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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)06.05.07

"Halo 4 - Geister von Onyx"

Eric Nylund

Inhalt

Während der Master Chief die belagerte Erde verteidigt und die Allianz ihren Kreuzzug gegen die Menschheit überall im Weltraum fortsetzt, entwickelt die inoffizielle „Fraktion 3“ des Geheimdienstes einen Plan, der den UNSC-Streitkräften eine Atempause verschaffen soll. Dazu werden hunderte Freiwillige benötigt… und ein Spartaner. Der verlassene Planet Onyx scheint der perfekte Ort zu sein, um dieses Projekt umzusetzen. Doch als der Master Chief HALO zerstörte, erwachte offenbar tief im Inneren des Planeten eine uralte Technologie zum Leben. Sowohl Allianz als auch UNSC setzen nun alles daran, dieses antike Wissen zu bergen, um damit dem Krieg eine entscheidende Wende zu geben. Doch die mysteriöse Macht in der Tiefe hat ihre ganz eigenen Pläne…

Kritik von Thomas Götz

Die Jagd nach Halo-Technologie geht weiter.
Der mittlerweile 4.Halo-Band setzt dort an, wo der Vorgänger aufhörte - wobei sich Einige sicher fragen werden, wie das sein kann, immerhin wurde Halo doch schon im Vorgänger (bzw. im zweiten Band) zerstört. Nun, im vorliegenden Band finden sich Hinweise, das es mehrere Halos gibt (mindestens vier), so dass der Weg für weitere Fortsetzungen geebnet ist.

Allerdings wird auch der zweite Haupthandlungsstrang - der Allianzangriff auf die Erde, der ja begonnen hatte - nicht fortgesetzt sondern nur kurz erwähnt. Die Handlung des vorliegenden Bandes konzentriert sich nämlich auf die neue Spartaner-Generation, die klammheimlich ausgebildet wurde, um die alten zu ersetzen. Rein zufällig wurde als Stationierungsort Onyx gewählt, eine Welt, die auch Blutsväter-Technologie (mit anderen Worten: Halo-TEchnologie) aufweist. Schon allein dies wirkt etwas konstruiert. Und bis auf zwei Ausnahmen handelt der Roman auch von Unbekannten Personen, den "Neuen" eben, altbekannte Charaktere wie den Master Chief sucht man vergebens.

Natürlich spult sich dann die Geschichte im weiteren Verlauf ohne große Überraschungen ab, denn es beginnt der übliche "Run" zwischen Allianz und Menschen auf Onyx, da natürlich jeder der Erste sein will, der die Technologien dort in Händen hält. Wenigstens wurde auf die grossen "Ballerorgien", die noch im zweiten Band einen Großteil ausmachten, verzichtet. Diese kommen lediglich im Finale vor, lassen aber auch dort kein echtes 3d-Shooter-Feeling aufkommen. Der Rest des Bandes beschäftigt sich mit dem Wettlauf auf die Technik-Kammer wie bereits erwähnt, wobei auch Verstärkung in Form von Raumschiffen eintrifft (für beide Seiten), was zu einigen Weltraumkämpfen führt. Als recht interessant erweist sich dabei der Bürgerkrieg innerhalb der Allianz, denn einige sind der Meinung, die Gefahr, die von Halo ausgeht, sollte zerstört werden, andere wollen die Flut komplett nutzen. Leider beschränken sich diese Szenen auf wenige Ausnahmen und geraten schnell wieder in Vergessenheit. Auch die Szenen auf Onyx selbst wirken daher eher flach und können nicht wirklich eine Charakterentwicklung aufzeigen bzw. ein Mitfühlen mit dem Tod einiger Hauptcharaktere wecken. Man hat eher den Eindruck das sich der Roman an vielen Stellen nicht entscheiden kann, ob man nun Actionlastig oder Charakterlastig sein soll.

Auch das offene Ende lässt einen eher zwiespältig zurück, denn es kommt darauf an, wie die Reihe fortgeführt wird. Im Moment hat dieser Band eher Füllwertcharakter und es wird sich zeigen, ob die Entdeckungen dieses Bandes noch Auswirkungen auf künftige Bände haben werden.

Fazit: Mittelmaß.

Kritik von Frank Drehmel

“Geister von Onyx” ist nach “Die Schlacht um Reach” und “Erstschlag” der dritte Halo-Roman Eric Nylunds. In gewohnt ansprechendem Schreibstil (und mit viel Pathos) zeichnet der Autor ein buntes, um “Realismus” bemühtes Schlachtgemälde des Konfliktes “Allianz vs. UNSC”, ohne dass er jedoch inhaltlich neue Akzente setzen kann. Im Gegenteil: gerade die Passagen über die Ausbildung der neuen Rekruten unterscheiden sich von Handlungsablauf her nur marginal von denen des ersten Bandes. Auch wenn der Leser etwas mehr über die Hintergründe der Blutväter und ihrer Technologie sowie die Konflikte innerhalb der Allianz erfährt, so zeigt dieser vierte Halo-Roman, dass das Thema “Spartaner I bis III und fortfolgend” fast ausgereizt ist. Es wird Zeit, den Alien-Völkern deutlich mehr Aufmerksamkeit zu widmen als bisher, denn gerade auf dieser Seite ist das Potenzial der Roman-Reihe bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Immerhin darf sich der Stammleser über den Auftritt alter Bekannter wie Dr. Halsey, Chief Mendez, Kurt oder der KI Cortana freuen, auch wenn deren (Charakter)Entwicklung offensichtlich nicht im Mittelpunkt des Nylund’schen Ansatzes steht. Bemerkenswert ist die Halo-Bibliografie zu Beginn des Buches, welche die bei Panini erschienen Romane in eine chronologische Verbindung mit den X-Box-Spielen bringt. Zwar macht sie den Neueinsteigern das Leben nicht signifikant leichter -wer die Geschichte verstehen will, muss wohl zu Band 1 oder übel zu Band 2 (“Die Invasion” von William C. Dietz) greifen-, aber nach gut zwei Jahren Roman-Pause erleichtert sie zumindest die Orientierung.

Fazit: Anschaulich geschriebene Military-SF, die jedoch unterm Strich zu wenig Neues bietet, um wirklich fesseln zu können.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Halo 4 - Geister von Onyx"

Originaltitel "Halo - Ghosts of Onyx"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Eric Nylund

Übersetzer Claudia Kern

Preis 9,95 Euro

Umfang 365 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1458-5

(tg, fd - 15.06.09)


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