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Thomas Götz (tg)02.08.07

"Shadow of Chernobyl 2: Inferno"

Bernd Frenz

Inhalt

Am 12. April 2006 führen illegale PSI-Experimente zu einer furchtbaren Katastrophe. Rund um den stillgelegten Kernreaktor von Tscher nobyl wird ein dreißig Quadratkilometer großes Gebiet zur Sperrzone erklärt. Vier Jahre später spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Absperrung lässt sich nicht länger aufrechterhalten. Unzählige Glücksritter, so genannte Stalker, durchkämmen das verseuchte Gebiet nach Artefakten, die weltweit Abnehmer fi nden. Für ihre Geldgier zahlen viele Stalker einen hohen Preis, denn sie werden auf Schritt und Tritt mit unerklärlichen Phänomenen und gefräßigen Mutationen konfrontiert. Die Verantwortlichen der Katastrophe versuchen um jeden Preis zu retten, was zu retten ist. Zu diesem Zweck bedienen sie sich der Monolith-Stalker, einer religiösen Sekte, die jeden ihrer verbrecherischen Befehle rücksichtslos ausführt. Nur zwei Männer stellen sich ihnen in den Weg. David Rothe und Major Alexander Marinin, die erneut in die Zone vorstoßen, um die Welt vor einem Inferno ungeahnten Ausmaßes zu bewahren.

Kritik

Die Jagd durch die Zone geht weiter.
Bereits der erste Stalker-Band zeichnete sich durch eine gut geschriebene Story und teils abwechslungsreiche Elemente aus, und war, wenn er auch sonst nicht viel Neues bot, doch ein nicht schlecht zu lesendes Kleinod. Umso löblicher ist es, das dies auch im zweiten Band eingehalten werden konnte.

Sicher ist die Story nicht derart neu, der Hauptcharakter ist immer noch auf der Suche nach seiner verlorenen Vergangenheit, und sicher gibt es die ein oder andere vorhersehbare Szene und auch einige andere Sachen gab es so oder ähnlich schon mal. Dennoch vermag auch der vorliegende Band auf seine eigene Weise zu faszinieren. Da gibt es schöne Charakterszenen von David (und eine anbahnende Romanze mit Kim, welche ebenso schöne Szenen hat) - wobei sie durchgehend alle menschlich und nicht übertrieben wirken - , blutige Schießereien und auch Action und Mystik. Und natürlich bleiben zum Schluß noch genug Fragen offen, um auf den dritten Band Lust zu machen.

Etwas meckern könnte man höchstens, das das Buch doch etwas kurz ist. Das es zu wenige Monster und Anomalien gibt, immerhin einige der faszinierendsten Aspekte des Spieles. Aber auch hier wird ein möglicher dritter Band wohl abhelfen, immerhin wird am Ende des vorliegenden gerade einmal die 'wirkliche Zone' betreten.

Alles in allem bleibt zu sagen, das sich das Buch ebenso gut liest wie sein Vorgänger, auch wenn es vielleicht keine besonderen Höhen und Tiefen hat.

Fazit: Der Charme des ersten Bandes bleibt auch im zweiten Band erhalten und macht auch diesen gut lesbar.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "S.T.A.L.K.E.R. – Shadow of Chernobyl 2: Inferno"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Bernd Frenz

Preis 9,95 Euro

Umfang 267 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3-8332-1311-6

(tg - 15.06.09)


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