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Thomas Götz (tg)28.06.08

"Die Macht des Todessterns"

Michael Reaves

Inhalt

Der Todesstern - die gewaltigste Waffe, die jemals im Imperium ersonnen wurde; groß wie ein Mond und mit ausreichender Feuerkraft ausgestattet, um einen ganzen Planeten zu vernichten. Doch der Todesstern wäre wertlos gewesen, hätte es nicht Tausende von Männern und Frauen gegeben, die ihn gesteuert und die Waffensysteme bedient haben. Wer waren sie? Was hat sie dazu gebracht, sich an Bord dieses Monstrums zu begeben? Waren sie freiwillig dort - oder hatte man sie gezwungen? Dies ist ihre Geschichte...

Kritik

So erfreulich es ist, dass der "Star Wars"-Büchermarkt in Deutschland langsam zu boomen scheint, so unerfreulich sind einige der abgegebenen Schnellschüsse, die dabei fabriziert werden (bestes Beispiel: Aufstieg und Fall von Darth Vader).
Die Geschichte des Todessterns.

Nun ja, die Grundidee ist sicher nicht schlecht, alles aus der Sicht der Todessternbesatzung zu schreiben und ob diese freiwillig dort ist oder nicht. Da Perry mitmischt, gibt es natürlich auch die ein oder andere erotische Anspielung (wenn man auch keine "Hautszenen" erwarten sollte). Schön ist auch der Auftritt von EU-Chars wie Daala zu sehen (allerdings könnte man fast meinen, Tarkin wäre neben seiner Skrupellosigkeit nur noch sexbesessen...).

Doch das war's im Großen und Ganzen auch schon. Die Charaktere, um die es geht, bleiben zum Großteil flach, auch wenn ab und an etwas Potential durchscheint. Man erfährt nicht viel über ihr früheres Leben, sondern wird einfach nur so in einen Abschnitt geworfen, eben den an Bord des Todessterns. Eine emotionale Beziehung kann man leider kaum aufbauen und man kann sich als geneigter Leser eh schon denken, dass sich am Ende alle den Rebellen anschließen werden - und siehe da, genauso kommt es auch. Und dass nicht jeder an Bord des Todessterns ein Monster ist, sondern es durchwegs auch Zweifler gab, war ebenso bereits hinlänglich bekannt ... da ändert auch die Zerstörung der Kampfstation nichts mehr, denn auch zu diesen kann man keine emotionale Bindung aufbauen, so dass es einem auch nicht wirklich leid tut.

Vor allem gegen Ende des Buches werden altbekannte Szenen aus Episode 4 fast eins zu eins eingeworfen und das Buch wird zunehmend langweiliger. Auch krankt das Buch am Vergehen der Zeit. Der Todesstern ist noch nicht ganz fertig, aber kurze Zeit später ist er es dennoch. Obwohl eigentlich mehr als ein Jahr vergangen ist, bekommt man davon nicht viel mit. Die Handlungen um die Charaktere laufen einfach irgendwie weiter und plötzlich ist der Todesstern fertig und Memah, die Barkeeperin, hat nur noch ein Jahr Vertragslaufzeit. Das Ganze ist also mehr als unglücklich umgesetzt.

Vor allem die Sabotageakte am Todesstern selbst, die eigentlich hergenommen werden könnten zu erklären, was den Bau so lange aufhält, werden nahezu nicht geklärt. Sicher, es gibt sie, aber sie gehen im Laufe der Handlung absolut unter und finden keine Erwähnung mehr. Was machen auch schon Saboteure an Bord, die kann man ja geflissentlich ignorieren... Ein großer Fauxpas ist dann auch der Angriff der X-Flügler ... und zwar vor "Episode 4". Ging der von den Rebellen aus? Und warum ließen sie sich abschießen? Oder waren ihre Schiffe doch mit Bomben bestückt? Vor allem aber: Wo bekamen die Angreifer 500 (!) X-Flügler her, wo die Rebellen in "Episode 4" gerade so mal eben 30 zusammenkratzen konnten? (500 X-Flügler lassen sich als Kanonenfutter abschießen; wirklich sehr sinnvoll). Das ist schon sehr starker Tobak und wenn es kein Folgebuch gibt, das darauf näher eingeht, bleibt man mit diesen Sachen total in der Luft hängen...

Fazit: Eine schöne Grundidee, ansonsten aber (leider) ziemlich überflüssig und nichts Neues bietend.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Die Macht des Todessterns"

Originaltitel "Star Wars - Death Star"

Buchreihe SW - Post-'Episode IV'

Autor Michael Reaves, Steve Perry

Übersetzer Andreas Kasprzak

Preis 13 Euro

Umfang 478 Seiten

Verlag Blanvalet

ISBN 3442265665

(tg - 15.06.09)


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