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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)29.03.07

"Der Stern der Trauer"

Sunao Yoshida

In einer fernen Zukunft: Die Katastrophe Armageddon hat beinahe die gesamte Zivilisation auf dem Planeten Erde ausgelöscht. In diesem düsteren Zeitalter herrscht erbitterter Hass zwischen den Menschen und einer zweiten intelligenten Lebensform, den Vampiren. Gyula Kádár, Machthaber in der abgelegenen Stadt István, ist davon besessen, den "Stern der Trauer", eine geheimnisvolle Waffe aus längst vergangener Zeit, gegen die Menschen einzusetzen. Als der Vatikan, mächtigster Gegenspieler der Vampire, von Gyulas Plänen erfährt, entsendet er einen seiner Spezialagenten, um den Vampir zu stoppen. Bald schon kommt es zu einem erbitterten Kampf, bei dem das Überleben zweier Arten auf dem Spiel steht ...

Kritik von Thomas Götz

In der Zukunft kämpfen Vampire und Menschen gegeneinander, auf einer verwüsteten Erde. Wer wird gewinnen?
Der vorliegende Roman spielt in einer fernen Zukunft, in der die Erde durch Atomwaffen verwüstet ist und es nur noch zwei große Reiche gibt: das westliche Europa unter Kontrolle des Vatikans und der Osten, das ehemalige Gebiet der Sowjetunion, in dem die Vampire herrschen. Zwar herrscht zwischen beidne Fraktionen im Großen und Ganzen Frieden, aber hin und wieder kommt es doch zu Scharmützeln, vor allem in Vampirkontrollierten Städten an der Grenze. Soviel zur Ausgangssituation.

Im Gegensatz zu anderen Mangaromanen gibt es in diesem Buch keine Comicartigen Züge und der ganze Roman erweist sich als überraschend erfrischend und spannend umgesetzt.

Von der bereits recht interessanten Ausgangssituation abgesehen sind hier in erster Linie die Charaktere zu nennen. Keine Charaktere mit Comichaften überdrehten Kampfszenen wie in "Devil may Cry" und auch keine etwas flachen und jungen Charaktere wie in den "Final Fantasy"-Büchern. Zwar entbehren auch diese Charaktere nicht einer gewissen Komik - so allen voran natürlich Hauptcharakter Abel, der recht dümmlich agierend daherkommt, was aber nie aufgesetzt wirkt. Das Ganze Buch über weiß der Leser (oder ahnt es) das hinter Abel mehr steckt aber erst im Finale kann er alle Register ziehen.

Natürlich drüfen auch einige gewalttätigere Einlagen nicht fehlen und auch die Story vom Kampf gegen den (Vampir-)Tyrannen (samt Superwaffe) ist sicher nicht neu, nichtsdestotrotz, gibt es einige sehr schöne Szenen, denn der Bösewicht wird nicht einfach grau gezeichnet sondern hat auch ein Motiv. Und es kommt auch zu einem netten Gespräch mit der weiblichen Hauptdarstellerin, in der diese, und auch der Leser, sogar Sympathien zu empfinden beginnt und sich die fundamentale Frage stellt, warum die beiden Fraktionen eigentlich gegeneinander kämpfen, will doch jede nur leben - eine sehr schöne zum Nachdenken anregende Charakterszene also.

Auch das Ende ist offen und macht Lust auf mehr, mischt sich doch noch eine dritte Partei ein, an die man im Moment noch nicht rankommt, so das sicher nicht nur die Charaktere des Romans etwas verwirrt zurückbleiben.

Bleibt zuguterletzt noch zu erwähnen, das das buch recht kurz ist mit gerade mal 235 Seiten (die allerdings klein geschrieben sind), und man für diese 235 Seiten immerhin schon 9.95€ hinblättern muss. Auch ein Auszug aus einem Trinity Blood-Manga am Ende des Buches entschädigt hier nur marginal.

Fazit: Ein Buch mit sehr schöner Ausgangssituation und ebenso schönen Charakterszenen, das für einige Plotlöcher entschädigt.

Kritik von Frank Drehmel

Das Trinity-Blood-Franchise umfasst mittlerweile eine Anime- und eine Manga-Serie sowie die beiden, unabhängig von einander lesbaren Roman-Zyklen “Trinity Blood: Rage Against the Moons” und “Trinity Blood: Reborn on Mars”, wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass die Romane der Ursprung des Publikums-Erfolgs (zumindest in “Überseee”) sind. Die Zielgruppe der Geschichten sind Teenager mit nur einem X-Chromosom, da zwar rudimentäre Romantik erkennbar ist -insbesondere in der Beziehung zwischen Schwester Esther und Vadder Abel-, der Schwerpunkt aber eindeutig auf Action, (Lost) Technik und einem Hauch von Horror liegt. Allerdings ist die “Shonen”-Orientierung dank der relativ starken weiblichen Figur(en) nicht ganz so einseitig wie sie es in westlich geprägten Storys mit ähnlichem Hintergrund der Fall wäre. Alles in allem sind die Hauptprotagonisten zwar einerseits relativ eindimensional und in ihrem Verhalten vorhersehbar gezeichnet, anderseits jedoch so durchgestylt und mit coolem Understatement versehen, dass sie selbst ein skeptischer Lesern ihrer Präsenz kaum entziehen kann. Die eigentlichen Schwachpunkte des Romans liegen im Fehlen einer postapokalyptischen Atmosphäre sowie dem noch zu rudimentär ausgearbeiteten Hintergrund. Abgesehen von ein paar technischen Gimmicks weist kaum etwas daraufhin, dass die Story in einer weit entfernten und -vor allem- düsteren Zukunft angesiedelt ist (aber was nicht ist, kann ja noch im zweiten Band werden). Zudem fehlen eindeutig plausible, nicht-triviale Aussagen über gesellschaftlichen und politischen Kontext jener Zeit, sodass der Konflikt zwischen dem Vatikan, Tsala Methusaluth und den “Contramundi” dem abgehobenen Kampf dreier Unternehmen gleicht -McDonalds vs. Burger King vs. Pizza Hut-, die für keine anderen Werte stehen stehen außer für sich selbst.

Als kleiner Bonus werden dem Leser neben einigen durchaus gelungen, kontrastreichen Text-Illustrationen Shibamotos zusätzlich 15 Seiten aus einem Trintiy Blood-Manga -Vol. 1- spendiert. Das ist insofern von Bedeutung, als diese Schwarzweiß-Zeichnungen mehr als deutlich machen, dass selbst ein nur passabel geschriebener Roman jedem kalten, lieblosen, toten, stereotypen, uninspirierten, altbackenen -kurz grottenschlechten- 0815-Manga haushoch überlegen ist, ganz einfach weil er der Imaginationskraft des Lesers keine erbärmlich engen grafischen Grenzen setzt. Tschuldigung, aber mir als altem Comic-Connoiseur fällt beim Anblick des Manga-Auszugs nicht viel mehr ein als, “Mann, wie scheiße ist das denn?!”.

Fazit: Coole, stylishe Charaktere in einer post-apokalyptischen Vampir-Story. Ein kruder Mix, der besonders jüngeren Lesern Spaß machen dürfte.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Trinity Blood – Reborn on the Mars 1: Der Stern der Trauer"

Originaltitel "Trinity Blood – Reborn on the Mars 1: Der Stern der Trauer"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Sunao Yoshida

Übersetzer John Schmitt-Weigand

Preis 9,95

Umfang 235 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1450-9

(tg, fd - 22.05.07)


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