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Thomas Götz (tg)28.11.17

"Vagant"

Peter Newman

Inhalt

In einer postapokalyptischen Fantasy-Welt macht sich der namenlose Vagant mit einem Säugling im Arm auf die Reise. Sein Ziel: die letzte Zuflucht der Menschheit. Dorthin soll er ein mächtiges Schwert bringen. Die einzige Waffe, die den dämonische Ursupator vernichten kann.

Kritik

Die "Vagant Trilogie" startet eine neue Reihe in einer dystopischen Welt, wobei unklar ist, ob es sich dabei um eine zukünftige Erde handelt. Daher an dieser Stelle die Ausgangslage in Kürze: Die Sonne ist entzwei gebrochen und zu zwei Gestirnen geworden, ein Riss im Boden hat Dämonen auf die Welt losgelassen und die Seraphritter, die dies verhindern wollten, wurden fast komplett ausgelöscht. In diese Welt kommt der Vagant, der das Schwert der alten Ordenshüterin besitzt und ein Baby.
Teil Eins einer neuen Reihe über eine Dark Fantasy-Welt.

Im Verlauf des Romans erfährt man auch Details zur Vergangenheit unseres Helden, die immer mal dezent eingestreut werden und nie zu aufgesetzt wirken. Auch die Dämonen, die sich untereinander bekriegen, bekommen ab und an solche Szenen eingestreut. Wobei die Geschichte an sich etwas wie ein Fantasy-Klassiker wirkt: Ein einsamer Held zieht los, um den Oberdämon zu bekämpfen.

Aber an der Stelle sollte man sich nichts vormachen. Der Roman ist anders als andere. Wer hier eine lineare Geschichte wie andernorts erwartet, der wird umdenken müssen. Zwar ist die Handlung an und für sich linear, der Schreibstil ist aber schon einmal anders. Dies beginnt damit, das unser Held nicht sprechen kann. Die Geschichte wird also quasi aus einer Art Beobachterperspektive unseres Helden erzählt, dessen Gedankenwelt teils verschlossen bleibt. So entsteht ein etwas fremdartiger Eindruck, der aber mal erfrischend anders ist.

Auch sonst erhält man zu Beginn keine Einführung in die fremde Welt. Diese erschließt sich nach und nach in den Dialogen oder Bemerkungen und auch hier muss man als Leser mitdenken, um der Handlung folgen zu können. Keine einfache leichte Kost also, wobei das Gute an dieser Stelle ist, das die Einführung der Welt auf diese Art sehr gut funktioniert. Nur wenige Geschichten bekommen dies so flüssig und stimmig hin, während sie den Leser quasi mitten ins Gefecht werfen. Ein weiterer Pluspunkt der Geschichte.

Und auch weiterhin werden neue erzählerische Wege beschritten. Wenn man sich dem Held nicht "menschlich" nähern kann, so braucht man einen Sidekick an der Seite, der einem den Helden näherbringt. Doch auch hier spielt Newman mit den Erwartungen der Leser. Denn die ersten Gefährten werden, nachdem sie sich dem Helden angeschlossen haben, gnadenlos niedergemetzelt. Niemand ist sicher und gerade wenn man als Leser glaubt, einen Bezugspunkt gefunden zu haben, wird dieser wieder hinweggewischt. Dadurch wird auch die brutale Welt unterstrichen, denn hier kämpft wirklich jeder Selbst um Leben und Tod und Gnade gibt es nicht.

Erst ab Seite 150 etwa kommt dann ein etwas längerer Begleiter zu der illustren Truppe - oder genauer gesagt zwei, wobei letztere noch einen kleinen Twist beinhaltet, der an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Auch hier gilt aber: wer sich zu tief mit den Charakteren verbunden fühlt wird auch bald eines Besseren belehrt. Der Rest der Geschichte entspricht dann zwar einer klassischen Quest, die dunkle Welt zieht aber auch weiter in ihren Bann und es gibt, bis hin zum offenen Cliffhanger-Ende, noch den ein oder anderen Fallstrick und die menschlichen Abgründe zu bestaunen.

Dies zusammen ergibt ein durchaus rundes und schönes Gesamtbild, das jeder für sich selbst erleben sollte.

Fazit: Allein durch den anderen Schreibstil wird hier eine fremde, brutale Welt erschaffen, bei der man beim Lesen voll bei der Sache bleiben muss. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und sich auf die neuartige Erfahrung einlässt, wird mit einer durchaus guten Story belohnt.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Vagant-Trilogie 1 - Vagant"

Originaltitel "The Vagrant"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Peter Newman

Übersetzer Helga Parmiter

Preis 16.- Euro

Umfang 445 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-495-9

(tg - 28.11.17)


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