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Sara Hoeft (sho)21.08.12

"Als die schwarzen Feen kamen"

Anika Beer

Inhalt

Die 15jährige Marie erleidet seit dem Tod ihres Vaters immer wieder Anfälle, die kein Arzt erklären kann. Von einem Psychotherapeuten erhält sie Tabletten, die zunächst zu wirken scheinen. Als sie nach einem Streit mit ihrer besten Freundin wieder einen Anfall bekommt, beginnen merkwürdige Ereignisse und düstere Träume über eine Obsidianstadt, die dunkel und verlassen in ihrer Fantasie existiert.

Außerdem wird sie von Gabriel, dem Schwarm der Schule, angesprochen. Er warnt sie, denn er vermag es, die sich in den Schatten der Menschen verbergenden Monsterwesen zu sehen. Im Fall von Marie erkennt er schwarze Feen, die sich für Schattenwesen untypisch verhalten. Auch wenn Marie zunächst an einen schlechten Scherz glaubt, versuchen sie bald gemeinsam, mehr über die schwarzen Feen herauszufinden. Denn diese Wesen versuchen, aus Maries Schatten und somit aus der Obsidianstadt herauszutreten. Die Feen erhalten Hilfe von Lea, die Marie ähnelt und in der Obsidianstadt wohnt.

Können Marie und Gabriel sie aufhalten?

Kritik

Schon im März 2012 ist bei cbj das Jugend-Fantasybuch-Debüt der Autorin Annika Beer erschienen.
Inspiriert durch die Fee aus Peter Pan, hatte die Autorin Anika Beer eine zündende Idee: Wenn gute Gedanken (mehr oder weniger) gute Feen gebären, was entspringt dann den schlechten Gedanken? Ihre unheimliche Antwort: Die Monster, die sich für uns unsichtbar in unseren Schatten verbergen - wie die schwarzen Feen.

Zunächst greift das Jugendbuch typische Teenager-Themen wie etwa Streit mit den Freundinnen, Jungs und der Mutter auf. Doch bald geht das Buch viel tiefer: Das eigentliche Thema ist das Kindheitstrauma, ihren Vater zu verlieren, und die darauf folgende Vergangenheitsbewältigung. Gelungen ist die Verkörperung ihrer dunklen Gedanken wie Wut, Ärger und Enttäuschung durch die schwarzen Feen, die auch ihre Anfälle verursachen. Die Obsidianstadt war einmal ein Fantasy-Rückzugsort - erdacht von Marie mit ihrem Vater. Nach seinem Tod hatte Marie diese Welt verdrängt, da die Erinnerung an ihren Vater zu schmerzhaft war. Doch durch den Versuch der Feen in die Realität einzudringen, ist Marie gezwungen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und kommen realistisch herüber. Jedoch ist zu erwarten, dass Maries Handlungsweisen nicht für jeden Leser nachvollziehbar sind. Erwachsene werden insbesondere Probleme mit der Nachvollziehbarkeit haben. Zu verwirrend und unlogisch können Maries Verhalten und Gedankengänge sein. Aber ist es nicht genau das Verhalten, das einen Teenager ausmacht, der zum ersten Mal verliebt ist? Folglich ist es der Autorin Anika Beer sehr gelungen, aus Marie einen typischen Teenager zu machen - ohne Ecken und Kanten auszulassen. So kann das Buch auch erwachsene Leser daran erinnern, wie es war, ein Teenager zu sein.

Die Entwicklung vom unnahbaren und neben ihren schillernden - aber zickigen - Freundinnen unauffälligen Teenager zu einer starken, entschlossenen Persönlichkeit, die zum ersten Mal liebt, wird erlebbar und nachvollziehbar beschrieben. Gabriels Entwicklung kommt dagegen nur schwach daher. Man erfährt zwar, dass er an der alten Schule als Freak bezeichnet wurde und er daher Probleme hat, sich anderen Menschen – auch Marie - zu öffnen, doch an dieser Schule zu den beliebten Schülern gehört. Aufgrund seines Hintergrundes dauert es, bis er Marie genug Vertrauen schenkt, um sie in seine Geheimnisse einzuweihen.

Annika Beer besitzt das richtige Händchen, beim Leser Bilder von den Ereignissen vor dem inneren Auge zu zeichnen. Insbesondere die Obsidianstadt ist hervorragend beschrieben. Die Atmosphäre des Buches ist düster und unheimlich.

Anzumerken ist, dass sich wohl eher Mädchen und Frauen mit diesem Buch identifizieren können. Geschuldet ist diese Schlussfolgerung durch die Liebesgeschichte, die zwar nicht das Hauptthema ist, jedoch eine doch erhebliche Rolle spielt. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte. Die Düsternis des Buches wird durch die Umrandung mit den schwarzen Händen angedeutet.

Fazit: "Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer ist ein gelungenes, düsteres - aber auch gefühlvolles - Fantasy-Buch, welches insbesondere für weibliche Teenager und Erwachsene geeignet ist, die sich erinnern, wie es war, ein Teenager zu sein.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Als die schwarzen Feen kamen"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Anika Beer

Preis 12,99 Euro

Umfang 448 Seiten

Verlag cbj

ISBN 978-3-57040-147-7

(sho - 21.08.12)


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