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Thomas Götz (tg)21.12.11

"Rapture"

John Shirley

Inhalt

Das Ende des Zweiten Weltkriegs und der vernichtende Schlag gegen Japan haben nicht nur Euphorie in den Köpfen der Amerikaner hinterlassen. Der geniale Selfmade-Milliardär Andrew Ryan träumt von einem Utopia am Grunde des Meeres, wo Unterdrückung, Doppelmoral und Zensur der Wissenschaft keinen Platz mehr haben. Was schließlich daraus wurde, ist jedem Spieler der Bioshock-Reihe hinlänglich bekannt: Ein einziger Alptraum

Kritik

Wie bei vielen Spielromanen üblich wird meist die Vorgeschichte zum großen Papa, dem Spiel, erzählt (wobei "großer Papa" im Sinne der Big Daddys bei Bioshock wohl mehr als zutreffend ist).
Der erste Bioshock-Roman.

So auch im vorliegenden Band, der die Ereignisse schildert, die schließlich zum ersten Bioshock-Teil führen. Für Kenner der Serie ist da natürlich eine Menge Bekanntes dabei, angefangen bei Ryan und Fontaine bis zu den Little Sisters selbst. Leider wissen Kenner des Spieles aber so ungefähr, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird, was auch einer der großen Mankos des Bandes ist.

Denn das das von Ryan geschaffene Utopia im Meer scheitert, ist bekannt. Und selbst wenn man diese Buch liest, ohne das Spiel zu kennen, werden einige entscheidende überraschende Schlüsselelemente verraten. Das ist natürlich sehr schade und nimmt viel hinweg, wenn man das Spiel nach dem Buch spielt. Auch das Setting, das sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt (1950-1960) ist etwas unglücklich gewählt. Nicht, weil der Zeitraum so lang ist, sondern eher, weil die beschriebenen Ereignisse manchmal so gar nicht in den zeitlichen Ablauf passen. Geht man nämlich nach der Buchchronologie, so wird jahrelang nichts gegen die Verbrecher (bzw. Fontaine) in der Stadt unternommen, obwohl man es als Leser respektive erst wenige Seiten zuvor las. Dies wirkt also etwas gekünstelt und aufgeplustert, ist aber natürlich ein Manko, über das man aufgrund der vielen Stärken des Buches einfach hinweg sehen muss, um es weiter geniessen zu können.

Denn abgesehen von der etwas wirren zeitlichen Schiene ist der Roman gut geschrieben und stellt vor allem Charakterszenen in den Vordergrund. Da ist zum einen Ryan, der sein Utopia aufbauen will, etwas, das man von Beginn an nachvollziehen kann. Aber wie auch Ryan so muss auch der Leser begreifen, das es dieses Utopia nicht gibt, das man es nach und nach aufgeben muss, bis man schließlich genauso ein Verbrecher ist, wie diejenigen, die man bekämpft. Dabei fragt man sich als Leser, ob es Wahnsinn ist, der Ryan steuert, oder einfach die Angst, das Festhalten an der Utopie. Das es darauf keine zufriedenstellende Antwort gibt, macht den Roman noch realistischer.

Und so gut der "Fall" von Ryan auch beschrieben wird, so gibt es noch einen anderen Helden, Bill, der quasi den "Normalo" verkörpert, anfangs noch an die Vision glaubt, aber auch eine Charakterwandlung durchmachen muss. Im Gegensatz zu Ryan geht Bill aber andere Wege und schlägt die andere Richtung ein - und der Paukenschlag, das es kein Happy End gibt, wertet den Roman hier noch einmal zusätzlich auf.

Bei den vielen Charakterszenen und Entwicklungen stören die vielen Little Sisters und Splicer sogar ein wenig, aber sie sind wohl dem Setting geschuldet, bringen das Sci-Fi-Element rein und haben natürlich die Aufgabe, den Verfall der Stadt zu beschleunigen. Schön zu sehen ist, das hierbei auch die Nebencharaktere ihr "Fett", bzw. ihre Charakterszenen, bekommen, während um sie herum ab und an die Action kracht.

Fazit: Ein paar kleinere Kritikpunkte stören nicht das Gesamtbild dieses durchaus gelungenen Romans.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Bioshock - Rapture"

Originaltitel "Bioshock - Rapture"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor John Shirley

Übersetzer Andreas Kasprzak

Preis 14.95 Euro

Umfang 440 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833223259

(tg - 04.01.12)


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