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Thomas Götz (tg)20.06.10

"Sons of Liberty"

Raymond Benson

Inhalt

In einem sintflutartigen Regen steht der ehemalige FOXHOUND Agent Solid Snake auf der George Washington Bridge, um sich auf das Deck der U.S.S. Discovery abzuseilen. An Bord des Schiffs befindet sich eine neue Generation von Metal Gears. Als Solid Snake seinen Fuß auf den Tanker setzt, geht seine Welt in einer gewaltigen Explosion in Flammen auf. Zwei Jahre später soll ein junger, unerfahrener Agent mit dem Codenamen Raiden herausfinden, was in jener Nacht so derartig schief laufen konnte. In einer labyrinthartigen Anlage im New Yorker Hafen stößt Raiden auf einen perfiden Plan, der die Welt ins Chaos stürzen könnte. Russische Todeskommandos, ein blutrünstiger Vampir-Attentäter und eine furchtbare neue Superwaffe sind noch die geringsten seiner Probleme ...

Kritik

Der erste Metal Gear Solid Roman war, gelinde gesagt, an vielen Stellen übertrieben und unglaubwürdig. Und zumindest am Anfang scheint der zweite Teil es hier besser zu machen.
Der zweite MGS-Roman.

Beginnt der Roman mit einem schönen Einsatz auf einer Klärplattform vor der Küste, entfaltet er schon bald ein regelrechtes Verschwörungsnetzwerk , das sehr gut dazu beiträgt, Spannung zu erzeugen und von dem stupiden "Wir rennen nur rum und ballern alles ab"-Szenario abzulenken. Wie aber bereits gesagt gilt dies leider nur für die erste Hälfte des Romans. Hier wird das stupide Rumballern noch extrem gut durch die erwähnten Verschwörungsverstrickungen "kaschiert", aber spätestens ab der Hälfte ist es auch damit vorbei. Viel zu viele neue Verschwörungen tun sich auf, die am Ende sogar darin gipfeln, das sich seit 200 Jahren (also um die 1800) aus den (patriotischen) Gedanken der Amerikaner eine geheimnisvolle körperlose Intelligenz gebildet hat, die alles steuert. Völlig unglaubwürdig und unrealistischer Tobak, der aber leider bis zum Ende des Romans auch so stehen bleibt.

Hinzu kommt, das ab der Hälfte die Hatz nach Schlüsselkarten und die Kampfbeschreibungen mit den Bösewichtern überwiegen. Natürlich sind die Bösewichter dann auch meist überlegen und haben einige nette Eigenschaften: so können sie nicht sterben, Kugeln werden abgelenkt etc.. Richtige "Bossgegner" also, die so fast 1:1 aus dem Computerspiel stammen könnten (und es wohl auch tun, immerhin ist der Roman eine 1:1 Abbildung des Spiels). So driftet der Roman immer mehr in Langeweile und Belanglosigkeiten ab und am Ende weiß wohl nur noch der Autor (oder, respektive, die Spielemacher) wer denn nun eigentlich hinter der großen Verschwörung steckt.

Auch Charakterszenen sucht man überdies vergeblich. Sicher, da ist die Freundin unseres Helden, die ihm in der Mission immer mal wieder zuheult (genau das, was ein knallharter Agent während der Kämpfe braucht!), aber am Ende ist man sich nicht sicher, ob sie es wirklich war (siehe "Verschwörungstheorien und wer da noch durchblickt" einen Absatz höher). Nebencharaktere werden nur ganz kurz aufgebaut und segnen kurz darauf wieder das zeitliche, so das der Leser gar keine emotionale bindung aufbauen kann. Dabei gäbe es da durchaus schöne Ansätze, wie etwa die Wahrheit über den Mord an Fortunes Vater (die man gut gegen ihre Leute aufstacheln hätte können) und und und. Selbst Charaktere, die bis zum Ende durchhalten (Olga), wirken einfach nur blass und farblos und lieblos dahingeschmissene Erklärungen, warum sie so handeln, wie sie handeln, gehen eh im nächsten Feuerhagel oder ihrem eigenen Tod unter. Am Ende werden sogar einige Wahrzeichen New Yorks zerstört, leider aber genauso lieblos und in nur einem Satz, der sich etwa wie folgt liest: "... Arsenal Gear rammt die Freiheitsstatue und deren Trümmer regnen auf ihn nieder" (Seite 312). Das konnte selbst Emmerich in "Independence Day" und "2012" besser rüberbringen....

Fazit: Trotz eines guten Starts entwickelt sich der Roman leider zu einer lieblosen Ballerorgie, die nicht wirklich mitzureißen vermag. Nicht sehr zu empfehlen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Metal Gear Solid 2 - Sons of Liberty"

Originaltitel "Metal Gear Solid 2 - Sons of Liberty"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Raymond Benson

Übersetzer Cora Hartwig

Preis 9.95 Euro

Umfang 323 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833220473

(tg - 20.06.10)


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