etwa die Naturverbundenheit der “Elflinge” -, aber unterm Strich werden die elenden Baumpimperer in ein erfrischend unvorteilhaftes Licht gerückt, so wie übrigens auch die leicht psychopathischen, sadistischen Feen.

Zweitens umgibt die Protagonisten - magic-typisch - eine geheimnisvolle Aura, welche es einerseits dem Leser schwer oder sogar unmöglich macht, ihre Motive zu durchschauen, die aber andererseits zum Weiterlesen animiert. Ähnliches gilt für die Handlung, die bei aller Gradlinigkeit zahlreiche Fragen aufwirft, die erst in den Folgebänden beantwortet werden.

Schlussendlich macht der unprätentiöse Stil der beiden Autoren, die keine Scheu haben, sich aus dem reichhaltigen Fundus der phantastischen Literatur zu bedienen, um daraus etwas Eigenständiges zu schaffen, “Lorwyn” zu einem lockeren, leichten Lesevergnügen.

Fazit: Märchenhafte, farbenfrohe Sword & Sorcery; in Teilen etwas hektisch, aber dennoch ein weiteres Magic-Highlight.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Magic the Gathering: Lorwyn Zyklus 1 - Lorwyn"

Originaltitel "Magic the Gathering: Lorwyn Cycle 1 - Lorwyn"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Scott McGough, Cory J. Herndon

Übersetzer Hanno Girke

Preis 12 Euro

Umfang 379 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833216476

(tg, fd - 15.06.09)


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