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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)22.01.08

"Im Strom der Dunkelheit"

Aaron Rosenberg

Inhalt

Orgrimm Schicksalshammer hat den korrupten Kriegshäuptling Blackhand vernichtet und die Führung über die Horde der Orcs übernommen. Jetzt gilt es, den Rest Azeroths niederzuwerfen, damit sein Volk wieder über ein eigenes Reich herrscht. Anduin Lothar, ehemaliger Champion Sturmwinds, hat die Überreste seiner zerstörten Heimat hinter sich gelassen und ist nun an den Gestaden Lordaerons gelandet. Dort will er, unterstützt von dem edlen König Terenas, eine mächtige Allianz mit den anderen Nationen der Menschen schmieden. Doch selbst das mag nicht ausreichen, den wütenden Ansturm der Horde zu stoppen. Elfen, Zwerge und Trolle werfen sich in den Kampf, als die beiden Heere aufeinanderprallen. Wird die Allianz den Sieg davon tragen oder wird die Horde alles in einen Strom der Dunkelheit reißen?

Kritik

1. Thomas Götz

Eine neue Story aus dem WOW-Universum.
Waren bereits die StarCraft-Romane, die einfach nur die Spielkampagnen nacherzählten, nicht sehr herausragend, so wird man im vorliegenden Band glücklicherweise eines Besseren belehrt. Erzählt wird die Geschichte des zweiten Krieges, respektive WarCraft II, wobei nicht nur stupide die Missionen aus dem Spiel runtergerattert werden, sondern diese nur Beiwerk zur eigentlichen Handlung sind, die sich vor allem für Kenner des Spieles zwar wie gewohnt entfaltet, der man aber immerhin durch das viele Charakterspiel zwischen den Personen, welches das Spiel ja zwangsweise missen lies, neue Facetten abgewinnt.

Obwohl die Handlung also bekannt ist, machen die vielen eingeflochtenen Szenen um Lother und Doomhammer dies durchaus wieder wett. Das große Manko des Buches liegt leider an anderer Stelle: hier werden vergleichsweise wichtige Ereignisse eher lapidar nebenbei abgehandelt, Schlachten erstrecken sich auf wenige Seiten und der ganze Monatelange Krieg wird auf guten 350 Seiten abgehandelt, kurzum: das Buch wirkt leider an viel zu vielen Stellen einfach überhastet. Leider hat man nie das Gefühl, man ist wirklich im Geschehen sondern eher, das sich alles innerhalb weniger Tage statt erwähnter Monate abspielt. Viele wichtige Ereignisse werden auch einfach unter den Tisch gekehrt, wie etwa der Anriff auf Stratholme bzw. die Ölanlagen. Sicher, man muss nicht jedes Kriegsdetail erwähnen, dennoch hätte hier ein bisschen mehr Konsistenz durchaus gut getan. Wie bereits erwähnt werden andere Schlüsselereignisse dafür auf wenigen Seiten abgehakt, wie etwa Gul'dans Tod (immerhin der mächtigste Hexenmeister im WOW-Universum) oder die Kämpfe zwischen Greifen und Drachen.

So bleibt ein Werk zurück, das sich zwar gut liest, das aber weit davon entfernt ist, derart fesselnd zu sein, wie es hätte sein können, wenn man mit mehr Liebe zum Detail geschrieben hätte.

Zuguterletzt sei noch die Übersetzung erwähnt. Schön, das man hier etwas zurückgerudert ist und wieder englische Begriffe benutzt - so fühlt man sich wirklich gleich in die Zeit von WarCraft II zurückerinnert. Schade allerdings, das auch das nicht konstant durchgehalten wurde. Einige Namen wurden übersetzt, andere nicht, und was sich ergibt ist ein schönes Mischmasch, so das man nicht wirklich sagen kann, auf welche Seite (die Namen / das Universum betreffend) man nun die Übersetzung stellen soll - gut oder schlecht?

Fazit: Durchaus lesenswert, wenn auch etwas überhastete Story.

