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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)10.05.07

"Diablo – Der Sündenkrieg 1: Geburtsrecht"

Richard A. Knaak

Inhalt

3000 Jahre bevor das Grauen nach Tristram kam, war Uldyssian, Sohn des Diomedes, ein einfacher Bauer aus dem kleinen Dörfchens Seram. Doch sein ruhiges und idyllisches Leben endet abrupt als er unter Mordverdacht gerät. Es soll zwei Missionare bestialisch ermordet haben. Uldyssian setzt alles daran, seinen Namen rein zu waschen, doch dann nimmt er eigenartige Veränderungen an sich wahr. Er besitzt plötzlich beängstigende Fähigkeiten, über die kein Sterblicher jemals verfügen sollte ...

Kritik von Tom Götz

Jahrtausende vor Diablo 1 ist die Welt noch ein etwas beschaulicherer Ort.. oder nicht?
Der neue Streich von Richard Knaak führt uns zurück in die Diablo-Welten - und es sind, obwohl man es von unserem bekannten Drachenschreiber wohl erwartet - auch keine Drachen in diesem Buch, obwohl die Verwandlungsszenen der Bösewichte zu Anfang stark an jene erinnern.

Überhaupt bietet das Buch keine allzu neue Story, denn bereits nach wenigen Seiten weiss der Leser, wer der Böse ist und das Uldyssians Kräfte nicht wirklich von ihm selbst kommen, etwas, was herauszufinden dem guten Bauern immerhin knapp 300 Seiten kostet. Gut das Buch spielt 3000 Jahre vor Diablo 1 (dem Spiel), laut Klappentext, und immerhin heisst es gleich auf der erstne Seite, das dies die Geschichte von Uldyssian und seiner Dummheit ist... trotzdem bleibt dies immer im Hinterkopf während man das Buch liest.

Die Reise der Gefährten ist dann ebenso ein typisches Fantasyelement, das mit dem Quasi-Aufbau einer neuen "Religion" angereichert wird - auch ein altbekanntes Fantasy-Thema. Ebenso das daraus am Ende eine grosse Rebellion gegen die herrschende Ordnung - bzw. in diesem Fall die Dämonen - entsteht, ist nicht neu, wobei man sich am Ende des vorliegenden Bandes allerdings schon fragt, ob es wirklich so einfach werden wird. Und schon allein dieser Tenor macht Lust auf Band 2.

Das Knaak schreiben kann dürfte geneigten Lesern seiner Bände ebenso bekannt sein, und so gibt es auch schöne Charakterszenen auf der Reise - die allerdings aufgrund der vorhersehbaren Handlung auch altbekannt wirken und nicht ganz so mitreißend sind wie in einem vergleichsweise "frischen" Roman.

Und obwohl auch das Ende vorhersehbar ist, punktet das Buch gerade hier noch einmal, denn die Schlussszene bietet noch immer genug Mysterien - die es auch im Buch schon einige Male gab - um interessant zu bleiben, so das man auf die Fortsetzung gespannt sein darf. Potential zu einer guten Romanreihe ist enthalten, man darf gespannt sein, ob die Folgebände dieses Versprechen einhalten können.

Fazit: Ein Roman mit altbekannten Themen, der aber gut zu lesen ist und Potential auf mehr vermuten läßt.

Kritik von Frank Drehmel:

Auch wenn der Spielstern von Diablo zur Zeit im Sinken begriffen ist, so scheint für das belletristische Franchise eine Dämmerung in weiter Ferne. Im Gegenteil: Knaaks Roman, “Geburtsrecht” überzeugt mit einer unerwartet frischen Story, die einerseits genug Diablo-Elemente enthält, um die Fans zufrieden lächeln zu lassen, andererseits den Neuling nicht das Gefühl vermittelt, von Tuten und Blasen keine Ahnung zu haben.

Wie angesichts seines bisherigen Roman-Schaffens nicht anders zu erwarten, erfindet Knaak das Rad zwar nicht neu, sondern bedient sich hinlänglich bekannter Fantasy-Elemente und -Stereotypen; dennoch vermag sich der Leser der intrigen- und wendungsreichen Geschichte kaum zu entziehen, obgleich einige Ereignisse zumindest im Ansatz vorhersehbar sind. Ein Grund dafür liegt in den noch verschwommenen Grenzen zwischen Gut und Böse sowie der Unbestimmtheit der Motive sowohl der einzelnen Handlungsträger -Lylia, Lucion, Mendeln-, als auch der hinter ihnen stehenden metaphysischen Mächte bzw. deren Stellvertretern auf Sanctuary, dem Tempel der Triune und der Kathedrale des Lichts. Alles in allem werden in diesem ersten Teil jedenfalls mehr Fragen aufgeworfen als der Autor zu beantworten bereit ist.

Zum Zweiten spricht für den Roman die relativ originelle inkongruente Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten, Uldyssian und Mendeln: während der erste von Beginn an quasi als Superheld eingeführt wird und erst im Laufe der Geschichte seine Grenzen erfährt, entwickelt sich der andere genau entgegengesetzt: anfangs schwach und verletzlich wachsen seine seltsamen Kräften beständig an, sodass es dem Leser immer schwerer fällt, zu entscheiden, wer wen beschützt und/oder manipuliert. Drittens leistet Knaaks, griffiger, lockerer, routinierter Stil einen nicht unerheblichen, positiven Beitrag zum Lesevergnügen.

Etwas (ver)störend wirken zunächst die zahlreichen aus dem Lateinischen, Griechischen oder Hebräischen entlehnten Namen und Wörter (Achilios, Uldyssian, Nephalem, Triune, u.a.), doch es dauert nicht lange, bis man sich damit arrangiert hat und sie dann als durchaus passend empfindet.

Fazit: Gut geschriebene, unterhaltsame Mainstream-Fantasy; nicht nur für Diablo-Fans empfehlenswert.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Diablo – Der Sündenkrieg 1: Geburtsrecht"

Originaltitel "Diablo – The Sin War 1: Birthright"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Richard A. Knaak

Übersetzer Ralph Sander

Preis 9,95 Euro

Umfang 363 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1553-7

(tg, fd - 15.06.09)


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