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Christiane Gref (gr)25.03.13

"Sternentor"

Gareth Powell

Inhalt

London in nicht allzu ferner Zukunft. Ed und Verne sind Brüder - und sie lieben die gleiche Frau. Während Verne mit ihr verheiratet ist, muss sich Ed mit einer Affäre mit ihr begnügen. An dem Tag, an dem Ed ihm sein Verhältnis zu Alice gesteht, stürzt Verne in eine Lichtkorona, die sich plötzlich in einer U-Bahn-Station auftut. Wissenschaftlern zufolge handelt es sich um Teleportationstore, die auf fremde Planeten führen. Ed und Alice entscheiden sich, Verne hinterherzureisen.

Katherine Abdulov ist Weltraumpilotin. Abgebrannt und desillusioniert befördert sie Frachtgut oder verdingt sich als Söldnerin für gefährliche Einsätze. Ihr Ziel ist es, den ungastlichen, eiskalten Planeten zu verlassen, auf dem sie gestrandet ist. Doch Treibstoff ist teuer. Daher nimmt sie einen lukrativen Auftrag an, um die Tankfüllung auf ihren Heimatplaneten Strauli bezahlen zu können. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ihre Familie, die Katherine einst verstoßen hat, nimmt sie wieder gnädig in ihre Reihen auf, wenn Katherine sich auf eine gefährliche Reise einlässt. Ihr Konkurrent: Exfreund Victor.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben.

Kritik

Liebesroman oder Weltraumabenteuer? Lesen Sie hier die Rezension unserer Redakteurin Christiane Gref.
Anfangs fragte ich mich, warum der Autor zwei Handlungsstränge eröffnet, die so gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Dies bleibt auch noch lange unklar. Bis sich plötzlich die Puzzlestückchen ineinanderfügten. Die Auflösung halte ich für gut gelungen, auch wenn die Handlung am Ende stellenweise arg konstruiert wirkt.

Was für Menschen sind die Hauptdarsteller? Ed ist Künstler und meistens brotlos. Doch er hat einen zähen Überlebenswillen, den er schon in der Einstiegsszene unter Beweis stellt. Verne kommt etwas arrogant rüber, ist reich und das krasse Gegenteil seines Bruders. So verwundert es nicht, dass Alice - ganz die Opportunistin - Verne als Ehemann auserkoren hat und nicht Ed. Hier hätte mir ein wenig mehr Zerrissenheit von Alice gefallen. Sie steckt all die Abenteuer, die sie mit Ed während der Reise zu fernen Galaxien erlebt, einfach so weg. Sie entwickelt sich nicht im Laufe der Geschichte, was ich persönlich schade finde, denn man hätte aus ihr eine facettenreiche Persönlichkeit stricken können.

Katherine hingegen finde ich sehr gelungen. Sie handelt oft skrupellos, aber nie grundlos. Sie ist stark und sie hat Schwächen, sie ist sympathisch und überzeugend. Ihr Exfreund Victor bleibt bis etwa zur Mitte des Buches ein Mysterium. Er hat eine dubiose Vergangenheit und ich fragte mich, warum jemand wie Katherine jemals mit einem Mann wie ihm zusammen sein konnte. Victors Vergangenheit wird in Happen serviert und irgendwann versteht man seine miesen Beweggründe.

Der Plot: Anfangs vermutete ich eine actiongeladene Liebesgeschichte im Stil von "Das fünfte Element". Im Verlauf wandelte sich die Handlung zu einer Reise durch die verschiedensten Welten - "Star Wars" lässt grüßen. Und dann mutierte der Plot zu einem Thriller, als eine Welten vernichtende Präsenz auf den Plan trat. Ich finde das klasse, weil sich der Roman damit schlecht in eine Schublade stopfen lässt. Von jedem ein wenig und das Ganze recht unterhaltsam geschrieben. Zum Pageturner wird das Buch ab dem letzten Drittel.

Die Technik und die Weltenbeschreibung: Es gibt in diesem Roman Sprungschiffe, die durch Wurmlöcher reisen. Während die Raumpiloten während eines Sprungs nicht altern, dreht sich die Zeit auf dem Heimatplaneten ganz normal weiter. Diese Erfahrung macht auch Katherine, deren Vater für ihre Wahrnehmung binnen weniger Tage, die sie selbst im Weltraum unterwegs ist, zum Greis wird. Die Welten sind anschaulich beschrieben, ich konnte mir die einzelnen Handlungsorte jedenfalls problemlos vorstellen. Das sorgt für reichlich Abwechslung, ist gewissermaßen das Salz in der Suppe.

Was nicht so schön war, waren die zahlreichen Rechtschreibfehler. Das darf einem Verlag wie Heyne normalerweise nicht passieren. Hier und da fehlten Buchstaben. Auch dem Stil hätte ein wenig mehr Lektorat gut getan, denn in einigen Passagen häuften sich die Wortwiederholungen.

Fazit: Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Roman, der mit immer neuen Spannungselementen zu fesseln weiß.

(Anmerkung: Die Rezension bezieht sich auf die E-Book-Ausgabe für Adobe Digital Editions.)

Diese Romanrezension ist auch zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in der März-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Sternentor"

Originaltitel "The Recollection"

Buchreihe Fantasy-Romane

Autor Gareth Powell

Übersetzer Christian Jentzsch

Preis 9,99 Euro

Umfang 384 Seiten

Verlag Heyne

ISBN 978-3453314443

(gr - 25.03.13)


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