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Thomas Götz (tg)15.11.11

"Das Blut der Nibelungen"

Bernd Frenz

Inhalt

Die Nibelungensage ist voller Magie, Mythos, Drachen, Helden und schönen Frauen. Doch ein wesentliches Detail wurde über die Jahrhunderte hinweg glatt verschwiegen ... genau ... die Zombies. Weiß man hingegen, dass die ewig hirnhungrigen Gesellen einen wesentlichen Anteil an der wunderbaren Geschichte um Siegfried, Hagen und Co. hatten, dann wundert einen eigentlich nichts mehr.

Kritik

Die Zombiewelle rollt wieder. Nicht zuletzt dank der vielen Zombieserien ist es momentan "in", bekannte Geschichten zu nehmen und mit Zombieanteilen zu würzen. Prominente Beispiele der letzten Zeit sind etwa "Die Leichen des jungen Werther" oder "Huck Finn und Zombie Jim". Und diesmal ist es eben die Nibelungen-Saga, die in ihrer "wahren" Begebenheit erzählt wird - eben mit Zombies.
Die Zombiesage von Prinz Siegfried. Ähm, Moment.. Zombies?

Leider leidet auch dieses Buch unter den Mankos, an denen bereits die anderen "Verballhornungen" gescheitert sind. Einfach eine altbekannte Story mit Zombieelementen würzen funktioniert eben nicht, wenn man der Story nicht zugleich auch neue Facetten abbemüht und ihr einiges an Tiefgang verleiht. Immerhin, es wird versucht, auch im vorliegenden Band.

Die Story ist natürlich zu einem Großteil altbekannt, wird aber mit einigen Änderungen erzählt. So erschafft das Drachenblut nicht Unverwundbarkeit im klassischen Sinne sondern eben Zombies. Und die werden von einer geheimnisvollen Macht zur Invasion gelenkt. Und zur Abwehr stehen neben Hagen natürlich auch noch Siegfried bereit, wobei die Familienkonstellation nicht ganz so ist, wie wir sie kennen. Gut, der Story an sich tut das keinen Abbruch und ganz so wichtig ist die Konstellation dann auch wieder nicht. Zwar gibt es die ein oder andere kleinere Verwicklung, richtig große Konflikte stehen für die Charaktere aber eigentlich nicht an. Ein bißchen Tändelei hier und da und das wars im Großen und Ganzen und ändert sich auch bis zum Buchende nicht mehr.

Auch an Höhepunkten mangelt es dem Roman etwas. Sicher, es gibt Schlacht um Schlacht gegen die Zombies, es gibt auch mal einen interessanten neuen Zombifikationstrick, aber im Großen und Ganzen sind die Szenen fast immer gleich und plätschern leicht vor sich hin, als wirklich mitreißendes Schlachtenthema zu sein. Lediglich der Kampf gegen den Oberfiesling bietet hier noch etwas Abwechslung - wobei die Überraschung über dessen Enthüllung nicht ganz so gut wirkt, wie sie hätte sein können. Statt das es jemand ist, den man von Anfang an kennt und eingeführt hat, ist es eher jemand, der quasi auftaucht und - nun, es dann eben auch ist (es soll an dieser Stelle nicht gespoilert werden). Das ist natürlich für den Leser etwas enttäuschend, denn er vermag so gar keine emotionale Bindung zu dem Bösewicht aufzubauen. Oder anders ausgedrückt: seine Identität intressiert ihn am Ende kaum die Bohne. Und auch die große Götterverschwörung, die hinter dem großen Plan steckt, vermag nicht mal auch nur ansatzweise Interesse zu wecken. Zu flach bleiben die Hintergründe und Charaktere.

Was bleibt ist ein eher mittelmäßiger Roman, der auf ausgetretenen Pfaden wandelt, wenig Neues bietet und eine altbekannte Story ebenso altbacken umarbeitet. Wie bei vielen der Zombieromanen der letzten Zeit (nicht bei allen!) also eine Menge verschenktes Potential.

Fazit: Nahezu keine Charakterentwicklung, eine etwas dünne Handlung ohne große Höhepunkte. Hier wäre mehr drin gewesen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Das Blut der Nibelungen"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Bernd Frenz

Preis 12,95 Euro

Umfang 302 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833222559

(tg - 15.11.11)


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