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Thomas Götz (tg)18.10.11

"Anvil Gate"

Karen Traviss

Inhalt

Die Locust Horde wurde besiegt und die Überlebenden der letzten Menschenbastion Jacinto haben damit begonnen, aus den Ruinen etwas Neues und Dauerhaftes zu erschaffen. Die vereinzelten Angriffe der Piratenbanden sind nichts, was Marcus Fenix und seine Gears nicht bewältigten könnten. Da taucht wie aus dem Nichts ein alptraumhafter Gegner auf, der selbst die Gräuel des Locustkrieges verblassen lässt ...

Kritik

Der dritte Gears of War-Band stammt erneut aus der Feder von Karen Traviss - und ist leider erneut derart klein geschrieben (von der Schriftgröße her) das das Lesen druchaus anstrengend ist. Dabei ist Traviss ein gutes Beispiel für eine Autoren-Abwärtskurve: Waren die ersten Romane zu Star Wars noch recht interessant und beinhalteten jede Menge politische Ränkespiele, konzentrierte sie sich in den folgenden Bänden eher auf das von ihr eigens erfundene "Mandalore" (sowohl Kultur als auch Sprache), die immer fremdartiger und komplexer wurde - und leider kaum noch mitreißende Handlung bot. Selbst in den "Legacy of the Jedi"-Bänden konnte sie sich "ihr" Mandalore nicht verkneifen, obwohl es eigentlich nie darum ging. Wie es ausging, ist ja leidlich bekannt, aber für alle, die es nicht wissen an dieser Stelle nochmal eine kurze Exkursion: George Lucas kam heran, sagte "Mein Mandalore sieht aber anders aus" und alles was Traviss machte war hinfällig. Daraufhin kündigte sie erbost...
Der dritte GoW-Roman.

Ähnlich erging es ihr auch mit den Gears-Romanen. War der erste zumindest noch ansatzweise interessant, flachte bereits der zweite ab und die Abwärtsspirale ist im neuen Band nicht besser geworden, eher im Gegenteil. Eigentlich gibt es im vorliegenden Band keine wirklichen Höhepunkte, kein wirkliches Herzblut, das man richtig darin fühlen könnte. Der ganze Roman ist eine Aneinanderreihung von Ballerszenen und erinnert damit eher an eine 1:1-Nacherzählung eines Shooters, auch wenn er das nicht ist.

Nichtmal richtige Charakterszenen gibt es. Sicher, im vorliegenden Band gehts um Hoffman, der die Story der titelgebenden Schlacht von Anvil Gate erzählt. Die bietet zwar immerhin einen Einblick in Hoffmans Innenleben, aber der ist eher extremst minimal und bietet keine sonderlichen Höhepunkte. Ja, gegen Ende des Bandes kann man sich der Frage nicht erwehren: "Und wen interessierts?". Leider kann man diese Frage auch auf den Rest des Romans stellen.

Im Grunde bildet der Kampf in der "Jetztzeit", die Kämpfe auf den Inseln, nämlich ebensowenig Höhepunkte, wie die auf der zweiten Handlungsebene erzählte Schlacht von Anvil Gate. Sicher, hie und da blitzen ein paar Konflikte zwischen den drei Kolonistengruppen auf, zufriedenstellend gelöst wird aber keine, denn allzu schnell kommt der alte Feind wieder: die Wasserkreaturen-Überbleibsel der Locust. Die gilt es natürlich abzuknallen, was zu weiteren Ballerszenen führt, man ahnt es schon. Die angedeuteten Konflikte zwischen den Kolonistengruppen sowie Prescotts Heimlichtuerei wären schöne Nebenhandlungen gewesen, fallen aber recht schnell unter den Tisch, ebenso wie die Hauptcharaktere aus den ersten beiden Bänden, Dom und Marcus.

Im Grunde sind alle Charaktere nur Staffage für uninspierierte Ballerszenen, die es in anderen Bänden zuhauf beser gab. Fast könnte man meinen, Traviss' hätte bereits alles zu ihren Helden erzählt. Seltsam, immerhin sagte sie im Vorwort Gears wäre das "Beste Universum" das es gibt (hm, war das nicht auch mal Star Wars für sie?). Leider zählt dieser Roman definitiv nicht zu den Besten.

Fazit: Ein dahindümpelnder Roman ohne große Höhepunkte und nur mit Ballerszenen versehen. Nicht wirklich mitreißend oder lesenswert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Gears of War 3 - Anvil Gate"

Originaltitel "Gears of War - Anvil Gate"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Karen Traviss

Übersetzer Jan Dinter

Preis 14 Euro

Umfang 505 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833222443

(tg - 18.10.11)


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