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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)29.12.07

"Dunkle Templer 1 - Erstgeboren"

Christie Golden

Inhalt

Jake Ramsey ist ein bescheidener aber sehr talentierter Archäologe, der sich plötzlich mit der Chance seines Lebens konfrontiert sieht: Er wurde angeheuert, um einen erst kürzlich entdeckten Tempel der Xel`Naga zu erforschen. Die Aussichten auf einen deutlichen Karriereschub könnten nicht besser sein. Doch als Jake die Überreste eines längst verstorbenen Protoss-Mystikers entdeckt, werden seine Hoffnungen in einer Flut aus Alien-Erinnerungen ertränkt. Besessen von dem Geist des toten Protoss, wird Jake zum einzigen Erben der Protoss Historie-jedes Ereignis, jeder Gedanke, jede Emotion konzentriert sich nun in seinem Geist. Während er verzweifelt darum kämpft, in diesem Sturm aus fremden Gedanken und Erinnerungen sein eigenes Selbst nicht zu verlieren, bemerkt Jake, dass er dabei auf ein Geheimnis gestoßen ist, das die Galaxis selbst ins Wanken bringen könnte.

Kritik

1. Thomas Götz

Ein erneuter Ausflug in die Welt der Protoss.
Ein neuer StarCraft-Band, erneut geschrieben von Routinierin Christie Golden. Diesmal geht es um die Vergangenheit der Protoss und wie schon zuvor so erweisen sich auch diesmal Bücher, die nicht stur eine Kampagne nacherzählen, als durchaus hervorragend.

Sicher, die Charaktere weisen das ein oder andere Klischee auf, und man kann an einigen Fingern abzählen, wer der Verräter ist, wer hops geht und das alles nach einer sich anbahnenden Romanze der Hauptchars hinausläuft. Doch dies sind eher nur Rahmenhandlungen, die sich erfreulicherweise nur nebenher abspielen. Der Hauptteil der Handlung dreht sich um Zamara, die tote Protoss, die man im Tempel findet und die ihre Erinnerungen an Jake überträgt. Und so wird nicht nur Jake sondern auch der Leser Zeuge der Vergangenheit dieser Rasse. Dabei müssen nicht nur Jake sondern auch Zamara und R.M. lernen, miteinander auszukommen - Charakterentwicklung vom feinsten.

Sicher, ein paar weitere Mankos gibt es auch: So wirkt das Buch leider etwas kurz und unfertig, denn im Grunde passiert nicht allzuviel. Und auch die Titelgebenden Dunklen Templer tauchen rein gar nicht auf, immerhin handelt es sich beim vorliegenden Band nur um den Auftakt der Geschichte. Das dieser Lust auf mehr macht, wurde zweifelsohne erreicht und man darf gespannt sein, wie temporeich sich die Handlung noch entfalten wird.

Fazit: Ein Roman, der die Hintergründe der Protoss beleuchtet, bzw. damit beginnt. Wer allerdings darüberhinaus mehr erwartet, dürfte etwas enttäuscht sein, und sollte besser bis zum zweiten Band warten, um beide zusammen und in einer etwas mehr temporeicheren Story zu geniessen.

2. Frank Drehmel

Nachdem in den bisherigen StarCraft-Romanen die Protoss im Vergleich zu den Zerg und den Terranern deutlich zu kurz kamen, führt Christie Golden den Leser in die kriegerische und barbarische Vergangenheit dieser Spezies, in eine Zeit, in der die Xel’Naga ihre Geschöpfe verlassen und sich die Erstgeborenen der Protoss von ihren Schöpfern abgewendet hatten.

Als Videogame hat StarCraft schon einige Jahre auf dem Buckel. Im Herzen der Spiele-Fans -und natürlich auch der Nur-Leser - jedoch halten Romane wie “Erstgeboren” oder “StarCraft Ghost: Nova” den Hintergrund nicht nur am Leben, bis in absehbarer Zeit “StarCraft 2” das Licht der Welt erblicken wird, sondern entwickeln ihn stetig weiter. Das sind Marketing und Spiele-Promotion wie sie sein sollten, zumal die Romane - wie auch der vorliegende - in toto sicherlich nicht zu den schlechtesten des Gamenovelisations-Genres zählen.

Die Charakterzeichnungen sind insgesamt passabel, allerdings mit merklicher Tendenz zur Eindimensionalität bzw. Schwarz-Weiß-Malerei, und die Story selbst ist spannend, wenn auch in vielen Szenen und Details nicht sonderlich originell. Es dominiert die Frage, was aus der Verschmelzung von Protoss- und Menschenverstand erwachsenen wird und welche Ereignisse in der Protoss-Historie zur Abspaltung der Dunklen Templer führen werden.

Die eigentliche Stärke des Romans - die Aufspaltung in zwei jeweils geradlinige Haupthandlungsbögen, von denen der eine den Exkurs in die Geschichte der Alien-Rasse darstellt - ist auch zugleich seine Schwäche, denn der ständige Perspektiv-/Ebenenwechsel erfordern zum einen relativ viel Konzentration vom Leser, zum anderen werden einige der Vergangenheits-Episoden zu detailverliebt - ja regelrecht dröge - erzählt.

Fazit: Ein alles in allem interessanter Einblick in die Protoss-Vergangenheit; mit leichter Hand geschrieben, allerdings nicht ohne inhaltliche Längen. Nicht der ganz große Wurf, aber ein kleiner StarCraft-Snack, der hilft, die Wartezeit auf das nächste Spiel zu überbrücken.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "StarCraft: Dunkle Templer 1 - Erstgeboren"

Originaltitel "StarCraft: Dark Templar Saga 1 - Firstborn"

Buchreihe WarCraft/StarCraft

Autor Christie Golden

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 9.95 Euro

Umfang 346 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833216506

(tg, fd - 02.01.08)


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