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Thomas Götz (tg)02.01.11

"Vergeltung"

Drew Karpyshyn

Inhalt

Das SF-Action-Rollenspiel MASS EFFECT aus der Traditionsschmiede BioWare besticht vor allem durch eine spannende, abwechslungsreiche Story, die alle wichtigen Elemente der klassischen Science-Fiction berücksichtigt. Autor Drew Karpyshyn ist der Garant dafür, dass die MASS-EFFECT-Romane und -Spiele eine beispiellose Einheit bilden. Der neue Roman "MASS EFFECT: Vergeltung" ist direkt an das zweite Spiel angekoppelt und schlägt so die Brücke zwischen MASS EFFECT 2 und dem kommenden Abschluss der Saga mit dem finalen dritten Game.

Kritik

Die Mass Effect-Romane zeichneten sich bislang durch - im Großen Gesamtbild betrachtet - zwar spannend geschriebene aber auch eher belanglose Beiträge zum ME-Universum aus. Handelte der erste Roman noch von der Vorgeschichte des ersten Teiles, so ging der zweite eher andere Wege und hatte wenig bis gar nichts als Vorgeschichte zum zweiten Teil zu bieten, sondern behandelte lediglich das Ascencion-Projekt.
Deer dritte Mass Effect-Roman.

Natürlich ist dies zu einem gewissen Grad dem Gameaufbau geschuldet, denn bereits im Comic war augenzwinkernd gesagt worden, man könne nichtmal feststellen, ob Shepard ein Mann oder eine Frau sei. Und so darf natürlich nichts dem Spielerlebnis im Wege stehen, nachdem der Spieler die Entscheidungen der ersten beiden Teile auch in den dritten überführen darf. Ein richtiges Kanonisches Ende (oder eine kanonische Feststellung, wie die beiden Teile nun ausgingen) gibt es also auch im vorliegenden Band nicht. Doch halt, das ist nicht ganz korrekt, eine Sache wurde zumindest festgelegt, nämlich der Ausgang des ersten Teiles: Anderosn ist hier Admiral geworden und sehr offensichtlich kein Ratsmitglied - auch wenn offengelassen wurde, ob Udina nun eines ist. Ein kleiner Hauch von "Kanonität" also - und der ist auch kein Wunder, denn erneut sind Anderosn und Kahlee die Hauptfiguren des Buches.

Leider muss man sagen, das das Buch zwar einen fulminanten Start hinlegt - und unter anderem aufzeigt, das Cerberus doch nicht die "Guten" sind, als die man sie nach dem zweiten Teil vielleicht betrachtet - aber gegen Ende hin doch wieder etwas abflacht. Zwar sind die Charaktere gut beschrieben, aber eine wirkliche Entwicklung ist, bis auf vielleicht die letzten beiden Seiten, nicht zu sehen. Hier bekommt eher die Piratenkönigin Aria (auch aus dem zweiten Teil bekannt) mehr Aufmerksamkeit bzw. Entwicklung spendiert, als die beiden Hauptcharaktere. Und selbst beim Unbekannten darf ein bißchen was durchblitzen. Dies ist zwar nicht schlecht und sogar interessant, verliert aber wie erwähnt gegen Ende an Biss, denn nicht Aria und der Unbekannte sind die Hauptcharaktere, sondern eben Anderson und Kahlee (und Grayson). Und wann immer die Szenen zu ihnen wechseln, merkt man, wie der Roman eher zu einer Splatterorgie verkommt.

Die Handlung an sich ist schnell erzählt: Cerberus experimentiert mit Grayson und erschafft einen Reaper-Avatar, der aufgehalten werden muss. Wie ebenso bereits erwähnt bietet bereits der Anfang des Romans genug Potential, so etwa der Mord an Liselle, die Reaper an sich und und und. Diese sehr menschlichen Szenen nehmen allerdings im Verlauf des Buches immer mehr ab und es wird zu einer reinen Jagd nach Grayson, getreu dem Motto, zuerst schießen. Dies mag zwar realistisch sein - und ebenso, das die Wahrheit z.B. für Aria am Ende hinter den ganzen Lügen verborgen bleibt - alllerdings beschleicht den Leser gegen Ende hin dann doch ein wenig Langeweile. Zu vorhersehrbar und zu ähnlich anderen Büchern ist die schlichte Jagd nach dem "mutierten" Grayson.

Fazit: Alles in allem ist das Buch nicht schlecht, man hätte jedoch einiges mehr herausholen können.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Mass Effect - Vergeltung"

Originaltitel "Mass Effect - Retribution"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Drew Karpyshyn

Übersetzer Mick Schnelle

Preis 9.95 Euro

Umfang 330 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833221286

(tg - 02.01.11)


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