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Thomas Götz (tg)23.03.13

"Halo - Kriegsspiele"

Karen Traviss

Inhalt

Der Frieden zwischen Allianz und Erde droht zu zerbrechen. Eine Splittergruppe der Sangheili schürt die Kriegslust, einige Kolonien der Menschen fordern den Bruch mit der Erde und die Entdeckung neuer Blutsvätertechnologie verhärtet alle Fronten. Der Krieg ist längst nicht zu Ende.

Kritik

Es ist schon eine Crux mit der Traviss. Da schrieb sie zuerst für Star Wars, und begann mit der Republic Commando-Reihe, die sogar noch leidlich interessant war und erst am Ende abflaute. Immerhin konzentrierte sie sich ein wenig zu sehr auf die Mandalorianer und am Ende las man ein Buch, das fast in deren Sprache verfasst war. Ihre Beiträge zur Reihe über das Vermächtnis der Jedi-Ritter waren gut, auch wenn sie auch dort sich zu viel auf die Behelmten Söldner gestützt hat (einige der erfundenen Schimpfwörter des Mando’a sind mittlerweile leider in die Star Wars-EU-Bücher als fester Bestandteil eingegangen). Dann kam Mandalore in der Clone Wars-TV-Serie dran und schmiss mal eben alles, was die liebe Frau Traviss so geschrieben hatte, über den Haufen. Und dabei war Traviss jemand, der in ihren Büchern gern mal Fehler ausbesserte und die Konsistenzen zwischen Serie und Büchern flüssig hielt. Nichtsdestotrotz, das reichte offenbar, um die liebe Frau zu bewegen, wütend hinzuschmeißen und nie wieder Star Wars zu schreiben (zumindest erzählt man es sich teilweise so). Als nächstes ließ man sie auf die Reihe „Gears of War“ los, die eher schlecht als recht lief, zwar ein paar gute Szenen hat, deren Bücher sich aber vor allem durch zwei Sachen auszeichneten: megakleine Schrift und zäh wie Kaugummi. Nachdem die Gears of War-Reihe ihr (vorläufiges) Ende erreicht hat, tobt sich Traviss nun in der Halo-Serie aus. Und was soll man sagen, viel besser ist es leider nicht geworden.
Der neue Halo-Band aus der kürzlich betitelten neuen Trilogie.

Auch dieses Buch, die Fortsetzung von Glasslands (und hat jetzt mit „Kilo-Five Teil 2“ einen Untertitel erhalten), zieht sich leider wie Kaugummi dahin. Die Ausgangslage ist wie folgt: Die Menschen versuchen weiter im Bürgerkrieg auf Sanghelios Unfrieden zu stiften, teils absichtlich teils unabsichtlich.

Und das war’s. Das ist die Inhaltsangabe des ganzen Bandes, mehr passiert nicht. Und mit mehr passiert nicht meint man es durchaus wörtlich.

Gut, man könnte jetzt ein wenig ins Detail gehen: Die Menschen kommen auf Sanghelios an, und zwar diejenigen, die helfen wollen und diejenigen, die den Planeten bzw. die Sangheili gegeneinander ausspielen wollen. Dann darf jeder ein wenig Chaos auf seiner Seite stiften und das war’s dann, wobei es natürlich hie und da ein paar Opfer gibt. Zwischendrin versucht Professor Philips ein Blutsväter-Rätsel zu lösen und auch Jul versucht, mehr über Onyx zu erfahren. Letztere beiden Passagen sind auch die interessantesten des Buches, machen aber kaum ein Drittel von ihm aus, so dass die große Mystik auf der Strecke bleibt.

Keine Doktor Halsey also, die Geheimnisse von Onyx und den Blutsvätern werden nur angekratzt (obs im dritten Teil besser läuft?). Die Menschen haben nun eine neue Technologie und greifen wie erwähnt auf Sanghelios ein. Auch hier wird versucht, etwas Einblick in die dortige Kultur zu geben. Aber auch hier bleibt das ganze Prozedere um die Weibchen nur schmückendes Beiwerk und wird zu keinem Zeitpunkt interessant. Der Roman beschränkt sich auf weite Strecken nur um die Auseinandersetzung der Sangheili und wie die Menschen dort involviert sind – und fährt damit auf große Strecken immer wieder das gleiche in einer Endlosschleife ab. Das man darüber 400 Seiten schreiben kann, ist fast schon ein Wunder.

Auch bei Charakterentwicklung herrscht gähnende Leere vor. Auch hier wurde die Chance vertan, wirklich mitreißend zu schreiben und noch das letzte Quäntchen aus der Story zu holen. Lediglich eine Spartanerin, die ihren Vater wiederfinden will, wirkt dabei etwas überzeugender. Aufgrund der schlechten (bzw. nicht vorhandenen) Darstellung der Sangheili-Kultur kann nicht mal der Tod von Juls Frau einen hier mitreißen. Im Grunde handeln alle Charaktere nach Schema F – und tun das bis zum Ende ohne das groß etwas anderes passiert.

Dadurch wird der Roman leider wieder extrem zäh. Erst auf den letzten paar Seiten zeigt sich, das man aus der Mystik einiges mehr hätte herausholen können und es gibt sogar einige interessante Szenen, aber dann ist das Buch vorbei. Gut, der dritte Teil kommt bestimmt, aber ob dieser so empfehlenswert sein kann nach diesem Debakel?

Auch wenn dieser Roman die Brücke zwischen Halo 3 und 4 schlägt, ist er eher weniger empfehlenswert.

Fazit: Ein langatmiges zähes Buch, das zu fast keiner Zeit echte Spannung aufkommen lässt und dessen Charaktere einfach nur blass bleiben. Eigentlich nicht mal für Hardcore-Fans empfehlenswert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Halo - Kilo-Five 2: Kriegsspiele"

Originaltitel "Halo - The Thursday War"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Karen Traviss

Übersetzer Andreas Kasprzak, Tobias Toneguzzo

Verlag Panini

ISBN 9783833226113

(tg - 23.03.13)


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