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Thomas Götz (tg)17.08.13

"Das Meer des Leids"

Ree Soesbee

Inhalt

Das verlorene Königreich Orr liegt vergessen am Grunde des Ozeans. Eine ganze Nation wurde einst von einem gewaltigen Kataklysmus hinweggefegt. Jahrhundertelang schlummerte Orr in der Tiefe. Bis jetzt. Der Drache Zhaitan ist erwacht und mit ihm eine Armee von Untoten.

Kritik

Bereits der dritte Guild Wars-Band liegt mit dem vorliegenden Roman vor und präsentiert erneut eine Geschichte aus der Welt von Tyria. Eine große Handlung oder Fortsetzung selbiger gab es nicht, denn die Romane waren immer schon Einzelgeschichten und so ist es auch diesmal.
Der dritte Roman erschien passend zum Release von Guild Wars 2 und nun auch auf deutsch.

Handlungstechnisch verfolgen wir die Geschichte von Corbin Marriner, der von einem einfachen Slumjungen zum Chef einer Stadt aufsteigt. Hier ist zumindest der Anfang und das Ende gut gelungen, denn die Beweggründe für Cobys Weggang werden ebenso gut beschrieben wie sein Aufstieg zum Kapitän und hinterher Quasi-Chef der Stadt. Da sich die Handlung um ihn dreht ist e auch völlig in Ordnung, das man hauptsächlich ihm folgt und sich seinen Entscheidungen und Lebensentwicklungen widmet.

Leider offenbart sich hier auch schon ein erstes Manko: So interessant der Anfang und vor allem das Ende sind, hat man manchmal den Eindruck, Coby entwickelt sich gar nicht. So ist er im hohen Alter noch fast genauso engstirnig wie früher, lässt kaum Theorien neben seiner eigenen zu und erkennt auch seinen eigenen Sohn erst 50 Seiten später, während der Leser schon bei dessem ersten Auftreten weiß: das ist er! Immerhin ist der Anfang um seine tote Schwester sowie das Ende der Geschichte recht gut, charakterkonform und spannend umgesetzt.

Solche und ähnliche Stellen häufen sich leider im Buch zuhauf und machen es teilweise leider etwas zäh zu lesen. Dies liegt aber mitunter auch daran, dass munter die üblichen Piratenklischees bedient werden. So geht der Kampf gegen Untote, die Coby noch von früher kennt (Fluch der Karibik lässt grüßen). Wobei dies noch eine Szene ist, die recht gut funktioniert, da man als Leser die Untoten von den ersten Buchkapiteln kennt. Hier mal ein paar Beispiele für Szenen, die so rein gar nicht funktionieren wollen: Es wird eine Frau gerettet, die sich natürlich gleich haushoch in Coby verliebt. Bam, Zeitsprung zwei Jahre später, die beiden stehen kurz vor der Ehe und sind im Kapitänsrat der neu gegründeten Stadt. Wie das alles zustande kam wird nicht erklärt. Oder auch: Coby wird Matrose auf einem Schiff, hilft bei Schlachten und... Zeitsprung, Coby ist Kapitän, die früheren Matrosenkollegen sind jetzt seine Mannschaft. Wie er das geschafft hat: Glücksspiel und Hocharbeiten, erklärt in einem Satz.

Oder auch: Coby heiratet seine Frau. Zeitsprung, sieben Jahre, die zwei stehen kurz vor der Scheidung. Ja wie jetzt, was jetzt? Sicher, es folgt später eine dürftige Erklärung, aber diese besteht nur aus wenigen Sätzen. Hier wäre es viel spannender gewesen, die Geschichte entsprechend zu entwickeln und zumindest einige dieser Entwicklungen aufzuzeigen. Leider häufen sich diese Szenen zuhauf. Da sind plötzlich neue Charaktere da, die jeder kennt weil sie in der Zeit der angesprochenen Zeitsprünge aufgetreten sind - Pech nur, das der Leser sie eben nicht kennt und sie so ein wenig mit dem Holzhammer eingeführt werden statt an sie heranzugehen und etwa kurze Erklärungen zu ihrem Hiersein zu machen.

Auch der Anfang des Bandes, so etwa die ersten 300 Seiten, liest sich seitenweise eher wie eine Anleitung zum Segeln denn ein richtig guter Fantasy-Roman. Sicher, es mag dazu gehören, den Eindruck in einer Fantasy-Welt zu sein hat man aber nur dank der Untoten und anderen Völker, sonst bleibt das fantastische von Guild Wars leider etwas auf der Strecke und man hat den Eindruck, der Roman könnte auch in der jetzigen Welt spielen. Leider ist das auch Storytechnisch so, denn die Handlung ist doch recht einfach und nichts, was nicht schon mal da gewesen wäre.

Immerhin, gegen Ende zieht das Buch durchaus an, und die Geschichte um den Verrat, der aus einer Richtung kommt, die man nicht erwartet, sowie die Schlacht und die politischen Intrigen am Schluss vermögen durchaus Spannung zu erzeugen und mitreißend zu sein. Schade nur, das auch hier am Ende wieder die üblichen Klischees bedient werden müssen, um die Schlacht zu gewinnen, wodurch dieser Abschnitt nachträglich nochmal abgewertet wird.

Fazit: Ein etwas unrunder Roman, der an einigen Stellen leider etwas hapert und erst am Ende richtige Spannung erzeugt. So bleibt leider nur Mittelmaß, aber gerade so.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Guild Wars 3 - Das Meer des Leids"

Originaltitel "Guild Wars - Sea of Sorrows"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Ree Soesbee

Übersetzer Tobias Toneguzzo

Preis 16.95 Euro

Umfang 523 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833227028

(tg - 17.08.13)


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