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Thomas Götz (tg)26.05.14

"Fürwahr, eine neue Hoffnung"

Ian Doescher

Inhalt

Der Barde aus Stratford begibt sich in eine weit, weit entfernte Galaxis. In Shakespeares STAR WARS treffen zwei Welten aufeinander, die sonst nicht in einem Atemzug genannt werden. Aber warum eigentlich nicht? Immerhin haben die Figuren aus STAR WARS viel mit den Dramatis personae eines Elisabethanischen Dramas gemein. Das dachte sich auch Ian Doescher und machte aus Episode IV ein Drama im Blankvers, das seinesgleichen sucht.

Kritik

Dass die Star Wars-Merchandise-Welle mitunter seltsame Formen annimmt, konnte man ja schon bewundern. Dabei gab es natürlich Highlights ebenso wie Gurken - und nun wird uns "Shakespeares Star Wars" aufgezeigt, doch was kann man von einem derartigen Buch eigentlich erwarten?
Mir dünkt Dichterzeilen sehr, denn so steht es Gewähr, ein Star Wars-Buch, das mag ich sehr, gedichtet und gereimt gar mehr.

Nun, die Handlung ist natürlich bekannt und ebenso braucht man keine tiefergehenden Charakterzeichnungen erwarten - dennoch kommen diese zumindest im Ansatz vor, wenn sich die Darsteller an das Publikum wenden und einen sogenannten inneren Monolog halten. Darsteller? Ja richtig gelesen, denn das ganze Buch ist natürlich wie ein Theaterstück aufgebaut und es wäre wenig verwunderlich, wenn irgendwann tatsächlich einmal dieses Stück auf einer Bühne gespielt werden würde.

Wer die Originale Shakespeares kennt, der wird in etwa wissen, wie der Roman aufgebaut ist. Die Helden (und Bösewichter) sprechen in meist hochtrabend klingenden Sätzen, die aber auch das Ganze Emotionale Spektrum ihrer Figur transportieren müssen. So gesehen also ganz klar eine Leistung für die Schauspieler an sich. Dabei muss man auch die deutsche Übersetzung loben, die mit Sicherheit nicht leicht war, denn 1:1 kann man derartige Verse kaum übertragen. Dies wird auch nochmal in einem Nachwort zur deutschen Ausgabe klar gemacht. Gut, das Buch ist in unter einem Tag gelesen, aber das tut ihm keinen Abbruch.

Ebenso ist das Buch so aufgebaut, das man mit wenigen Mitteln also wirklich das Stück nachstellen kann und dabei sogar ganz große Erfolge zu erzielen vermag. Abgerundet wird das Buch noch von einigen Illustrationen, die auch, aber nicht immer, Shakespeareske Szenen auf Star Wars-Manier interpretieren. Allesamt sind auch diese Zeichnungen durchaus gelungen.

Was bleibt also zu sagen über ein Buch, das quasi die Theaterverstücklichung von Star Wars im Versmaß von Shakespeare und in dessen Theaterstilen ist? Nun, eben dies. Das Buch mag vielleicht nichts für jedermann sein, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einem interessanten Experiment belohnt. Der Autor ließ es sich im Übrigen auch nicht nehmen, ein paar essentielle Fragen der Saga mit einzubauen, so etwa, wenn Obi-Wan in einem seiner Monologe erklärt, er wisse, wer Lukes Vater ist. Oder das berühmte "Han shot first"-Thema. Diese kleinen Anekdoten runden den Genuß des Buches für Fans natürlich umso mehr ab, und da die beiden nachfolgenden Episoden auch in Shakespeare-Form umgesetzt werden, kann man durchaus gespannt sein, was sich einem dort bieten wird.

Fazit: Das Experiment "Shakespeares Star Wars" ist durchaus gelungen und vermag witzig und spritzig nach Art des englischen Meisters die Geschichte neu zu erzählen. Vielleicht kein Höhenflieger und eher was für wirkliche Fans beider Lager, wenn man sich aber darauf einlässt, kann man guten kurzweiligen Spaß haben.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "William Shakespeares Star Wars - Fürwahr, eine neue Hoffnung"

Originaltitel "William Shakespeares Star Wars - Verily, a new Hope"

Buchreihe SW - Sachbücher

Autor Ian Doescher

Übersetzer Jürgen Zahn, Justin Aardwark

Preis 14.99 Euro

Umfang 205 Seiten

Verlag Panini

ISBN 9783833228667

(tg - 26.05.14)


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