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Thomas Götz (tg)01.05.15

"Der zerbrochene Kreis"

John Shirley

Inhalt

Der neue Roman aus dem HALO-Universum! Jahrhunderte bevor die Allianz sich einen erbarmungslosen Krieg mit der Menschheit lieferte, brach ein ähnlich zermürbender Schlagabtausch zwischen den Propheten und den Sangheili aus. Die beiden mächtigen Völker stritten sich um die geheiligten Artefakte der mysteriösen Blutsväter. Auswirkungen dieses legendären Krieges sind bis in die Gegenwart der HALO-Saga spürbar ...

Kritik

Die Halo-Romane fingen einst groß an, wurden dann im Laufe der Reihe aber immer weiter verwässert, bis sie am Ende eher recht langweilig waren. Leider schlägt auch der vorliegende Roman in diese Kerbe, obwohl die Ausgangslage recht interessant ist.
Ein Roman aus dem Halo-Universum, der ausschließlich von der Allianz handelt.

Denn es geht in diesem Buch ausschließlich um die Allianz, also die Außerirdischen Völker, aus denen sich die Feinde der Menschheit zusammensetzen. So widmet sich die erste Hälfte des Buches dem Krieg zwischen Sangheili und San'Shyuum und wie sie gemeinsam den Grundstein der Allianz legten. Dabei werden natürlich einige Widerständler bekämpft, die mit diesem Verlauf nicht einverstanden sind, was ein wenig an die letzten Halo-Romane erinnert, die ja immerhin den (brüchigen) Frieden zwischen Menschen und Allianz thematisierten.

Leider krankt dieser erste Teil daran, das vor allem der Anfang etwas unausgegoren wirkt. In einer Schlacht werden die beiden Hauptprotagonisten dargestellt, die natürlich je auf einer anderen Seite stehen, und sie bekämpfen sich auch kurz. Dann springt das Ganze einige Jahre in die Zukunft, zu einer Zeit, in der es bereits den Friedensvertrag zwischen den Allianzvölkern gibt. Wie der aber zustande kam, und warum er für einige Sangheili so schwer nachzuvollziehen ist, bleibt leider auf der Strecke und wird bestenfalls am Rande thematisiert. Die beiden Helden von einst sind in Ungnade gefallen und während der Rebell Zuflucht sucht, ist M'ken zu niederen Aufträgen verdammt.

Natürlich treffen die beiden letztlich erneut aufeinander, statt aber ein schönes intrigenhaftes oder gar politisches Tauziehen zu initiieren, kommt es lediglich zu einer kleineren Schlacht und einem explosiven Ende. Immerhin darf M'ken so etwas wie Charakterstärke zeigen, ahnt er doch, das ihm Ussa, sein Gegner, entkommen ist, aber er schweigt dazu. Überhaupt ist es auch M'ken, der wohl noch em ehesten Tiefe verpasst bekommt, versucht er doch nebenher auch, in den Widrigkeiten der gegenwärtigen galaktischen Lage, eine Familie zu gründen.

Richtig mitreißen können die beiden Handlungsstränge aber nie wo wirklich, denn eigentlich dümpeln sie eher etwas vor sich hin. Zu unbekannt sind die Charaktere, zu wenig wird auf die Hintergründe eingegangen und wer die Spiele in der Tiefe nicht kennt, ist sowieso auf verlorenem Posten. Auch als die Handlung dann in die (Fast-)Gegenwart der Halo-Spiele springt, wird dies nicht besser.

Vieles, was in den folgenden 2000 Jahren stattfand, wird leider nicht thematisiert, aber das ist bei solchen Sprüngen teilweise üblich. Auch hier tauchen diese Ereignisse eher etwas in Nebenerzählungen auf. Es tauchen auch in der zweiten Hälfte keine Menschen auf (außer ihrer namentlichen Erwähnung), so das immerhin konsequent weitergeführt wird, was begonnen wurde, doch auch hier zündet die Handlung einfach nicht so recht. Zwar werden Charaktere aus den Spielen am Rande gestreift, ansonsten gibt es hier aber, noch mehr als im ersten Teil, Metzelorgien. Dies mag für einen Roman zu einem Shooter ganz in Ordnung sein, hilft aber leider dem Leser nicht, eine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufzubauen.

Immerhin ist positiv anzumerken, das versucht wurde, die Hintergründe der Rebellion in der Allianz näher zu beleuchten und zu beschreiben, was alles hinter den Kulissen abgelaufen ist. Doch auch dies passiert wieder nur halbgar. Statt in der Tiefe auf wichtige Schlüsselereignisse einzugehen, werden diese eher am Rande thematisiert und es gilt auch hier: wer die Spiele in der Tiefe nicht kennt, steht auch hier auf verlorenem Posten.

Am Ende werden die beiden Handlungsstränge bzw. die Vergangenheit und Zukunft immerhin schön wieder zusammengeführt. Leider hilft dies nicht mehr, den Roman auf ein gutes Mittelmaß zu heben.

Fazit: Ein Roman, der gänzlich ohne Menschen auskommt, und versucht, Anfang und Ende der Allianz zu beleuchten. Leider bleiben die Charaktere etwas blass und auch die Handlung zieht sich an vielen Stellen etwas hin. Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Halo - Der zerbrochene Kreis"

Originaltitel "Halo - Broken Circle"

Buchreihe Gamenovelisationen

Autor John Shirley

Übersetzer Andreas Kasprzak

Preis 12,99 Euro

Umfang 347 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-3009-7

(tg - 01.05.15)


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