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Thomas Götz (tg)03.01.10

"Die 501."

Karen Traviss

Inhalt

Die Klonkriege sind vorbei. Für diejenigen aber, die sich dem neuen Imperium nicht unterwerfen wollen, hat der Überlebenskampf eben erst begonnen ... Die Jedi Ritter wurden vernichtend geschlagen und die Republik liegt in Trümmern. Jetzt finden sich die ehemaligen Republic Commandos die legendäre Eliteeinheit der Klonarmee auf der Gegenseite wieder und sie tragen neue Rüstungen. Einige sind desertiert und nach Mandalore geflohen, wo sie sich mit Söldnern, abtrünnigen Klonsoldaten und untergetauchten Jedi zum Widerstand gegen das Imperium rüsten. Andere hingegen darunter Soldaten der Delta und Omega Squad dienen nun als Imperial Commandos und bilden eine Sondereinheit innerhalb Darth Vaders Leibgarde der 501. Legion. Ihr Auftrag: Die Vernichtung der flüchtigen Jedi und der Klon-Deserteure. In einer Galaxie, die im Chaos versinkt und nun im eisernen Griff der Sith ist, müssen sich viele Commandos die Frage stellen, was schwerer wiegt: Loyalität oder Bruderschaft?

Kritik

Karen Traviss' letzter Roman für Star Wars, denn die Autorin hat sich ja bekanntermaßen mit der Obrigkeit bei Lucasfilm verworfen. Über die genauen Gründe darf freilich weiter spekuliert werden, angeblich ja, weil die Autorin nicht so schreiben durfte, wie sie gerne gewollt hätte. Nun, das Traviss (für Star Wars) schreiben kann - und das gut! - hat sie ja schon bisweilen bewiesen, siehe hier etwa ihre Romane zur "Legacy"-Reihe. Nach dem vorliegenden Roman ist man aber fast versucht zu sagen: Zum Glück kommen keine weiteren dieser Machwerke nach.
Die Fortsetzung der Commandos-Reihe.

Wie schon bei einigen "Republic Commando"-Romanen zuvor so hat sich auch diesmal die Autorin wieder stark verzettelt. Dies fängt schon erneut damit an, das es keine Auftritte bekannter Charaktere gibt, von einer kurzen halbseitigen Visite Darth Vaders ganz zu Anfang mal abgesehen. Eigentlich gibt es nur die Klone und Skirata, also wie gehabt, und wie schon in Bänden zuvor vermag keiner davon, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Hinzu kommt auch, das eigentlich immer dieselben Charakterszenen auftauchen. Sicher, die Commandos müssen nachdenken, wo ihre Loyalität liegt und ob sie dem Imperium noch dienen wollen - und natürlich auch, wie sie am Besten gegen selbiges vorgehen bzw. ihre Zuflucht aufbauen. Soweit so gut, allerdings gab es diese Szenen schon zuhauf im Vorgänger und sie werden im vorliegenden Band auch nicht dadurch beser, das sie sich auf immerhin über 500 Seiten beständig wiederholen. Dies wirkt auf Dauer einfach nur langweilig auf den Leser und trägt zur drügen Eintönigkeit dieses Bandes bei.

Die Nebenhandlung um Dr. Uthan und ihren Virus und die flüchtenden Jedi ist dabei nur kleines Beiwerk, das auf ebenso wenigen Seiten abgehandelt wird, wie die (ebenso wenigen) Einsätze der Titelgebenden 501.. Keine großen "dreckigen" Missionen, wie man es von der Eliteeinheit des Imperiums erwartet, nur kurze Jedi-Scharmützel, die ebenso schnell wieder beendet werden. Ansonsten nur Szenen zwischen Darman und niner, und das man doch desertieren sollte... wie bereits erwähnt, das hatten wir schon und es wirkt in dieser Fülle auch einfach nur weiterhin langweilig.

Immerhin stellt dieses Buch wohl das "kulinarischste" Star Wars-Buch aller Zeiten dar, denn in fast jedem Kapitel geht es ums Essen, ja, eigentlich beginnen die Meisten Kapitel eben damit. Auch das zieht sich durch die ganzen 500 Seiten und auch das trägt nicht wirklich etwas zu dem Buch bei. Gerade bei Star Wars will man nicht tonnenweise lesen, wie Essen gekocht wird... Auch die Mando-Sprache wird natürlich wieder zuhauf benutzt. Zwar nicht mehr so stark wie im zweiten Band der "Republic Commandos", aber wiederum stark genug, um störend zu wirken. Auf fast jeder Seite liest man Ausdrücke in der fremden Sprache, was aber nur dazu führt, das man selber nur weiter verwirrt ist. Sicher macht es für einen Autor, der sich eine eigene Kultur und Sprache ausdenken und diese ausarbeiten darf (wie Traviss mit eben dieser Mando-Kultur), Spaß, sich eben darin auszutoben, man sollte aber auch an den Leser denken, der dies vielleicht als störend bzw. überflüssig empfindet. Das es auch komplett ohne Mando-Ausdrücke geht, hat Traviss erst im unlängst auf Deutsch erschienenen fünften Band der "Legacy"-Reihe gezeigt - schade, das dem nicht auch hier genauso ist.

Fazit: Ein recht langweiliges Buch über die 501., das seinem Titel nicht mal annähernd gerecht wird und recht wenig zu bieten vermag.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Imperial Commando: Die 501."

Originaltitel "Star Wars - Imperial Commando: 501st"

Buchreihe SW - Post-'Episode III'

Autor Karen Traviss

Übersetzer Jan Dinter

Preis 12 Euro

Umfang 538 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833219351

(tg - 03.01.10)


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