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Thomas Götz (tg)25.10.12

"Primordium"

Greg Bear

Inhalt

Auf einem defekten Halo-Ring versuchen zwei Menschen und ein Ausgestoßener der Blutsväter, ihrem Schicksal zu entrinnen. Zu spät erkennen die Flüchtlinge, dass nichts ist, wie es scheint, als sie feststellen müssen, dass die Geschicke von Menschen und Blutsvätern von einer monströsen Intelligenz geleitet werden.

Kritik

Ein gutes Weilchen hat es gedauert, bis der zweite Band der Blutsväter-Reihe erschienen ist. Vielen dürfte gar nicht mehr im Kopf geblieben sein, was im Vorgänger so los war - zum Glück wird, wie bei solchen Fortsetzungen üblich, dies nochmal kurz anfangs beleuchtet (tja, bei Sammelbänden ist sowas ja immer ein eher langweiliges Unterfangen). Doch will gut Ding auch Weile haben?
Der Abschluß der Blutsväter-Saga.

Im Roman selbst wandelt man wieder auf den Spuren des Menschen Chakas, der später zu Guilty Spark wird und Fans der Halo-Reihe ein Begriff ist. Dieser erzählt, wie er auf dem Halo gelandet ist und dabei dem Widrigkeiten (und Verrat) ausgesetzt war. Hier ist dann auch eines der großen Mankos des Romans, denn im Grunde ist er von Seite 1 bis zum Ende nur eine Wanderschaft, etwas, das man eher aus Fantasyromanen kennt. Nun muss das nichts schlechtes sein, wenn die Umsetzung stimmt, hier hapert es allerdings auch etwas.

Sicher, Chakas hat auf seinem Wege einige Fragen und muss sich einigen 'Prüfungen' stellen, eine rechte Charakterentwicklung kann man indes nicht unbedingt sehen. Da hilft es auch nicht, dass er noch eine weitere Persönlichkeit in seinem Kopf hat, die ihn später zu verführen sucht. Im Grunde ist Chakas wie eine Art Schwein, das zur Schlachtbank geführt wird. Er folgt stur dem vorgegebenen Pfad und weicht nur marginal davon ab, oder wenn er sich wirklich bedroht oder sich wirklich etwas falsch anfühlt. Dies passt zwar auf der einen Seite dazu, das die Blutsväter die besiegten Menschen 'klein' halten (so wissen sie nicht mal mehr, was Raumschiffe sind), trägt aber leider nicht dazu bei, dem Charakter Tiefe zu verleihen. Und auch wenn er Jahrtausende lang als Guilty Spark eingesperrt war, im Grunde ist es immer noch der gleiche tumbe Chakas.

Die Schreibweise in Ich-Form tut ein Übriges, den Leser noch weiter zu verwirren. Zwar muss das grundsätzlich nicht schlecht sein, aber wie erwähnt werden die Menschen klein gehalten und so ist es mehr als verwirrend, Beschreibungen etwa von Technik zu lesen (die man als heute aufgeklärter Mensch eigentlich kennt) wie sie aus der Sicht von Chakas vorkommt oder funktioniert. Wenn man schon einen etwas dümmlichen Menschen darstellt, wäre an dieser Stelle vielleicht wirklich die Übliche Erzählweise in der dritten Person besser gewesen, um sich derartige zusätzliche Verwirrungen zu ersparen.

Wer also darauf hofft, hier vom Krieg der Blutsväter gegen die Flood zu erfahren, der wird enttäuscht sein, den die Blutsväter sind zum Zeitpunkt der Geschichte schon fast alle tot. Der Roman selbst endet runtergebrochen bei einem Kampf, in dem Chakas verhindert, dass die Halos gegen ihre Schöpfer eingesetzt werden – gut, letztlich… hat Chakas hierzu eigentlich gar nichts beigetragen. Und es ist aber so, wie es die ONI-Offiziere in den Einblendungen (der Roman stellt quasi dar, was die Offiziere über Guilty 'lesen', was auch immer mal wieder eingestreut wird) beschreiben: Man kann sich bei einer Erzählung über den Wahrheitsgehalt nunmal nicht sicher sein.

Immerhin, das Ende entschädigt noch einmal für die ein oder andere verpatzte Gelegenheit und fast wünscht man sich, der ganze Roman wäre so aufgebaut gewesen.

Fazit: Verschenktes Potential, da nicht über den Krieg gegen die Flood berichtet wird, sondern der Roman beschreibt, wie Guilty wurde, was er wurde. Er ist damit eher die Odyssee eines Menschen und kratzt das faszinierende Halo-Universum leider nur oberflächlich an. Daher nur bedingt empfehlenswert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Halo - Blutsväter-Saga2: Primordium"

Originaltitel "Halo - Forerunners Saga 2: Primordium"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Greg Bear

Übersetzer Andreas Kasprzak, Tobias Toneguzzo

Preis 19.95 Euro

Umfang 314 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833225246

(tg - 28.10.12)


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