2. Frank Drehmel

Das Chaos greift nicht nur nach Azeroth, auch die verantwortlichen deutschen WoW-Redakteure scheinen nicht vor seinen Einflüsterungen gefeit. Das Erste, was dem aufmerksamen WoW-Leser auffällt, ist das erneute Hü in der Lokalisation der Namen. Nach dem erfreulichen Hott des Vorgängerbandes darf sich der patriotische Leser nun wieder mit englischen Namen wie Stormwind, Doomhammer u.v.a.m. rumärgern, was in Anbetracht der Tatsache, dass auf den deutschen WoW-Servern die meisten dieser Namen nur noch von historischer Bedeutung für einige Ewig-Gestrige sind, mehr als ärgerlich ist. Geradezu lächerlich wird das Ganze dadurch, dass das Hü eigentlich eher ein Hüt ist, denn nicht allen Namen widerfuhr das Unglück der “Re-Lokalisation”, sodass Eisenschmiede (Ironforge) neben Stormwind liegt und sich der Schattenhammer-Clan (Twilight Hammer) zum Blackrock-Clan gesellt. Wem das noch nicht wirr genug erscheint, der möge sich bitte erstens bemühen, die bisher bei Panini erschienen Warcraft-Romane in einen chronologische Reihenfolge zu bringen und zweitens zu klären versuchen, ob die Halbork Garona, welche König Llane tötet, ein vierjähriger Ork-Mensch- oder ein deutlich älterer Ork-Draenei-Mischling ist.

Doch genug des Quengelns; kommen wir zur inhaltlichen Kritik und der Frage, an welche Leserschaft sich dieser Roman richtet. Die alten WoW-Recken/innen können es nicht sein, da die hier geschilderten Ereignisse für sie zum einen alles andere als neu sind und zum anderen auch im Vergleich zur schon bekannten Chronologie deutlich gestrafft wirken. “Alt und unvollständig” wäre zumindest für mich kein sonderlich schlagkräftiges Kaufargument. Fantasyphile Nur-Leser werden auch kaum Freude an Rosenbergs Story finden, da sie mit den zahlreichen WoW-Namen (fast) nichts verbinden und der Autor zu vage erklärt und erläutert, um Hintergrund-Fremden einen plastischen Eindruck von Land und Leuten zu vermitteln. Übrig bleiben damit also nur die WoW-Noobs, die zu kurz dabei sind, um “konkret krassen Durchblick” zu haben, und die zudem nicht in der Lage sind, eine der vielen vollständig(er)en und übersichtlich(er)en WarCraft-Zeitlinien kostengünstig aus dem Zwischennetz zu laden.

Mir persönlich geht es - gelinde gesprochen - ziemlich auf die Testikel, einmal mehr etwas über die Invasion der Horde zu lesen, habe ich doch - als jemand, der die bisher erschienen Romane verschlungen hat (und WoW spielt) - das Gefühl, die gesamte Storyline tritt auf der Stelle. Der WarCraft-Hintergrund bietet viel - sehr viel - mehr Potenzial, als es das ständige Kreisen um die ersten Kriege und das Nacherzählen alter Hüte mit neuen Worten vermuten lassen. Nur Rosenbergs lockerem und gefälligem Stil ist es zu verdanken, dass ich überhaupt bis zum - hinlänglich bekannten - Ende durchhielt, wobei ich zugegebenermaßen die eine oder andere Passage nur überflogen habe.

Fazit: Ein ansprechend geschriebener WarCraft-Roman, der allerdings nur für Spiel-Einsteiger von Interesse ist!

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Wordl of WarCraft 3 - Im Strom der Dunkelheit"

Originaltitel "World of WarCraft –Tides of Darkness"

Buchreihe WarCraft/StarCraft

Autor Aaron Rosenberg

Übersetzer Mick Schnelle

Preis 9.95 Euro

Umfang 344 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833216409

(tg, fd - 28.01.08)


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