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SF-Zone News

Thomas Götz (tg)11.11.12

"Leben und Sterben lassen"

Ian Fleming

Inhalt

Die wunderschöne, hellseherisch begabte Solitaire ist die Gefangene (und Handlangerin) von Mr. Big – Meister der Angst, Verbrechenskünstler und Voodoobaron des Todes. James Bond hat keine Zeit für solchen Aberglauben – er weiß, dass Mr. Big außerdem ein hochrangiger feindlicher Agent und eine echte Bedrohung ist. Mehr als das: Nachdem er ihn durch die Jazzkneipen von Harlem, die Everglades und schließlich bis in die Karibik verfolgen konnte, wird 007 klar, dass es sich bei Mr. Big um einen der gefährlichsten Männer handelt, denen er jemals begegnet ist. Und niemand, nicht einmal die rätselhafte Solitaire, kann sich sicher sein, wie ihr Wettkampf ausgehen wird …

Kritik

Auch der zweite James Bond-Roman aus Ian Flemings Feder stammt aus dem Jahr 1954 und liegt hier in einer Neuübersetzung vor. Sittenwächter werden hier wohl gleich Alarm schlagen, denn auch diesem Roman merkt man deutlich die Spuren seiner Zeit an. So werden die Schwarzen in diesem Buch als „Neger“ bezeichnet und auch sonst wird zwischen ‚negroiden‘ und ‚Weißen‘ unterschieden. So etwas würde man natürlich in keinem Buch heutzutage mehr lesen, würde es doch als rassistisch gelten. Davon abgesehen gibt es die obligatorischen Raucheinlagen, die aber nicht mehr so stark zum Tragen kommen wie noch im Ersten Band.
Mr Big bedroht die Welt - und nur Bond kann ihn stoppen.

Im Vergleich zum Film gibt es natürlich wesentliche Unterschiede. So endet Felix Leiter z.B. bereits hier als Haifutter (in der Filmreihe erst in „Lizenz zum Töten“ passiert) und auch die Handlung von „Leben und Sterben lassen“ ist anders als die Filmversion. Hier tauchen Goldmünzen auf, die von einem Mr. Big vertrieben werden. Bond soll herausfinden, woher das Geld kommt und ob Big Dreck am Stecken hat – was dieser natürlich hat, immerhin ist er Mitglied von SMERSH, der „Erzfeindorganisation“ aller Agenten bzw. Bonds.

So haben aber auch einige weitere Bekannte Bonds einen Auftritt, etwa Quarrel und Strangways, die ja in ‚Dr. No‘ getötet werden (zumindest in der Filmreihe, da dieser Film den ersten Bondfilm überhaupt darstellte), aber auch die Abteilung Q, die zwar nicht so sehr Gadgets wie in den Filmen herstellt sondern eher bodenständige „Normale“ Ausrüstung liefert. Von Q selbst fehlt allerdings noch jede Spur.

Bond muss im vorliegenden Band also eher Ermittlungsarbeit leisten, was eher dem typischen Agentenleben entspricht, denn das es an jeder Ecke vor Action knallt. Allerdings ist dies auch eine der Schwächen des Buches, denn im Grunde gibt es ein paar Längen, etwa die Flucht von Solitaire und Bond, die schnell zu eher langweiligen Passagen werden, ebenso wie etwa, das es gelingt, Bond zweimal mit gefakten Anrufen aus dem Haus zu locken. Das Ganze mag realistisch sein und eher bodenständiger Agentenarbeit der damaligen Zeit entsprechen, nimmt aber Tempo aus dem Roman, das „Casino Royale“ noch zu bieten hatte.

Auch sonst bleibt Bond im vorliegenden Fall blasser als noch einen Roman früher. Sicher zeigt er noch Mitgefühl, etwa für Leiter und Solitaire, ein richtig gehendes Auf- und Ab, wie im erwähnten ersten Teil der Reihe, gibt es aber hier nicht und man vermisst es stellenweise durchaus. Auch Mr. Big bleibt etwas blass und lediglich Leiter und Solitaire bekommen noch ein paar Extraszenen spendiert, die allerdings auch etwas zu kurz geraten sind.

Dafür verzichtet Fleming aber auch diesmal nicht auf den Einsatz von Erotik und Gewalt. Auch wenn es auch nicht mehr ganz so brutal zugeht wie im Erstling bleibt auch dies noch in guter Erinnerung und dürfte wohl in der damaligen Zeit weiterhin ein Novum gewesen sein. Natürlich reicht das allein nicht aus, den Roman zu tragen bzw. zu retten, und so bleibt ein zwar gutes Buch, das aber über viele Strecken etwas enttäuschend ist.

Fazit: Ein gut geschriebener Roman, der aber einige Längen aufweist, die etwas Tempo aus dem Buch nehmen, so dass er nicht mehr ganz so fesselnd ist wie der Vorgänger. Alles in allem grundsolider Lesespaß, aber nicht mehr.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "James Bond 2 - Leben und Sterben lassen"

Originaltitel "James Bond - Live and let die"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Ian Flwming

Übersetzer Stephanie Pannen, Annika Klüver

Preis 12,80 Euro

Umfang 330 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 9783864250729

(tg - 11.11.12)


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