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Thomas Götz (tg)01.12.13

"Wunderschönes Chaos"

Gary Russell

Inhalt

Donna Noble ist zurück in London, um Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und von ihren Abenteuern mit dem Doktor zu berichten. Ihr Großvater, Wilfred, ist besonders gut gelaunt – er hatte einen neuen Stern am Himmel entdeckt, der daraufhin nach ihm benannt wurde. Er nimmt den Doktor, als Ehrengast, mit zu der Benennungszeremonie. Doch der Doktor ist misstrauisch, auch über andere Veränderungen, die man am Himmel beobachten kann. Vor allem dieser eine Stern dort hinten. Nein, nicht der. Der da, ein Stück weiter links … Kurz darauf wird die Weltbevölkerung von einer mysteriösen, lilafarbenen Energiematerie kontrolliert, die die Persönlichkeit ändert und die die Menschen seltsamen Handlungen zwingt. Eine alles verzehrende, finstere Macht aus dunkler Vorzeit ist zur Erde gekommen … und keiner kann sich davor schützen!

Kritik

Der zweite „neue“ deutsche Who-Roman kommt nun im Taschenbuch daher und stellt den auch hierzulande (aber dadruch bedingt, dass kaum ein anderer hier bekannt ist) beliebten 10.Doctor zusammen mit Donna Noble in den Vordergrund. Als besonderes Schmankerl für die Fans handelt es sich bei der Story auch noch um die Fortsetzung einer Story des vierten Doctors, denn Mandragora taucht wieder auf.
Der zweite deutsche Doctor Who-Roman.

Als Autor dieser Story hat sich Gary Russell hervorgetan, der bereits an Doctor Who und Torchwood mitgearbeitet hat und auch in der Entwicklung der in Britannien bekannten Audiodramen (Hörspiele) zu Doctor Who mitmischt. Kann bei dieser Kombination eigentlich noch etwas schief gehen?

Nun ja, so einiges, denn der Teufel liegt an dieser Stelle (leider) im Detail. Zunächst mal ist es gut, das der Doctor und Donna so flapsig reagieren, wie sie es in der Serie auch tun. Das ist nicht nur witzig und spritzig sondern auch fast 1:1 vom TV-Bildschirm übertragen. Das Problem ist nur, das es nicht so recht zu zünden vermag. Es fehlt eben das quirrlige, das Donna und den Doctor auszeichnet und das nur Tennant und Tate auf dem Schirm herüberbringen können. So wirkt das Ganze an manchen Stellen etwas zu aufgesetzt.

Auch sonst hat man ab und an den Eindruck, ein Kinderbuch zu lesen, etwa wenn Passagen mit wenigen Worten abgekürzt werden oder der Schreibstil ganz einfach gehalten ist. Mag sein, das Doctor Who eine Familienserie ist, ein ein wenig düsterer und erwachsenerer Touch hätte dem Buch aber mit Sicherheit gut getan.

Das letzte Manko ist die etwas in die Länge gezogene Handlung. Nicht, das dies grundsätzlich schlecht wäre, wenn das Stilmittel stimmt. So aber werden beispielsweise Leute eingeführt, die von der Mandragorahelix besessen werden, von denen man aber im restlichen Verlauf des Buches nichts mehr hört. Das mag dramaturgisch zur Einführung des Bösen sinnvoll sein, wirkt im Kontext mit diesem Roman aber etwas zu aufgesetzt und zu sehr als Füllmaterial.

Hinzu kommen ein paar merkwürdig anmutende Szenen. Ein Beispiel: Der Doctor wird KO gehauen (warum er am Leben gelassen wird, ist auch so eine Sache, die später mit einem Nebensatz abgetan wird), Donna rennt nach Hause (wenn auch auf Befehl des Doctors) und schläft erstmal aus. Dabei kommt Wilfreds große Chance und er fährt zum Observatorium, wo der Doctor liegt (der mittlerweile sicher auch ausgeschlafen hat). Beide vereint machen sie sich auf, nur um wenig später auf Donna zu treffen, die sich ihnen wieder anschließt. Dies wirkt ebenso sinnlos wie die zu anfang auftauchenden zwei Jungen, die kurzzeitig mitgeschleppt, dann aber wieder wegkomplimentiert werden.

All das sind die Stolpersteine, denen sich dieser Roman stellen muss. Aber taugt denn dann wenigstens die restliche Handlung?

Immerhin, das tut sie, denn die Mandragora-Story vermag durchaus recht witzig zu sein, ist eine Verbeugung vor den Fans, da sie den Bogen zum 4.Doctor schlägt und auch Wilfred und Donna bekommen ihre Charakterszenen, wenn sie etwa sich um Netty Sorgen oder Donna einen liebevollen Brief an ihre Mutter schreibt. Zumindest das wurde gut getroffen, auch wenn die Story ein paar Highlights vermissen lässt und in Grundzügen an ähnliche Stories aus dem TV erinnert.

Fazit: Eine etwas seichte Story, die allerdings zuviele Mankos im Detail aufweist. Hier hätte etwas Feinschliff sicher mehr herausholen können, so rettet sich der Band geradeso ins Mittelmaß. Aber immerhin, es geht aufwärts ;-).

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Doctor Who - Wunderschönes Chaos"

Originaltitel "Doctor Who - Beautiful Chaos"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Gary Russell

Übersetzer Susanne Döpke

Preis 12,80 Euro

Umfang 251 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 9783862453119

(tg - 01.12.13)


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