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Thomas Götz (tg)25.03.09

"Endwar"

David Michaels

Inhalt

Basierend auf dem beliebten Top-Videogame aus Ubisofts großartiger Spieleschmiede, führt uns der erste fesselnde Roman aus der brandneuen Reihe direkt auf die Schlachfelder des dritten Weltkrieges. Die gesamte Welt ist in Aufruhr und es toben ebenso erbitterte wie tödliche High-Tech-Präzsions-Schlachten der Nationen um die Vormachtstellung auf der Erde ... mittendrin - und sofort von exorbitanter Spannung ergriffen - der Leser!

Kritik

Angeblich ist David Michaels ja das Synonym einiger Autoren, so das man nie wissen kann, wer genau nun hinter einem Buch steckt, dessen Cover eben der erwähnte ziert. Von "diesem David Michaels" kennt man ja schon die richtig guten Splinter Cell-Romane aus dem Heyne-Verlag, die sich durch spannenden Schreibstil und ebensolche Geschichten auszeichnen. Leider ist das, was im vorliegenden Band 'verbrochen' wurde im Gegenzug dazu einfach nur grausig und wäre David Michaels wirklich eine reale Person müsste man sich fragen, wie es so große Unterschiede im Schreibstil geben kann.... (die in der Inhaltsangabe erwähnte exorbitante Spannung ist... nunja, sehen wir es mal ironisch).
Das Ende der Welt... oder der guten Romane?

Fangen wir mal an: Handlung - nahezu null. Charaktere bzw. Charakterentwicklung - gibt es nicht. Was es dafür zuhauf gibt sind grosse Strecken Langeweile, denn keiner der dargestellten Charaktere mag zu überzeugen. Erschwerend kommt hinzu, das man immer nur in zweiseitigen Bröckchen von den eingeführten Charakteren erfährt. Schwupps, schon wird zum nächsten gesprungen der dann ebenfalls für ein paar Seiten glänzen darf und dann kommt gleich der nächste und so weiter und so fort. Die Frage nach dem Sinn stellt sich hier freilich auch, aber vermutlich hat auch der Autor so wie der LEser in diesem Wirrwarr an vorgesetzten Klümpchen, die man auch Handlung nennt, schnell den Überblick verloren.

Die Handlung selbst freilich spielt in einer nicht allzu entfernten Zukunft in der Russland mal wieder der Bösewicht ist und das neutrale Kanada wegen der letzten Ölreserven erobern will. Nunja, dabei kommt es zu Kämpfen bis die USA gewinnen - das war die ganze Story zusammengefasst in zwei Sätzen. Sicher, eigentlich geht es ja darum das eine(!) abgeschossene Pilotin auf Befehl des Präsidenten hinter feindlichen Linien gerettet werden soll, aber am Ausgang dieses Stranges ist nicht zu zweifeln und entsprechend plätschert er auch dahin. Oh, und dann ist da noch so ein UBoot-Krieg im Norden und ein paar Terroristen mit Atombomben mischen auch mit, wobei hier eine russische Verräterin eine entscheidende Rolle spielt - was aber eh keinen intressiert, beschränken sich ihre Auftritte doch auf weniger als 5 Seiten....

Überhaupt verliert sich die kaum vorhandene Handlung und etwaige Actionszenen in einer Fülle an Fachbegriffen, welche ausführlich erklärt und mit Abkürzung vorgestellt werden. Ein Beispiel gefällig? Als das eine U-Boot die anderen Schiffe angreift, wird erst einmal ein Torpedo geladen, der dann sogleich in allen Einzelheiten und mit seiner Abkürzung in Großbuchstaben erklärt wird, bevor es weitergeht. Und das ist noch ein harmloses Beispiel. Sicher, so etwas dezent eingesetzt schafft Atmosphäre. So etwas aber vor allem in der ersten Buchhälfte etwa 10-20 mal PRO SEITE zu lesen ist tödlich - und schafft eine Langeweile die.. nun ja, an Langeweile leider kaum zu überbieten ist. Es wird einfach jedewedes Tempo aus der Story genommen. Und das obwohl auf dem Titel groß "Bestseller" prangt. Entweder waren alle verblendet oder die Leute in den Staaten haben einen völlig anderen Buchgeschmack (oder das Zugpferd "Tom Clancy" sorgt allein schon für den Bestseller...)

Fazit: Was soll man zu diesem Machwerk noch sagen? Grottenschlecht, grottenlangweilig, Finger weg!

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Endwar"

Originaltitel "Endwar"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor David Michaels

Übersetzer Caspar D. Friedrich

Preis 9.95 Euro

Umfang 347 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1818-7

(tg - 25.03.09)


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