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Thomas Götz (tg)01.04.13

"Forsaken - Verlassen"

Oliver Bowden

Inhalt

Der neueste Roman zu Ubisofts Kultspielreihe "Assassin's Creed" rückt den Assassinen Connor in den Focus, der auf den Schlachtfeldern der amerikanischen Revolution seinem Handwerk nachgeht. Oliver Bowden schildert, wie Connor zu dem effektiven Killer werden konnte, der die Freiheit seines Volkes als Ziel hat.

Kritik

Oliver Bowden hat ja bereits die letzten vier Assassin’s Creed-Bücher geschrieben und so war es nur eine Frage der Zeit, bis er sich auch des aktuellen dritten Teils annimmt und auch diesen in Buchform zu Papier bringt. Nunja, genau genommen nicht den dritten Teil an sich, sondern, wie Spieler der Reihe wissen, die erste Hälfte des dritten Teils. In dieser steuert man noch nicht den Hauptcharakter sondern dessen Vater – und eben dieser Storyteil wird im vorliegenden Buch beschrieben. Durchaus also wahrscheinlich, dass man bald die zweite Hälfte des Spieles auch in Buchform lesen wird können.
Der neue Assassin's Creed-Roman.

Dabei werden gleich zwei Neuerungen eingeführt, die der Reihe durchaus gut tun – wobei man zugestehen muss, dass die Bücher von Bowden bislang eigentlich nie schlecht waren. Lediglich die reine Nacherzählung von Spielszenen fast 1:1 war hier öfters Grund zum Mäkeln und sorgte für die ein oder andere langweilige Spitze. Aber auch hier lernte der Autor beständig dazu und reduzierte die Kletter- und Kampfeinlagen auf ein Minimum.

So ist es zum Glück auch im vorliegenden Fall, so das man nicht langatmige Kletterszenen nachlesen muss (die mitunter die schöne Städtesicht der Spiele eh nicht hätten transportieren können) und diese auf wenige Sätze heruntergebrochen werden. Desweiteren wird die Perspektive aus der Sicht des Vaters von Connor in Form des Ich-Erzählers und anhand von Tagebucheinträgen erzählt. Was zunächst befremdlich klingt, funktioniert erstaunlich gut und trägt dazu bei, die Gefühlswelt und die Charakterentwicklung von Connors Vater gut aufzuzeigen.

Die zweite Neuerung ist, das Connors Vater ein Templer ist (der aber eigentlich Assassine hätte sein sollen) und man so einmal Gelegenheit erhält, die andere Seite des Konfliktes quasi live zu erleben. Dabei wird – wie schon erwähnt – nicht nur das charakterliche auf und ab von Haytham gut herüber gebracht sondern auch die Verzwicktheit der Situation sowie ein neuer Ansatz. Denn nachdem Haytham vom Verrat erfahren hat, ist es ein Anliegen von ihm, Frieden zwischen Assassinen und Templer zu erschaffen.

Gut, natürlich weiß jeder dass es dazu nicht kommen wird, dennoch wird hier sehr schön deutlich gemacht, dass man aus der Story durchaus noch interessante Facetten herausholen kann. Dies kaschiert natürlich etwas die altbekannte Story um die Suche nach dem Edensplitter und den Verrat und die Meucheleien – aber es wird gut kaschiert, so dass es wenig Grund zum Meckern gibt.

Eingebettet ist das Ganze natürlich in die Story um den Bürgerkrieg in den USA – und dabei wird nicht davor zurückgescheut, den ersten Präsidenten der USA als nicht ganz so lupenreinen Mann hinzustellen. Aber auch das war ja schon immer ein Markenzeichen der Reihe, historische Fakten mit dem Spiel zu verknüpfen. Auch hier funktioniert dies wieder gut. Dabei beschränkt sich der Autor nicht nur auf eine bloße Nacherzählung der Teile des Spiels, die sich um Haytham drehen, sondern webt auch neue Szenen ein – auch das ein großer Pluspunkt, der den Roman weiter bereichert.

Lediglich gegen Ende schwächelt das Buch etwas, denn die Szenen beginnen, sich zu wiederholen und es gibt noch einen netten kleinen Twist: Denn am Ende wechselt die Perspektive kurzzeitig zu Connor, der dann plötzlich in der Ich-Form erzählt. Etwas ungewohnt, hat man doch vorher seinen Vater begleitet, daher führt dies mitunter durchaus zu Verwirrungen. Auch merkt man, das an der Stelle einige Details aus dem Spiel, bzw. dem dritten Teil, fehlen, denn plötzlich werden vorher Gejagte wieder Freunde und auch einige andere kleinere Ungereimtheiten bleiben bestehen. Aber wie bereits erwähnt wird es wohl irgendwann noch die Connor-Story ebenso in Buchform geben (und die von Desmond fehlt ja genau genommen auch noch), in der dann diese Ungereimtheiten ausgeräumt werden (bleibt zu hoffen, das es nicht so nach hinten los geht, wie die letzten Splinter Cell-Romane, die ja auch dieselbe Story aus zwei Perspektiven erzählten).

Fazit: Ein weiterer guter Roman aus der Assassin’s Creed-Reihe mit nur leichten Schwächen, der von vorne bis hinten gut zu lesen ist.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Assassin's Creed - Forsaken - Verlassen"

Originaltitel "Assassin's Creed - Forsaken"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Oliver Bowden

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 14.95 Euro

Umfang 411 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833226106

(tg - 01.04.13)


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