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Thomas Götz (tg)07.08.13

"Silentium"

Greg Bear

Inhalt

Teil 3 der populären "Blutsväter"-Saga aus dem HALO-Universum. In den letzten Tagen der Herrschaft der Blutsväter regiert das Chaos. Die Flood sind auf dem Vormarsch und interne Zwistigkeiten schwächen die Verteidigung der ehemals dominierenden Spezies im Universum. Doch es gibt noch eine letzte Hoffnung ...

Kritik

Der dritte Band der Vorväter-Trilogie bringt die begonnene Story zu einem Abschluss und... Moment, war die Story nicht schon im zweiten Band zu Ende? Richtig, im Grunde hätte nach dem Ende des zweiten Bandes die Story beendet sein können. Gut, ein paar lose Enden hätte man aufknüpfen können, einen richtigen dritten Band hatte man an der Stelle aber nicht zwingend benötigt. Dennoch werden mit dem vorliegenden Band die Weichen für Halo 4 gestellt, so das er durchaus seine Existenzberechtigung hat.
Der Abschluss der Blutsväter-Saga.

Handlungstechnisch ist man noch immer in der Vergangenheit angesiedelt und erlebt das Ende der Blutsväter - also eigentlich genau das, worauf man auch schon in den ersten zwei Bänden gehofft hatte. Diese waren ja eher langweilig und behandelten die Entstehung von 343 Guilty Spark, während der Krieg gegen die Flood eher im Hintergrund ablief. Gut, großartige Schlachten darf man auch in diesem Band nicht erwarten, dennoch wird auf politische Ränkespiele und den Zusammenbruch des Blutsv äter-Reiches nicht verzichtet. Und zumindest das (und die Rettung der Menschheit) sind sehr interessante Geschichten.

Als "Hauptdarsteller" erweisen sich der Didaktiker (mal zwei) und die Bibliothekarin, die erst verurteilt, dann doch zurückgeholt und schließlich quasi die Rettung aka. den Sieg über die Flood bringen. Wie schon in den Vorgängern ist auch hier das Ganze aus der Ich-Perspektive erzählt und so werden die inneren Beweggründe der Charaktere durchaus offenbar - zumindest die der meisten, denn die das 'Wahnsinnigen' Didaktikers kommen so nicht richtig 'durch'. Durch die Verwendung von Blutsväter-Fachbegriffen wird zudem eine Atmosphäre geschaffen, die in der Tat recht fremdartig wirkt und so hat man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, man halte sich in einer "Menschendomäne" auf. Dies ist in der Tat eine interessante Abwechslung beim Lesen und war ja so ähnlich auch schon in den Vorgängern präsent.

Von dieser fremden Atmosphäre aber abgesehen verliert sich der Roman etwas in Unübersichtlichkeit. Dies liegt vor allem daran, das Jahrhunderte und Jahrtausende in wenigen Sätzen abgehandelt werden. Dann springen die Zeitebenen wieder durcheinander, etwa wenn im einen Kapitel der Didaktiker noch 1000 Jahre in der 'Vergangenheit' ist, im nächsten die Ich-Perspektive aus der Sicht der Bibliothekarin erzählt wird und im nächsten sich die beiden quasi in der Echtzeit treffen. Gut, es mag Zeitdillitation als Ursache geltend gemacht werden, dennoch ist es manchmal verwirrend, dies zu lesen. Noch verwirrender ist das ständige Hin- und Herspringen der Erzähler. So ist der Ich-Erzähler einmal die Bibliothekarin, dann wieder der Didaktiker, dann Guilty Spark, dann ein Konspekt usw.. Auch dies trägt leider nicht dazu bei, die Handlung zugänglicher zu machen.

Erschwerend kommen die bereits erwähnten Sprünge hinzu, die sich derart äußern, das z.B. die Bibliothekarin ihren Gemahl aufsucht. Der hat aber schon irgendwelche Experimente getätigt - warum erfährt man nicht, da die Zeit zwischen seiner letzten Ich-Perspektive und der seiner Frau einfach übersprungen bzw. als gegeben voraus gesetzt wird. Klingt verwirrend? Ist es stellenweise leider auch. Hierunter leidet natürlich der Tiefgang der Handlung und die Weiterentwicklung der Charaktere extrem, denn wie ebenso bereits erwähnt, warum der Didaktiker wahnsinnig wird erschließt sich so auch nicht unbedingt.

Vielleicht wäre es im vorliegenden Fall besser gewesen, auf den Ich-Erzähler und die Sprünge zu verzichten, und eine etwas linearere Story um die letzten Tage der Blutsväter zu erzählen. Potential gab es genug: die Intrigen des Großen Erbauers, um die beiden Protagonisten auszuschalten, der Krieg gegen die Flood und wie der verloren geht oder die Aktivierung der Halos. Daraus hätte man eine von Anfang bis Ende mitreißende Story stricken können - so bleibt leider nur eine zwar im Ansatz gute, im Detail aber an vielen Stellen etwas hapernde (bzw. stotternde) Story zurück, die stellenweise an ein Flickwerk erinnert.

Fazit: Trotz sehr guter Ansätze liegt der Teufel im Detail. Wer die Spiele nicht kennt, steht etwas auf verlorenem Posten. So bleibt (leider) nur gutes Mittelmaß übrig.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Halo - Die Blutsväter-Saga 3: Silentium"

Originaltitel "Halo - The Forerunners Saga 3: Silentium"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Greg Bear

Übersetzer Andreas Kasprzak

Preis 19.95 Euro

Umfang 314 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833227011

(tg - 07.08.13)


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