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Frank Drehmel (fd), Thomas Götz (tg)07.12.07

"Hitman 1 - Der innere Feind"

William C. Dietz

Inhalt

Agent 47 ist der beste Mörder der Agency. Skrupellos und effizient erledigt der genetisch aufgepeppte Assassine jeden noch so schmutzigen Auftrag für seinen Arbeitgeber. Als ihn einer dieser Jobs fast das Leben kostet, wird ihm klar, dass ein Maulwurf in der Agency Details der Operationen an die konkurrierende Mörderband, die Puissance Treize, verrät. Während die innerbetriebliche Revision sich durch hochnotpeinliche Befragungen der Mitarbeiter auf die Suche nach dem Leck macht, verfolgt Agent 47 in Marokko einen mutmaßlichen Mittelsmann des Verräters, den pädophilen Al-Fulani. Es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel mit seiner Gegenspielerin, der toughen Treize-Tusse Marla Norton, um das Leben des Zielsubjektes, wobei sich die Auftrags- und Gefechtslage als unübersichtlich erweist, da Al-Fulani mehr als einen Feind zu haben scheint.

Kritik

1. Frank Drehmel

47 ist da - auch im Buch.
“Hitman: Der Innere Feind” basiert auf einer Computerspiel-Serie von Eidos Interactive, deren erster Teil aus dem Jahre 2000 das Shooter-Genre thematisch insofern bereicherte, als der Spieler in die Haut eines Auftragsmörders, eben jenenAgent 47, schlüpfte. Dass ein solch fragwürdiger Ansatz nicht nur bekennenden Gutmenschen und Bäumekuschlern die Gesinnungs-Tränen in die Augen treibt, liegt auf der Hand. Doch aus einem ethischen Versagen des Spiels lässt sich ex ante nicht zwingend auf ein ethisches Versagen des nachfolgenden Romans schließen, selbst wenn der Autor William C. Dietz heißt. Im Nachhinein ist man schlauer. Der Leser folgt einem Protagonisten, der als Identifikationsfigur zu schwach ist und dem er sich daher -und das ist vielleicht das Positive an der Story- zu keinem Zeitpunkt nahe fühlt, beim Erledigen seines “Wetworks”. Die Moral in dieser Geschichte lässt sich in folgenden Satz zusammenfassen: es gibt viele Gründe für das Ermorden von Menschen - an vorderster Stelle Profitgier, Rache und Spaß! Packen wir es an und die Garotte aus! Doch nicht nur auf der ethischen Ebene schwächelt Dietz’ Roman eklatant: Agent 47 befleißigt sich deutlich weniger extravaganter Methoden als Dr. Phibes, um seine Kunden vom Leben zum Tode zu befördern. Es wird sehr viel geballert (gerne mit dem Silverballer), etwas erwürgt (mit einer Hight-Tech-Garotte) und ein klein wenig vergiftet. Das Originellste sind in diesem Zusammenhang die zahlreichen Insider-Bezeichnungen - das AK-47 feuerte, der EC 135 schaukelte und das nette RAI-Modell-500-Kaliber-50.-Scharfschützengewehr leistet gute Dienste -, welche allerdings nur Waffen-Nerds orgiastisch aufstöhnen lassen dürften. Ansonsten erinnert die Story frappierend an einen kruden, vorhersehbaren Mix aus James Bond und Mission Impossible mit einem Hauch Dark Angel, wobei des Lesers Gedanken ob des unprofessionell erscheinenden Modus Operandi des uncoolen Agents ständig in die Richtung “Das könnte ich aber besser!” abdriften.

Fazit: Zäh geschriebener, amoralischer Assassinen-Stumpfsinn, bei dem nicht einmal die Art und Weise des Meuchelns für Stimmung und gefälliges Kopfnicken sorgen.

2. Thomas Götz

Ein weiterer Roman zu einem Spiel, diesmal zu Hitman. Wie der Titel schon fast vermuten läßt - bzw. das Spiel - geht es zum einen um eine Agentenstory und zum anderen um viel blutiges Gemetzel.

Anmerken sollte man hierbei wohl, das Nr. 47 zwar genug Spielraum bekommt, man erfährt sogar etwas über seine Vergangenheit, alle anderen Charaktere aber neben ihm etwas blass bleiben. Klar ist er der Superagent, der alle Anschläge überlebt und sich als überlegen erweist, aber es kommt ja auch vielfach auf das 'Wie' an. Dies ist aber nur bedingt gelungen. Zwar ist das Ganze Buch eigentlich recht gut zu lesen, es leidet jedoch auch an ein paar Mankos, was nicht unbedingt vorhersagbare Szenen sind.

Einige Szenen wirken nämlich nur um des Selbstzweckes eingeführt, ebenso wie einige Charaktere, die nur kurz auftauchen um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Es gibt zwar auch noch viele sexuelle Anspielungen und Szenen, was immerhin mal eine erfreuliche Abwechslung darstellt, diese sind aber im vorliegenden Kontext eher total unpassend, oder ist jeder kriminelle Gangsterboss ein sexueller Perversling? Man kommt nicht umhin sich zu fragen, wie die Feinde von 47 ein derart großes Verbrechernetz aufbauen konnten, wenn ihr einziger Lebenszweck aus besagtem besteht.... Auch die Story mit konkurrierenden Geheimdiensten bzw. wohl eher Untergrundorganisationen ist nicht unbedingt neu, so das auch hier große Teile unoriginell bleiben, ebenso wie 47's Klon-Herkunft.

Fazit: Was bleibt ist ein eher Mittelmäßiger Roman, der zwar gut lesbar ist, der aber auch eklatante Schwächen in der Szenengestaltung hat.

Bewertung

1. Frank Drehmel
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Hitman 1 - Der innere Feind"

Originaltitel "Hitman - Enemy within"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor William C. Dietz

Übersetzer Mick Schnelle

Preis 9.95 Euro

Umfang 267 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1459-2

(fd, tg - 13.12.07)


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