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Thomas Götz (tg)21.04.11

"Die Leichen des jungen Werther"

Susanne Picard

Inhalt

Wer sagt, dass Klassiker der deutschen Literatur dröge und langweilig sein müssen? Im Gegenteil! Bei dieser satirischen Neuinterpretation des Goethe-Meisterwerks verschlägt es den jungen Werther in ein abgelegenes Dorf voller merkwürdiger Gestalten. Seine Liebe zu der stets stillen und bleichen Lotte macht ihn blind für die eigenartigen Geschehnisse um ihn herum. Als Werther merkt, dass er unter Zombies geraten ist, muss er sich zwischen Herz und Hirn entscheiden. Die Frage ist nur: Geschnitten oder am Stück?

Kritik

Vampire, Zombies, Geschöpfe der Nacht - all diese Wesen haben im Kino gerade Hochkonjunktur, und dürfen daher auf dem Buchmarkt nicht fehlen. War erst kürzlich "Sissi die Vampirjägerin" veröffentlicht worden, so schlägt "Die Leichen des jungen Werther" in dieselbe Kehre.
Die Leiden... ähm Zombies des Werther.

Natürlich handelt es sich auch hier um eine Verballhornung bekannter Werke und Personen, in diesem Fall wird "Werther" mit Zombies verknüpft. Entsprechend dem literarischen Vorbild wird auch hier die Erzählung in Briefform geführt, was eine nette neue Heransgehensweise ist und auch relativ gut funktioniert. Es ist zwar bei so einer Schreibweise schwer, Charakterszenen zu entwickeln, aber man kann gut die Entwicklung des Hauptprotagonisten von einem Dümmling zu einem Zombie verfolgen. Für den Leser ist natürlich schon ab der ersten Seite klar, das sich Werther unter Zombies befindet, so das der Weg bis zu seiner Erkenntnis teilweise witzig zu verfolgen ist.

Auch die Story an sich mag zwar etwas altbacken wirken, macht aber dennoch Spaß - und hängt sich auch nicht zu sehr an blutigen Szenen mit den Untoten auf. Hier wird schön das gesellschaftliche Drumherum dargestellt, wobei es sicher auch interessant gewesen wäre, zu ergründen, wie Zombies eine Gesellschaft aufbauen können. Aber dies ist, ob des teilweise offenen Endes, ja vielleicht eine Story für einen Nachfolgeband.

So baut sich langsam eine etwas stillere Atmosphäre auf, die aber, wie bereits erwähnt, nicht abträglich ist. Sicher, es gibt jetzt keine allzu großen Actionszenen, der ganze Roman lebt quasi von den Entwicklungen von und um Werther (und auch das Auftauchen von Frankenstein am Ende sorgt für einige Schmunzler). Aufgrund der anderen Erzählweise und der humorigen Art bleibt der Band aber auch hier gut zu lesen und ist auch von der Länge her genau richtig geraten, immerhin hätte der Kreislauf auch ewig so weitergehen können.

Fazit: Ein etwas ruhigerer Band mit neuem "altem" Erzählstil, der aber durchaus Spaß macht und für nette kurzweilige Unterhaltung sorgt.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Die Leichen des jungen Werther"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Susanne Picard

Preis 12.95 Euro

Umfang 284 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833222566

(tg - 21.04.11)


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