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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)18.12.07

"Die Herrin der Nacht"

Sunao Yoshida

Inhalt

In einer fernen Zukunft: Die Katastrophe Armageddon hat beinahe die gesamte Zivilisation auf dem Planeten Erde ausgelöscht. In diesem düsteren Zeitalter herrscht erbitterter Hass zwischen den Menschen und einer zweiten intelligenten Lebensform, den Vampiren. Esther Blanchett und Pater Abel Nightroad sind als geheime Botschafter der Herzogin von Mailand in das Vampirreich Tsala Methusaluth gereist. Aber der jungen Ordensschwester bleibt kaum Zeit, sich an die fremdartige Kultur des Landes zu gewöhnen- kurz nach ihrer Ankunft wird sie in ein Mordkomplott gegen die Kaiserin verwickelt. Abel gelingt es zwar, alleine und auf eigene Faust in den Palast einzudringen und der Kaiserin Vradika persönlich gegenüberzutreten, aber das Treffen verläuft anders als erhofft ... Wer steckt hinter dem Mordkomplott? Und welche Ziele verfolgt die Kaiserin?

Kritik

1. Thomas Götz

Der Kampf mit den Vampiren geht weiter.
Sackte der zweite Trinity Blood-Band noch arg in die Final Fantasy-Schiene ab, so zieht der dritte wieder alle Register und bietet ein nettes Feuerwerk nebst einer faszinierenden Story, die der des ersten Bandes in nichts nachsteht.

Etwas befremdlich ist es freilich schon, das alte Tote nie tot bleiben wollen und die ständigen Selbstgespräche, die nur dazu dienen das offensichtliche nocheinmal den Charakteren in den Mund zu legen sind auf Dauer natürlich auch etwas nervig. Ignoriert man dieses jedoch bekommt man ein sehr schönes Buch spendeirt, das diesmal in der Heimatstadt der Vampire spielt und in dem es darum geht, eine Verschwörung zur Ermordung der Herrscherin aufzudecken.

Gut, diese Story ist natürlich nicht sonderlich neu, aber sie ist auch nicht allzu schlecht umgesetzt und vermag mit den vielen Intrigenspielchen der Adligen durchaus zu überzeugen. Einige Pasagen sind dann auch etwas vorhersehbar, so etwa die Sache mit Seth und ihr Überleben - aber auch hier vermag der Autor noch ein bisschen das Überraschungsmoment zu kitzeln, so das auch diese Szenen nicht langweilig herüberkommen. Auch die Charaktere selbst agieren in gewohnten Bahnen, wobei es etwas schade ist, das man nicht erfährt, was denn nun bei den Verhandlungen mit dem Vatikan herausgekommen ist. Immerhin war es doch die Mission auf Friedensgespräche mit den Vampiren zu gehen. Gut sicher, es gibt am Ende noch eine sehr schöne Enthüllung, die sehr überraschend ist und Lust auf mehr macht (und man kann denke ich davon ausgehen, das dieser Frieden kommen wird), davon aber nichts mehr zu lesen ist dann doch auch irgendwo schade.

Nichtsdestotrotz stören diese kleinen Mankos das Lesevergnügen nicht nachhaltiug und man darf auf die Fortsetzung gespant sein.

Fazit: Durchaus gelunger Roman, wenngleich mit einigen Schwächen.

2. Frank Drehmel

Nachdem im ersten Band die Hauptpersonen eingeführt und im zweiten die Machtkonstellationen innerhalb des Vatikans grob dargelegt wurden, nimmt der dritte “Trinity Blood”-Roman den Leser mit auf die Reise in das Reich der Vampire. Und - wie in einem guten Manga üblich - bietet sich hier ein überraschendes Bild, denn anders als erwartet handelt es sich bei den Blutsaugern nicht um bösartige Monster, die in den Menschen lediglich Nahrung sehen. Das Zusammenleben beider Spezies in Tsala Methusaluth richtet sich nach komplexen Regeln, die zwar eindeutig die Position der Vampire als herrschende Klasse zementieren, die aber dennoch eine - im Vergleich zur Situation im vatikanischen Herrschaftsgebiet - friedliche Koexistenz gewährleisten, einschließlich eines Rechtes der Menschen auf Sicherheit und Zufriedenheit. Etwas befremdlich wirken in diesem Zusammenhang zunächst zahlreiche, aus dem orientalischen Sprachraum entlehnte Begriffe wie bspw. “Dhimmi” oder “Kethoda”, die einem allerdings schnell in Fleisch und Blut übergehen.

So differenziert der Hintergrund, so wenig schwarzweiß auch die Charaktere. In erster Linie ist deren Komplexität darauf zurück zu führen, dass sie im Dialog Verständnis für ihre Handlungen suchen, sich erklären und für den Leser nachvollziehbare Positionen beziehen. Gut und Böse sind deutlicher als gerade in angloamerikanischen Gamenovelisationen, die sich häufig in “Bumm böse! Bumm will zerstören!” erschöpfen, eine Frage des Standpunktes denn eines absoluten Maßstabs. Darüber hinaus agieren die Protagonisten entsprechend dem mangahaften Ansatz sehr emotional, ohne dabei jedoch kindlich, aufgesetzt oder gar lächerlich zu wirken. Faszinierend - vor allem natürlich für den Fan - ist weiterhin, wie die Vergangenheit Pater Abel Nightroads, des Kresniks, der das Blut von Vampiren trinkt, langsam aber stetig immer stärker rätselhafte Konturen annimmt, denn für jede beantwortete Frage tauchen drei neue auf.

Als wäre dieses alles nicht erfreulich genug, überzeugt der Roman auch in seinen Action-Szenen, die anschaulich durchchoreografiert sind, nur selten plakativ, vordergründig wirken und mit einigen wirklich coolen Waffen aufwarten können.

Fazit: Spannende Story, undurchsichtige Charaktere, locker und fesselnd geschrieben! Mehr kann man von einem “Manga”-Roman nicht erwarten.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "2203. Trinity Blood – Reborn on the Mars 3: Die Herrin der Nacht "

Originaltitel "Trinity Blood – Reborn on the Mars 3: The Night Lords) "

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Sunao Yoshida

Übersetzer John-Schmitt Weigand

Preis 9.95 Euro

Umfang 316 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833216514

(tg, fd - 15.06.09)


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