Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)24.12.07

"Sacred 2 - Der Schattenkrieger"

A.D. Portland

Inhalt

Ein unheiliger Zauber reißt Garlan nach Jahrhunderten des Todesschlafes zurück in die Welt der Sterblichen. Einst ein mächtiger Krieger, ist er nun eine Schachfigur im geheimen Krieg zwischen Elfenadel und den Inquisitoren. Um seine Seele zu retten, muss Garlan jene sagenumwobene "Große Maschine" finden, die ihrem Besitzer die ultimative Macht über Ancaria verleihen wird. Gejagt von den Häschern des skrupellosen Großinquisitors, verfolgt Garlan die rätselhafte Spur der äonenalten Maschine - quer durch eine Welt, die schon längst nicht mehr seine eigene ist. Doch der gefährlichste Gegner lauert in Garlans eigener Seele: Die Rückkehr von den Toten hat ihn auf ewig mit einer der mächtigsten Kreaturen verbunden, die je über Ancaria wandelte. In ihm schlummert... Der Schattenkrieger.

Kritik

1. Thomas Götz

Die Geschichte Ancarias geht weiter.
Der vorliegende Band macht einen Sprung vorwärts in der Geschichte von Sacred (kein Wunder, will man ja zur Geschichte von Teil 2 aufholen). Was zunächst wie eine altbekannte Story anmutet (immerhin geht es auch in diesem Buch um eine Abenteuerreise) entfaltet sich aber als durchaus nett zu lesender Roman, was nicht zuletzt an den guten Beschreibungen der Charaktere liegt.

Sicher, einige Szenen mögen recht vorhersehbar sein, so etwa die etwas eindimensionalen Bösewichte, die natürlich nichts anderes im Sinn haben, als die ultimative Macht. Selbst der Dämon in Garlan erweist sich als nicht so übel… Nichtsdestotrotz kann man die Odyssee unseres Hauptcharakters und vor allem auch seine Qualen sehr gut nachempfinden. Auch die Szenen um seine beiden Begleiter – von denen man bei einem immerhin weiß, das er ein Verräter ist – vermögen zu überzeugen und man will es eigentlich gar nicht so recht wahrhaben. Aber selbst die Beweggründe dieses Verräters sind nachvollziehbar und gut beschrieben.

Natürlich gibt es noch die ein oder andere Actionszene, die aber gut in die Charakterodyssee eingebaut ist und daher niemals aufdringlich wirken. Lediglich der Schluß und damit das recht offene Ende fallen ein bisschen ab, denn die Wiederbelebung von Assur wirkt dann doch etwas gekünstelt… und auch Garlan hat sein Seelenheil noch nicht gefunden, geschweige denn, das der Intrigenkampf der Bösen ein Ende gefunden hätte. Man darf also auf den Nachfolgeband gespannt sein.

Fazit: : Alles in allem ein schön zu lesendes Buch, mit ebenso schönen Charakterszenen, das in sich stimmig ist und durchaus zu überzeugen vermag.

2. Frank Drehmel

Da - wie dem Impressum zu entnehmen - auf eine Übersetzung des Romans verzichtet wurde, ist A. D. Portland folglich das Pseudonym eines deutschsprachigen Autors. Das kann in Anbetracht zahlreicher zweit- und drittklassiger deutscher, arbeitssuchender Romanheft-Schreiber Schlechtes bedeuten, muss es aber nicht. Nach den ersten Seiten ist man allerdings geneigt, die Kann-Alternative in Betracht zu ziehen, denn der pathetisch verschwurbelte, adjektivreiche Stil lässt tatsächlich Groschenroman- und FanFiction-Erinnerungen wach werden. Glücklicherweise schleifen sich die nervtötend aufgesetzt wirkenden Formulierungen im Laufe der Geschichte etwas ab, so dass im Großen und Ganzen ein genießbares Stück Fast-Food-Fantasy übrig bleibt.

Die Handlung ist zwar vorhersehbar und schöpft ihre Spannung im Wesentlichen aus der Frage, welcher von Garlans Begleitern aus welchem Motiv heraus die Gruppe verrät, aber einige Story-Elemente - etwa die Bücher fressenden, blinden Mutanten - haben durchaus Charme und zumindest die Grund-Atmosphäre, getragen von den dekadenten Elfen, stimmt auch. Insgesamt jedoch erfährt der Leser über die politischen und kulturellen zu wenig, um sich in der Welt von Ancaria wirklich heimisch zu fühlen. Der geradezu obsessiv verwendete Begriff “T-Energie”, der nicht auf Portlands Mist, sondern dem der Spiele-Macher gewachsen ist und der auf einer Skala von 0 (= perfekt stimmig) bis 10 (= völlig hirnrissig) eine glatte 15 erreicht, trägt sicher dazu bei, dass echte Fantasy-Gefühle zu selten aufkommen, weil er zu sehr an “Sciene Fiction”-Technik-Gebrabbel erinnert.

Die Protagonisten - insbesondere die Bösen - sind erwartungsgemäß nicht sonderlich originell gezeichnet, sondern folgen hinlänglich bekannten Stereotypen. Immerhin bemüht sich der Autor, Garlan als zerrissenen, um geistige Gesundheit ringenden Charakter rüberzubringen, wobei dessen Todessehnsucht bzw. der Wille zur endgültigen Erlösung letztlich aber doch rätselhaft und unerklärt bleiben.

Fazit: Gradlinige, schnörkellose Sword & Sorcery. Nicht sonderlich originell, insgesamt aber unterhaltsam.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Sacred 2 - Der Schattenkrieger"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor A.D. Portland

Preis 9.95 Euro

Umfang 282 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833215720

(tg, fd - 15.06.09)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017