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Thomas Götz (tg)14.11.12

"Moonraker"

Ian Fleming

Inhalt

Auf Ms Bitte hin tritt Bond gegen Sir Hugo Drax am Kartentisch an. Er soll dem Millionär und Kopf des Moonraker-Projektes eine Lektion erteilen, die er nicht so schnell vergessen wird, und einen Skandal verhindern, der das neueste Abwehrsystem Großbritanniens betrifft. Aber hinter dem mysteriösen Drax steckt mehr als ein einfacher Kartenschwindler. Und als sich Bond erst einmal genauer mit den Geschehnissen in der Moonraker-Basis befasst, entdeckt er, dass sowohl das Projekt an sich wie auch dessen Leiter etwas anderes sind, als sie zu sein vorgeben …

Kritik

Der dritte Bond-Roman von Ian Fleming handelt von Moonraker - und Fans der Filmreihe werden diesen Streifen vermutlich vor allem wegen seiner Weltraumsequenzen in Erinnerung haben, die ja damals im Zuge des Star Wars Booms eingeführt wurden. Damit hat der Roman allerdings rein gar nichts mehr zu tun - oder besser gesagt, der Film, denn das Buch gab es natürlich früher. Und es ist ja auch kein Wunder, denn es wurde 1955 veröffentlicht, ganze 14 Jahre vor der ersten Mondlandung und zu jener Zeit war der Weltraum natürlich für die Menschen noch unerreichbar.
Der dritte Bond aus Flemings Feder.

Die Handlung dreht sich hier um die Moonraker-Rakete, die wohl stärkste Atomrakete, die je gebaut worden war. Natürlich wurde sie von Deutschen gebaut, die für England schuften - womit wir auch gleich bei einem Hauptthema des Romans wären, denn die Bösewichte sind diesmal Nazis (kein Wunder also, das der Roman in Deutschland zunächst zensiert wurde). Leider führt dies aber dazu, das manche Stellen des Romans etwas vorhersehbar werden, etwa die Stelle, was wirklich hinter Drax steckt. Findige Leser werden das nach nur wenigen Seiten aufgedeckt haben. Und ähnlich wie im Vorgänger "Leben und Sterben lassen" werden auch hier wieder einige Klischees zu "Deutschen" bedient. Aber dies ist wohl eher auch dem Spiegelbild der damaligen Zeit zuzuschreiben.

Charakterlich darf diesmal nicht nur Bond wieder brillieren, sondern auch M zeigt seine menschliche Seite (und wird sogar merkwürdigerweise als Admiral M vorgestellt...). Daneben stehen ein obligatorisches Bond-Girl und die erwähnten Bösewichte, die aber, wie ebenso bereits erwähnt, etwas blass bleiben. Gala Brand bekommt allerdings Tiefe und einige sehr schöne Szenen nebst einem überraschenden Ende, bei dem auch Bond mal einstecken muss.

Überhaupt einstecken: Bei all der Folter, die Bond über sich ergehen lassen muss (sowohl hier als auch bereits in den Vorgängern), ist es ein Wunder, das er noch nicht umgefallen ist. Auch hier muss er wieder einige Torturen überstehen, wobei die Gewalt- und Erotikschraube nun etwas zurückgefahren wurde. Auch der Rauch- und Essensanteil, der in den ersten beiden Bänden noch Seiten einnahm, ist merklich reduziert. Sehr zum Glück des Lesers. Allerdings wird Bond auch diesmal wieder gekidnappt - hier wäre ein etwas anderer Verlauf durchaus wünschenswert gewesen - und man fragt sich, warum die Bösewichte unseren lieben Agenten nicht einfach töten. Auch der Anfang im Spielcasino wirkt noch ein wenig, wie aus Casino Royale abgekupfert, und der Satz, das Bond das Geld schnell wieder ausgeben soll, wird in der Filmreihe erst in Octopussy Bonds Gegenspieler in den Mund gelegt. Auch das "zufällig" das U-Boot mit den Bösewichten am Ende getroffen und abgeschossen wird, wirkt teilweise etwas hanebüchen.

So oder so, trotz dieser kleinen Mängel bleibt der Roman ein gut zu lesender Agententhriller, auch wenn sich das Hauptaugenmerk wieder auf Ermittlungstätigkeiten konzentriert. Als kleine Info am Rande erfährt man, das Bond etwa 1500 Pfund im Jahr verdient - soviel verdient man heute schon monatlich - und das ein nagelneues Auto nur 5000 kostet. Das waren noch Zeiten bzw. Preise.

Fazit: Ein, trotz einiger größerer Schwächen, gut geschriebener Roman, der nicht umsonst als einer der Highlights der Reihe gehandelt wird.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "James Bond 007 (3) - Moonraker"

Originaltitel "James Bond 007 - Moonraker"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Ian Fleming

Übersetzer Stephanie Pannen, Annika Klüver

Preis 12,80 Euro

Umfang 340 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 9783864250743

(tg - 14.11.12)


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