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Thomas Götz (tg)25.05.14

"Blackbeard - Das verschollene Logbuch"

Christie Golden

Inhalt

Blackbeard gilt als eine der faszinierendsten Figuren des goldenen Zeitalters der Piraten. Nun findet der legendäre Seeräuber Zugang zur Assassin's-Creed-Saga, indem er die Reihen des Freibeuters Edward Kenway – der Vorfahre des Assassinen Connor – verstärkt. Gestaltet wie ein echtes Piraten-Logbuch enthält dieses umfangreiche Nachschlagewerk zahlreiche Illustrationen, Porträts, Steckbriefe, Schiffsblaupausen, Zeitungsausschnitte, Kaperbriefe und vieles mehr.

Kritik

Nicht nur bei Diablo 3 darf es etwas ausgefallenere Bücher geben, auch Ubisoft springt in die gleiche Kerbe und bringt mit „Blackbeard – Das verschollene Logbuch“ einen Hintergrundband zum Spiel bzw. zu Blackbeard selbst heraus.
Ein kunstvolles Buch für Sammler über Assassin's Creed 4.

Das Buch ist dabei wieder in einem Hardcovereinband gehalten und auf alt getrimmt. So sehen die Seiten wirklich kunstvoll gestaltet und wie auf altem Papier gedruckt aus – auch wenn sie, im Gegensatz zur „Tyrael-Chronik“ etwa, nicht äußerlich alt aussehen (zum Vergleich: die Seiten der Tyrael-Chronik wiesen einen „Goldüberzug“ auf, der auch deutlich zu sehen war, wenn man von außen auf die Seiten des Buches sah). Dies nimmt aber nur ein bisschen von der Illusion und hat eher weniger Bedeutung.

Der Band selbst ist mit vielen Zeichnungen versehen, die die Zeit der Piraten recht gut einzufangen vermögen. Auch gibt es zu einigen Darstellungen ausklappbare Pläne oder Briefe, um die Vorstellung, ein Piratenlogbuch in Händen zu halten, weiter perfekt zu machen. Man muss sagen das Ganze ist recht gut und gelungen umgesetzt, auch wenn man manchmal fürchtet, das die aufklappbaren Teile abfallen könnten, scheinen sie doch nur an einer Ecke befestigt zu sein. Zweifellos also ein Buch für Sammler, denn Kinder könnten hier sicher mal „zupfen“.

Allerdings gibt es zwei Mankos, die das Gesamtbild etwas stören. Zum einen sind einige Seiten (vor allem die, die nur halb mit Text gefüllt sind) nicht übersetzt. Am Ende ist sogar eine ganze Briefseite im englischen Original belassen. Ob dies so beabsichtigt war oder schlicht übersehen wurde ist natürlich fraglich, aber ein derartiger Fehler passierte bereits in der „Tyrael-Chronik“. Das zweite Manko ist der Schrift im Buch selbst geschuldet. Sicher ist die auf „alt“ und „Handschrift“ getrimmt und soweit auch gut gelungen, allerdings wäre in dem Fall etwas weniger „Handschrift“ vielleicht mehr gewesen, denn manchmal ist es einfach nur schwer und mühsam, das Gekritzel zu entziffern.

Aber gut, dies sind nur die oberflächlichen Kritikpunkte, die noch akzeptabel wären. Sieht man sich den Inhalt des Buches an, wird man auch leicht enttäuscht. Zwar wird Blackbeards Leben beschrieben und auch Edward Kenway, der Held von Assassin’s Creed 4, wird mehrfach erwähnt. Eine richtig prominente Rolle nimmt er aber nicht ein und so bleibt seine Suche nach dem Observatorium eher eine Randerscheinung.

Überhaupt konzentriert sich der Band eher auf Blackbeard denn auf Kenway, wer also das Spiel oder das Begleitbuch nicht kennt, ist also zunächst mal völlig aufgeschmissen, da, wie ebenso erwähnt, auch viele Bezüge zum Spiel selbst einfach fehlen. Gut, sie können auch nicht vorhanden sein, denn die Hauptfigur ist Kenway und nunmal nicht Blackbeard. Da es aber um Blackbeard geht, liest sich die Geschichte eher wie das Leben eines typischen Piraten denn etwas, bei dem es um das Spiel geht. So gesehen sind die Bezüge zum Spiel eigentlich völlig unnütz und überflüssig, sie fallen eh nicht ins Gewicht.

Zwar wird das Leben auf See gut beschrieben, Blackbeards Raubzüge werden aber auch kaum dargestellt und es wird eher versucht, Blackbeards Innenleben darzustellen und den Charakter menschlicher zu machen. Laut dem Nachwort ist das auch die Absicht der Autorin gewesen und sicher löblich, immerhin funktioniert das ganz gut, es bleiben aber einige Sachen auf der Strecke, die noch im Spiel angesprochen wurden, etwa das es sich bei Kid in Wahrheit um eine Frau handelt und andere Dinge, die auch für Blackbeard Bedeutung gehabt hätten.

So bleibt ein zwar gut gemachter Band zurück, der allerdings wirkliche Bezüge zu Assassin’s Creed 4 vermissen lässt und aus dieser Warte gesehen eigentlich überflüssig ist.

Fazit: Ein Band für Sammler und Liebhaber der Reihe, der etwas Hintergründe ergänzt, sich dabei aber eher weniger auf die Geschehnisse der Game-Reihe konzentriert, statt auf Blackbeard selbst. Trotz guter Aufmachung und als Sammlerstück sicherlich ein Hingucker eher etwas für richtige Hardcore-Fans.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Blackbeard - Das verschollene Logbuch"

Originaltitel "Blackbeard - The lost Journal"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Christie Golden

Übersetzer Andreas Kasprzak

Preis 39,90 Euro

Umfang 156 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833228649

(tg - 25.05.14)


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