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Thomas Götz (tg)10.09.14

"Borderlands - Unbesiegbar"

John Shirley

Inhalt

Eigentlich ist es kein Geheimnis. Die Borderlands sind nicht zu bezwingen. Doch offensichtlich will es ein gewisser General an der Spitze einer gigantischen Armee selbst herausfinden. Und dieser General ist eine Göttin. Ihr Name ist Gynella und sie will den gesamten Planeten in die Knie zwingen. Doch da tauchen vier Probleme auf: Roland, Mordecai, Brick und Daphne.

Kritik

Der zweite Borderlands-Roman auf Deutsch liegt mit dem vorliegenden Werk vor und erneut zeichnet sich John Shirley als Autor verantwortlich. Vorneweg muss man sagen, das es allerdings erneut nicht gelungen ist, den Humor der Vorlage überzeugend in Buchform umzusetzen, denn zu viele Mankos stören das Gesamtbild des Buches.
Der zweite Borderlands-Roman.

Dabei ist der Anfang noch nicht mal schlecht. Gut, es gibt eine Rahmenhandlung, in die die Geschichte eingebettet ist und die man eigentlich gar nicht gebraucht hätte, aber davon mal abgesehen haben wir eine Generalin, die ihre Untertanen in (sexuelle) Abhängigkeit zwingt und ein Söldnerteam, das eigentlich nur seinen Geschäften nachgehen will und dabei zufällig in die Eroberungsfeldzüge besagter Dame stolpert. Dabei gibt es zumindest am Anfang noch jede Menge Szenen, die durchaus Potential haben. So etwa die Droge der fiesen Frau und den Forschungen daran, oder die Kabbeleien zwischen Mordecai, Roland, Daphne und Brick, den Hauptprotagonisten.

Denn vor allem am Anfang dürfen die noch - zumindest im Ansatz - Charakterszenen zeigen, etwa wenn sie in einer Siedlung ankommen, Mitleid empfinden und den Leuten dort helfen. Oder sich fragen, ob das, was sie tun, richtig ist. Wie allerdings die Siedler, die sogar noch recht gut eingeführt werden, gerät das alles recht schnell in Vergangenheit und spätestens nach den ersten 100 Seiten geht es rapide abwärts. Denn leider liegt ab diesem Zeitpunkt das Hauptaugenmerk des Romans schlicht und ergreifend darauf, den Leser zur nächsten Schnetzelszene zu führen. So gibt es Kämpfe en Masse, bei denen das Blut nur so spritzt und wenn man einen überwunden hat, springt man alsbald zum nächsten blutigen Reigen und so weiter und so fort. Das Innenleben der Charaktere gerät zusehends in Vergessenheit und selbst der hartgesottenste Leser dürfte sich eher früher als später in die Langeweile abdriften sehen, da sich die Szenen einfach zu stark ähneln und immer wieder wiederholen. Beispiel gefällig? Neu eingeführte Schurken (oder auch Siedler) werden mit den Worten "Ich töte dich sowieso" nur wenige Seiten später ebenso ins Jenseits befördert, eine Szenerie, die sich im Verlauf des Buches leider mehrfach abspielt.

Gut, nun könnte man argumentieren dass das Ganze ja auf einem 3D-Shooter basiert, aber einen 3D-Shooter kann man atmosphärisch einfach nicht 1:1 auf die Seiten eines Buches übertragen, denn hier wirkt das Gemetzel wohl nur gut, wenn das Buch derart interaktiv werden würde, das wirklich Kunstblut von den Seiten träufelt. Aber das ist natürlich (oder gottseidank?) noch Zukunftsmusik. Und in der Borderlands-Reihe geht es zwar um das Töten von Feinden, aber es kommen auch Sachen wie der Humor nicht zu kurz und auch diese Elemente fehlen hier in diesem Buch erneut. Die Humoreinlagen von Brick vermögen an dieser Stelle nicht wirklich zu überzeugen und wirken teilweise dann doch zu aufgesetzt. Das Abservieren der Auftraggeber in weniger als einer halben Seite gegen Schluss ist an dieser Stelle dann nur das Tüpfelchen auf dem i an Überflüssigkeiten. Das es einer Söldnertruppe aus 4 Mann im Alleingang gelingt, eine Armee aufzuhalten, erwähnt man auch besser gleich gar nicht (gut, fairerweise soll erwähnt werden, das die doch etwas dumm sind und es in der Historie abstruser Stories schon Schlimmeres gab).

Und obwohl es gegen Ende noch ein paar nette Szenen gibt, die fast das Feeling der ersten Seiten wieder aufkommen lassen, täuschen auch diese nicht darüber hinweg, das alle Charaktere - selbst die Bösewichte trotz durchaus akzeptabler Screentime.. ähem Seitentime - mehr als blass bleiben. Den Helden geht es nicht besser, auch wenn hier manchmal Ansätze durchblitzen. Aber richtig überzeugend ist das Ganze Setting einfach nicht wirklich. Schade, denn hier hätte man zweifelsohne mehr herausholen können.

Fazit: Trotz eines netten Auftaktes driftet das Buch extrem schnell in Langeweile und einer Aneinanderreihung von Metzelszenen an. Wer auf sowas steht...aber da sich diese Szenen zu sehr gleichen, sollte auch dem Hartgesottensten Fan schnell die Laune vergehen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Borderlands - Unbesiegbar"

Originaltitel "Borderlands - Unconquered"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor John Shirley

Übersetzer Tobias Toneguzzo & Andreas Kasprzak

Preis 12,99 Euro

Umfang 332 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833228223

(tg - 10.09.14)


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