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Thomas Götz (tg)15.09.14

"Das maskierte Reich"

Patrick Weekes

Inhalt

Kaiserin Celene von Orlais ebnete sich mit Weisheit, Witz und kluger Manipulation den Weg zum Thron der mächtigsten Nation Thedas. Doch nun wird das Reich, das sie in ein goldenes Zeitalter führte, von innen heraus bedroht. Ein Krieg zwischen Templern und Magiern scheint unausweichlich.

Kritik

Bei vielen Spielen ist es üblich, das, noch bevor sie veröffentlicht werden, ein Roman erscheint, der quasi die Vorgeschichte erzählt. Oder, im Falle eines Mehrteilers, die Ereignisse zwischen den Spielen. Auch "Mass Effect" oder "Dragon Age" von Bioware machen da keine Ausnahmen und mit dem "maskierten Reich" liegt schon der vierte Dragon Age-Roman vor, der erneut die Vorgeschichte erzählt. An dieser Stelle sollte man wohl auch einen kleinen Übersetzungsfauxpas erwähnen, denn Schwester "Nachtigall" wurde hier im Buch übersetzt, während sie in den Spielen weiterhin "Nightingale" hieß. Aber dies ist nur ein kleines Manko an einem ansonsten sehr überragend geschriebenen Buch.
Die Vorgeschichte zu Dragon Age 3.

Worum es geht ist schnell erzählt: ein Putschversuch in Orlais. Hier muss die Kaiserin flüchten und ihren Thron zurückerobern, was natürlich nicht ganz so einfach ist. Aber bereits von der ersten Seite an wird deutlich, das Patrick Weekes ein sehr guter Ersatz für den ausgeschiedenen Karpyshyn ist und seine Geschichten zu erzählen weiß. Zunächst geht alles natürlich noch ruhig an und die Charaktere werden eingeführt. Es gibt Intrigen am Hof und es gibt die politischen Spiele, die sich bis in die kleinsten Winkel erstrecken und in ihren Nuancen mal mehr mal weniger offensichtlich durchschlagen. Hier kann selbst der versierteste Leser noch den ein oder anderen Aha-Effekt erleben.

Nicht nur das die Charaktere plastisch und gut beschrieben sind, selbst die Nebenrollen werden extrem gut ausgearbeitet - bis hin zum Bösewicht. Denn der Bösewicht ist nicht nur ein einfacher Bösewicht, sondern hat Motive, Hintergründe und vor allem Ehre. Will heißen, er ermordet seine Widersacher nicht sofort und stumpf. Auf der einen Seite vielleicht unverständlich, passt auf der anderen diese Charakterisierung wie die Faust aufs Auge und besonders im Gegensatz zu einigen eher "unehrenhaften" Gesellen wird der Unterschied deutlich. Dies geht sogar soweit, das man im späteren Verlauf Sympathien für Gaspard empfindet und sich wünscht, es gäbe eine friedliche Lösung des Konfliktes. Den Leser gekonnt zwischen den Sympathieträgern (Gut/Böse) jonglieren zu lassen gehört dabei sicher mit zur Meisterleistung dieses Romans.

Doch damit nicht genug, denn auch die Helden bekommen ihre Freiräume, etwa die Hin- und Hergerissenheit der Kaiserin oder das Zusammenspiel mit ihrer Geliebten. Sehr schön wird hier gezeigt, wie ein Vertrauensverhältnis bröckeln kann, aber auch, wie man es wiederherstellen kann. Vor allem bei zwei Personen, die sich ihr ganzes Leben lang kennen. Da gerät der leicht angedeutete Rassismus gegen die Elfen schon fast ins Hintertreffen. Natürlich darf auch die Action und die Fantasyelemente nicht fehlen, aber das Buch wäre wohl auch getrost ohne diese ausgekommen. Stets stehen die Charaktere im Vordergrund und die Action ist nur Beiwerk, während die Helden - und sogar Schurken - um ihre innere Zerissenheit, ihre Vergangenheit und ihre Emotionen kämpfen.

Das ist natürlich eine wunderbar gelungene Erzählweise, die nicht nur den Leser mitreißt sondern auch aufzeigt, was man alles aus einer doch recht typischen und einfachen Rollenspielhandlung herausholen kann. Und das Ende zieht noch einmal alle Register, endet es doch recht unerwartet und macht Lust auf Dragon Age 3, allein um zu sehen, wie sich die Charaktere entwickelt haben (auch wenn es im Spiel um einen Krieg geht, der hier nur angedeutet vorkommt). An der Stelle soll gar nicht weiter gespoilert werden, dafür ist das Buch einfach zu gut. Wenn Dragon Age 3 auf diese Art und Weise erzählt wird, dann kann auch das Spiel jederzeit kommen und man darf die ausstehenden zwei Monate an den Fingern abzählen.

Fazit: Ein großartiges Buch, nicht nur als Vorgeschichte zu Dragon Age 3 sondern auch als deutlicher Fingerzeig, was man alles aus einer einfachen Handlung stricken kann. Das Buch lebt eindeutig von seinen Charakterszenen und die Action ist nur Beiwerk, dennoch kommt beides nie zu kurz. Sehr empfehlenswert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Dragon Age 4 - Das maskierte Reich"

Originaltitel "Dragon Age - The masked Empire"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor Patrick Weekes

Übersetzer Claudia Kern

Preis 14.99 Euro

Umfang 410 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833228926

(tg - 15.09.14)


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