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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)18.09.07

"Resident Evil - Extinction"

Keith R.A. deCandido

Inhalt

Die mysteriöse Kämpferin aus Resident Evil: Apocalypse ist zurück! Zusammen mit den wenigen Überlebenden der grauenhaften Ereignisse in Raccoon City, bahnt sich die geheimnisvolle Alice einen Weg durch die verwüsteten Vereinigten Staaten. Ihr Ziel ist Alaska. Gejagt von den Lakaien des hinterhältigen Dr. Isaac, sehen sich Alice und ihre Begleiter mit weiteren tödlichen Bedrohungen konfrontiert: Mordlüsterne Zombies, die es auf ihr Fleisch abgesehen haben und die monströsen Laborratten der Umbrella Corporation, die es nach ihrem Blut dürstet. Alice hingegen sinnt nur auf eines: Rache für die vielen Opfer und für das, was ihr angetan wurde ... ALLES IST MÖGLICH ...

Kritik von Thomas Götz

Das Buch zum 3.Film.
Der neueste Streich aus der Resident Evil-Reihe stellt das Buch zum neuen Film dar. Gleich zu Beginn fallen einige Sachen ins Auge: So tauchen zum einen aus früheren Publikationen (und Spielen) bekannte Chars auf, so das sich das Buch (oder der Film, je nachdem wie man es sehen will) und damit quasi auch Alice besser in das Universum von RE einfügt, als dies zuvor der Fall war. Sehr schöne Detailliebe und Schmankerl für Fans also.

Desweiteren fällt auf, das viel Zeit damit zugebracht wurde, das Innenleben der Charaktere darzustellen. Selbst die Bösewichte bekommen mehrseitige "Denkpassagen" spendiert, die einem deren Motive näher bringen. Auch dies ist schön gemacht und dadurch fällt auch kaum auf, das das Buch im Grunde nicht viel mehr hergibt als die übliche Monsterhatz. Denn zur Zeit dieses Buches ist die ganze Erde eine Zombiebrutstätte und die wenigen Überlebenden, darunter Alice, suchen eine sichere ZUflucht, wobei erschwerend hinzukommt, das die "Superfrau" Alice von Umbrella aufgespürt und gejagt werden kann (natürlich ist klar, das die sie haben wollen). So stellt sich - zumindest die letzte Hälfte des Buches - als reine Jagd durch die verwüsteten Gegenden dar, gepaart mit immer wieder auftretenden Zombiemetzeleien. Im vorliegenden Buch wird dies wie bereits erwähnt durch die schönen Gedankengänge der Protagonisten erstaunlich gut 'übertüncht', so das es immer noch nett zu lesen ist. Im Film selbst wird sich allerdings zeigen müssen, ob er mehr als eine bloße Monsterhatz ist.

Der Anfang des Romanes stellt unterdessen die Ereignisse im Anschluss an "Apocalypse" dar und wie sich die Welt verwandelt. Dies ist insofern schön, da ein Großteil dieser Szenen, darunter wohl die um Jill Valentine, es angeblich nicht in den Film geschafft haben (da diese Szenen aber knapp 190 Seiten (von 316!) umfassen, stellt sich hier erneut die Frage, was der Film wohl bieten wird). Diese Szenen haben allerdings ein großes Manko: Sie wechseln ständig von "Vorher" zu "Danach" und bringen Szenen zur Zeit des Ausbruchs des T-Virus auf der Erde, nur um dann im nächsten Kapitel einige Jahre in die Zukunft zu springen (so erlebt man z.B. Jill in einem Kapitel auf der Flucht bzw. umherziehend, während sie ein Kapitel vorher noch im FBI Gewahrsam sitzt ("Davor"-Passage)). Dies ist nicht nur sehr verwirrend (die vielen Handlungssprünge nerven auf Dauer einfach doch etwas) sondern nimmt auch etwas Spannung weg, da man ja schon weiss, welcher Protagonist überleben wird und welcher nicht.

Auch das Ende mit einer neuen Superkreatur ist teils vorhersehbar (und kurz) und kommt, zumindest für einige offene Handlungsstränge, etwas abrupt. Aber, die letzten beiden Worte des Buches künden es schon an: Fortsetzung folgt. Man darf also gespannt sein.

Fazit: Die Story an sich bietet wenig Neues. Wer aber nicht zu sehr in die Tiefe geht und sich einfach nur unterhalten lassen will, für den funktioniert das Buch perfekt.

