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Thomas Götz (tg)21.08.13

"Vol'jin - Schatten der Horde"

Michael A. Stackpole

Inhalt

Die weltumspannenden Umwälzungen des Weltenbebens scheinen langsam aber sicher abgeklungen zu sein und die vielfachen Zerstörungen wurden weitestgehend beseitigt, doch ein neuer Krieg droht zwischen Allianz und Horde, dessen Auswirkungen noch viel schlimmer sein könnten als die Katastrophe, die Azeroth an den Rand der Vernichtung brachte.

Kritik

Ein neuer World of WarCraft-Roman wirft auch immer die Frage auf, inwieweit er die aktuellen Ereignisse im Spiel behandelt oder fortführt - und natürlich was der Spieler davon wissen muss, um das Spiel weiter zu genießen. Im vorliegenden Fall ist das, eigentlich wie immer, gar nichts.
Ein neuer Roman aus der World of WarCraft bietet den Auftakt zu Patch 5.3.

Denn der vorliegende Band dreht sich um die Übernahme der Horde durch Garrosh und seiner rigorosen Politik. Ok, auch nur am Rande, aber zumindest ist das der Aufhänger. Denn los geht es mit dem Attentat auf Vol'jin, der ja auch Titelgeber des Buches ist, so dass klar ist, das er im Vordergrund steht. Natürlich überlebt er und wird von Pandaren gesund gepflegt. Und während dieser Pflege begibt er sich auf eine Seelenreise, um sein Wahres Ich zu finden.

Damit wurden auch schon die ersten ca. 150 Buchseiten abgedeckt, denn außer Vol'jins Genesung gibt es da nicht viel zu lesen. Sicher, seinem Charakter, dem von Chen Sturmbräu und dem Menschen, der sein Freund wird, werden teils schöne Charakterszenen 'aufgebürdet', viel Neues bieten die aber leider nicht. So kann der geneigte Leser schon nach kurzer Zeit erahnen, das Vol'jin im Laufe des Bandes seine Feindseligkeit zur Allianz etwas einstellen wird (vielleicht eine Voraussicht auf die nächste Erweiterung, in der Allianzler Hordequests machen können und umgekehrt? Gut, man wird ja noch träumen dürfen).

Gerade wenn man sich als Leser aber fragt, ob das alles ist und ob dieser lange "Selbstfindungstrip" auch die restlichen Seiten des Buches ausmacht, kommt zumindest etwas Action auf, denn es erfolgt der Angriff des Donnerkönigs aus dem aktuellen Patch. Damit ist der Roman also quasi die Begleitversion zu erwähntem Patch bzw. den Ereignissen dazu. Und wie bei jeder Erweiterung oder jedem Patch kriegt der Spieler von diesen einleitenden Ereignissen In Game so rein gar nichts mit. Leider glänzt der Roman aber auch bei den Actioneinlagen nicht wirklich.

Da werden die Mönche abgestellt, um die Voraushut des Donnerkönigs abzuwehren, damit man seine Insel angreifen kann. Wer den aktuellen Patch gespielt hat, weiß bereits wie erfolgreich die Verteidiger dabei sein werden. So ergießt sich der Roman leider etwas in recht belanglosen Scharmützeln, die zu einem etwas überhastet wirkendem Höhepunkt hinleiten (hatte man da mal wieder keine Erlaubnis, weiter als 400 Seiten zu schreiben?). Einstmals mächtige Gegner werden da in schnellen Handstreichen besiegt, während unbedeutende Hansdämpfe den Helden schwere Verluste zufügt (ein Schelm wer nun schreit "Ist ja wie im Spiel").

Da hilft auch die Einführung eines Mogu-Generals und einer Trollhexe nicht mehr wirklich. Zwar wird kurz auf deren Beweggründe eingegangen, so richtig mitreißend mag aber auch das letztlich nicht sein. Zu vorhersehbar ist einfach, das sich Vol'jin nicht den Bösen anschließen wird und das er am Ende selbige töten wird. Auch sein neuer Menschenfreund überlebt in einer etwas spirituell angehauchten Szene - und leider muss man sagen, das es emotional besser gewesen wäre, man hätte ihn sterben lassen. Dies hätte am Ende noch einmal einen richtig schönen (emotionalen) Zug gegeben. An jenem Ende ist übrigens auch klar, das Vol'jin nach Durotar zurückgehen muss - ist ja klar, er wird ja im nächsten Patch genau an der Stelle gebraucht, den Donnerkönig abwehren dürfen andere. Also... die Spieler, die dann auch wieder bei Vol'jins Rückkehr nach Orgrimmar dabei sind - da sage noch einer Vol'jin hätte keine Zeit für den Angriff.

Aber gut, das sind letzten Endes Spitzfindigkeiten. Was bleibt ist ein Roman, der leider über die Mittelmäßigkeit nicht hinauskommt und an den meisten Stellen zu vorhersehbar ist.

Fazit: Ein eher mittelmäßiges Buch, wobei nicht einmal die Actionszenen restlos überzeugen können. Auch sonst bleibt, durch die Vorhersehbarkeit, vieles in diesem Roman einfach auf der Strecke oder driftet in Belanglosigkeiten ab - und genau das ist auch eine gute Umschreibung dieses Bandes.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "World of WarCraft: Vol'jin - Schatten der Horde"

Originaltitel "World of WarCraft: Vol'jin - Shadows of the Horde"

Buchreihe WarCraft/StarCraft

Autor Michael A. Stackpole

Übersetzer Andreas Kasprzak, Tobias Toneguzzo

Preis 19.95 Euro

Umfang 395 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833226175

(tg - 21.08.13)


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