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Thomas Götz (tg)28.10.12

"Casino Royale"

Ian Fleming

Inhalt

Der britische Geheimagent wird nach Frankreich geschickt, um einen feindlichen Agenten beim Kartenspiel zu ruinieren Geheimdienstchef M schickt Bond auf eine Mission, um einen russischen Agenten namens Le Chiffre auszuschalten. Er soll ihn am Baccarat-Tisch ruinieren und so seine sowjetischen Auftraggeber zwingen, ihn in den Ruhestand zu schicken. Zunächst scheint es so, als ob das Glück Bond hold ist - Le Chiffre hat eine Pechsträhne. Doch manche Leute weigern sich einfach, nach den Regeln zu spielen, und die Anziehungskraft, die eine schöne Agentin auf Bond ausübt, führt ihn zuerst ins Unglück und dann zu einem unerwarteten Retter.

Kritik

Passend zum Start des neuen Bond-Streifens „Skyfall“ kommen die ersten drei Bände der Originalromane von Ian Fleming in einer neuen Übersetzung heraus. Bereits 1953 erschien dieser erste James Bond-Roman – aber kann ein derart alter Roman heute überhaupt noch jemanden vom Hocker hauen?
Der erste James Bond-Roman in gelungener Neu-Übersetzung.

Die überraschende Antwort: er kann. Sicher, Flemings Romane sind geprägt vom Kalten Krieg und vom Ende des Weltkrieges, was auch immer hier wieder eingeflochten wird. Auch Bond ist da kein unbescholtenes Blatt. Zudem sind fast alle Charaktere, auch die weiblichen, ausgeprägte Kettenraucher – auch ein Typismus dieser Zeit. Was den Roman aber darüber hinaus prägt ist ein überbordendes Maß an Gewalt und Erotik – für die damalige Zeit sicher ungewöhnlich (und typischerweise auch etwas, wo man mit Zensur ansetzen kann).

Den meisten dürfte Casino Royale so oder so durch den Craig-Film bekannt geworden sein und erstaunlicherweise hat man sich im Film nah am Buch orientiert. Natürlich kann man den Film (bzw. die Filme) und die Buchreihe eigentlich nicht vergleichen, der geneigte Leser und Bond-Fan wird darüber aber nicht hinwegkommen. So gibt es zwar keinen Airbus im Roman aber das Prinzip, gegen den bankrotten Le Chiffre zu spielen und ihn fertig zu machen wurde ebenso im Film umgesetzt wie auch die anschließende Folter von Bond. Man hat sich also ziemlich genau an die Vorlage gehalten, auch wenn im Film ein Pokerspiel gespielt wurde und im Buch Baccara (das aber zugegebenermaßen kaum einer kennen dürfte).

Auch hier wurde das Spiel nicht über die Maßen in die Länge gezogen sondern schnell und spannend abgehandelt, fast wie im Film. Flemings Bond ist auch nicht der coole Machotyp, als der er in einigen Filmen gezeigt wurde, sondern extrem verletzlich und steckt vieles nicht so einfach weg (auch etwas, das Craig gut umgesetzt hat). Gerade diese Menschlichkeit macht ihn wohl derart zugänglich, dass man von der Geschichte schnell in seinen Bann gezogen wird. Die zweite Protagonistin ist natürlich Vesper Lynd, die eine fast ebenso tiefe Bandbreite an Charakterszenen wie Bond selbst erhält.

Zwar kommen auch einige alte Bekannte vor, wie etwa Felix Leiter oder Mathis, diese tauchen aber eher am Rande auf und legen eher das Grundgerüst für folgende Romane. Le Chiffre bekommt noch etwas Raum, in soweit, das er Bond zum Nachdenken bringt und dieser wirklich fast kündigt.

Ansonsten läuft die Story in gewohnter Bahn ab: das Spiel, das Bond knapp gewinnt, der Verrat und eine geheimnisvolle Organisation, die die Fäden zieht und Lust auf mehr macht. Ein klassischer spannender Agententhriller, der in der Tat von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln weiß, auch weil er vielleicht nicht ganz so komplex geschrieben ist wie heutige Romane.

Fazit: Ein würdiger und spannender Auftakt der James Bond-Reihe, der auch heute, 60 Jahre nach seinem ersten Erscheinen, noch immer rundum zu überzeugen weiß.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "James Bond 1 - Casino Royale"

Originaltitel "James Bond 1 - Casino Royale"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Ian Fleming

Übersetzer Stephanie Pannen, Annika Klüver

Preis 11,80 Euro

Umfang 240 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 9783864250705

(tg - 28.10.12)


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