Kritik von Frank Drehmel

Ausnahmsweise will ich mit einigen einleitenden Worten über die Gliederung des Romans beginnen: Er besteht etwa hälftig aus zwei Teilen, von denen der erste mit “Vor und Danach” betitelt ist, der zweite mit “Kampf ums Überleben”. Die Kapitel aus Teil Eins, die mit “Davor” überschrieben sind, erzählen jene Geschehnisse, die die Erde zu der tödlichen, verwüsten Umgebung machten, in der die Protagonisten ums Überleben kämpfen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen dabei Umbrellas Vertuschungsversuche, das verzweifelte Ringen um ein Gegenmittel, für das eine Vielzahl von Alice-Klonen ihr Leben lässt, sowie das Eingreifen der Staatsmacht, mit der sich insbesondere Jill Valentine, die Ex-S.T.A.R.S.-Offizierin, rumschlagen muss.

Den größeren Raum innerhalb des Buches nimmt allerdings Alice Abernathys (im Film gespielt von Milla Jovovich) Kampf ums Überleben ein. Ausgestattet mit besonderen psychischen und physischen Fähigkeiten, die ihr das T-Virus verliehen hat, versucht sie erstens, einen kleinen Flüchtlings-Trek, der von der dritten toughen Frau im Bunde, Claire Redfield, geführt wird, zu einem sicheren Ort in den Weiten Alaskas zu geleiten, und sinnt dabei zweitens auf Rache an der Organisation, die für das weltweite Töten und Sterben verantwortlich ist: die Umbrella Corporation. Wie nicht anders zu erwarten, müssen sich die Überlebenden mit Massen von Zombies rumschlagen, wobei -wie gehabt- zahlreiche Protagonisten auf die eine oder andere unschöne Art ihr Leben aushauchen. Doch nicht nur die Zombies stellen eine tödliche Gefahr dar, denn neben -euphemistisch ausgedrückt- unfreundlichen Mitmenschen versuchen auch die Schergen Umbrellas Alice habhaft zu werden, wobei sie bei ihrer Jagd auf satellitengestützte High Tech zurückgreifen können.

Früher war alles besser! Die Spiele, die Romane, und überhaupt! Ey, Scheiße, Alter! Stell mal deine nostalgisch verklärte Sich auf Durchblick. Die Spiele sind aus heutiger Perspektive bestenfalls Durchschnitt (aber es soll ja Leute geben, denen beim Gedanken an die ersten Wizardry-Teile noch einer abgeht); und S.D. Perrys RE-Bücher waren/sind so schlecht und dröge, dass man froh sein sollte, dass das Franchise diese einigermaßen heil überstanden hat. Glücklicherweise ist “Resident Evil” seit 2002 genau da, wo es -zu recht- hingehört: auf der Kinoleinwand! Für diesen Roman, der auf dem Film-Drehbuch P.W.S. Andersons basiert, zeichnet -wie schon für “Genesis” und “Apocalypse”- Keith R. A. DeCandido verantwortlich. DeCandio ist zur Zeit ein vielbeschäftigter Autor und aktuell wohl der Spezialist für Gamenovelisationen sowie Franchise-Romane aller Genres -von Fantasy über Mystery und Horror bis hin zur Science Fiction. Natürlich lässt sich aus einem hohen Roman-Output kaum auf die Qualität dessen schließen, was hinten rauskommt. Doch DeCandido ist -im Gegensatz zu Perry- tatsächlich ein fähiger Mainstream-Schreiber, vom dem man zwar keine nobelpreisverdächtigen Würfe erwarten kann, der seine (Auftrags)-Arbeiten in der Regel aber mit viel Sinn für Tempo, das richtige Maß an Pathos, Anschaulichkeit und Lesbarkeit routiniert erledigt.

Ich will nicht falsch verstanden werden. Ohne mich im Nitpicking ergehen zu wollen: DeCandidos Extinction-Geschichte (bzw. die des Drehbuchautors P.W.S.Anderson) ist weit -sehr, sehr weit- davon entfernt, originell oder intelligent zu sein, denn dafür ist Hollywood zu anspruchslos und das RE-Setting zu ausgelutscht. Allerdings erwarten jeden, der sich auf das Buch einlassen kann -also nicht unbedingt die ewiggestrigen Game-Nerds-, einige Stunden lockeren Zombie-Entertainments. Vor allem -und das ist aus kommerzieller Hinsicht entscheidend: der Roman macht mit seinen sehr anschaulich geschilderten Action-Sequenzen Lust auf den Film, denn Buchstaben sind schön und gut, Bilder sind in diesem Fall besser. Bedauerlich für den Cineasten ist nur, dass der Story-Arc um Jill Valentine, der sich in diesem Roman deutlich interessanter gestaltet als das Alice-Gemetzel, in der Kinoumsetzung gecancelt wurde.

Fazit: Keine Genre-Highlight; aber gefällig geschriebener Mainstream-Horror, der Lust auf den Film macht.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Resident Evil - Extinction"

Originaltitel "Resident Evil - Extinction"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Keith R.A. deCandido

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 9,95 Euro

Umfang 317 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833216492

(tg, fd - 15.06.09)


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