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Thomas Götz (tg)03.03.12

"Blendwerk"

William C. Dietz

Inhalt

Alle 50.000 Jahre fällt eine Rasse von Maschinenwesen - die sogenannten Reapers - über die Galaxie her und "erntet" alle Lebensformen ab. Zwei Menschen, die die Wahrheit kennen, setzen alles daran, diesen Teufelskreis zu durchbrechen: Admiral David Anderson und seine Partnerin Kahlee Sanders. Ihre Manöver stören allerdings die Kreise der geheimen, paramilitärischen Organisation Cerberus, die alles daran setzt, ihre Machenschaften zu tarnen. Anderson und Sanders finden sich schnell zwischen allen Fronten wieder und wissen: Die Zeit der Ernte ist nah!

Kritik

Pünktlich zum Start von Mass Effect 3 darf natürlich auch ein neuer Roman nicht fehlen. Wie bereits die Vorgänger spielt auch dieser zeitlich noch vor Mass Effect 2, so dass man erneut keinen Shepard zu Gesicht bekommt (was natürlich wohl wieder der Tatsache geschuldet ist, dass die Story noch ein wenig individuell bleiben soll). Dennoch wurde fortgeführt, was schon im Vorgängerband zum Canon gemacht wurde: Udina wurde Ratsmitglied, Anderson blieb als Admiral beim Militär. Und doch ist einiges anders, denn Drew Karpyshyn, der Autor von „Mass Effect“ und „The Old Republic“ hat unlängst seinen Job aufgegeben, um sich eigenen Projekten zu widmen. Daher stammt dieser Roman aus der Feder von William C. Dietz…
Der vierte "Mass Effect"-Band.

… und löste in den Staaten einiges an Fanprotesten aus. Nicht wegen des Autorenwechsels, nein, denn auch Dietz kennt man ja als guten Schreiber von Videogameromanen. Die Proteste kommen viel eher von den vielen Canon-Fehlern, die in dem Roman gemacht wurden. Ein prominentes Beispiel gefällig? Ein Kroganer wird mit einem Messer in den Hals getötet – was aufgrund ihrer Physiologie aber eigentlich so nicht möglich ist. Man sieht also, dass auch Mass Effect eine treue Fangemeinde hat und allein die Tatsache, dass die Vorbestellungszahlen des dritten Teils bereits die des zweiten weit hinter sich gelassen haben, spricht hier wohl Bände. Aber Bioware wäre nicht Bioware, wenn es auf die Wünsche der Fans nicht einginge, und so wurde versprochen, dass in der nächsten Auflage des Romans die Fehler ausgebessert sein werden. Ob dies auch in der deutschen Fassung zum Tragen kommt, darf natürlich angezweifelt werden – dennoch: die von den (Hardcore-)Fans so bemängelten Logikbrüche fallen einem beim Normalen Lesen des Romans eigentlich auch gar nicht auf und stören so in keiner Weise.

Das Buch selbst dreht sich erneut um die Probleme menschlicher Biotiker und verfolgt die Charaktere Kahlee und Anderson sowie die aus den Vorgängern neu eingeführten. Dabei darf auch Cerberus wieder eine Rolle spielen und altbekannte Charaktere aus den Spielen auftreten, etwa Aria T’Loak. Dabei geraten allerdings vor allem Nick und Gillian auf die schiefe Bahn – und bezahlen am Ende den Preis dafür (wenn das mal nicht der erhobene moralische Zeigefinger ist, dass sich Verbrechen nicht lohnt?). Allerdings merkt man Dietz an, dass er sich an die Charaktere erst noch herantasten muss. Einige der Charakterentscheidungen wirken ein wenig zu schnell und überhastet herbei geführt, um vollends überzeugend zu sein.

Auch die Actionszenen wirken nicht immer überzeugend und sind meist in kurzen und schnellen Sätzen abgehakt. Lediglich die Schlußschlacht bildet hier eine Ausnahme, allerdings bekommt man auch hier gegen Ende das Gefühl, dem Autor gingen die Seiten aus und er musste diese mehr als überhastet zu Ende schreiben. Dass der Rat obligatorisch die Reaper-Bedrohung leugnet, ist dann auch nichts Neues mehr, und auch wenn es in den Spielen auch so war, scheint dies ein Verhalten zu sein, das in fast jeder Sci-Fi-Serie bei den Anführern auftritt (vermutlich, damit die Helden schön glänzen können).

Immerhin, die Bösewichter werden am Ende des Buches nicht bestraft, es gibt also kein Happy End, was mal eine schöne Abwechslung ist und den Band noch etwas aufwertet.

Fazit: Alles in allem eine Story, aus der man etwas mehr hätte machen können und die nicht ganz so faszinierend ist, wie die des Spieles. Aber der Roman ist gut zu lesen und alle mal eine kleine Einstimmung auf den kommenden dritten Teil.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Mass Effect 4 - Blendwerk"

Originaltitel "Mass Effect - Deception"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor William C. Dietz

Übersetzer Mick Schnelle

Preis 9.95 Euro

Umfang 330 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833224430

(tg - 11.03.12)


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