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Thomas Götz (tg)08.01.16

"Verlorene Welten"

Claudia Gray

Inhalt

Der lange Arm des Imperiums hat mittlerweile auch die entlegensten Winkel der Galaxie erreicht. So auch den Planeten Jelucan im Outer Rim. Für den jungen Aristokraten Thane Kyrell und seine Freundin Ciena Ree ist damit ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen, denn nun können sie auf der Imperialen Akademie ihre Leidenschaft für das Fliegen ausleben. Doch schon bald muss Thane erkennen, dass er die rücksichtslosen Methoden des Imperiums verabscheut ...

Kritik

Zu der „Journey to The Force awakens“-Reihe gehört auch dieser Roman, der von Claudia Gray geschrieben wurde, die sich eher auch durch viele Jugendromane ausgezeichnet hat. Hier kann aber Entwarnung gegeben werden, denn das Buch ist eindeutig Erwachsener geschrieben und schlägt auch eine Richtung ein, die es so bislang noch nicht bei Star Wars gab, denn manche Stellen des Buches sind (leicht) erotischer Natur. Ob dies vielleicht wirklich der Beginn einer Weiterentwicklung ist? Dies muss sich natürlich erst noch zeigen.
Eine etwas andere Story im Star Wars-Universum, eine Liebesgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Was von der Reise zu Episode VII bleibt sind indes immerhin die letzten 50 Seiten dieses Bandes. Denn diese beschäftigen sich mit der Schlacht von Jakku. Die bisherigen Bücher, die unter dem Label der „Journey to…“ erschienen sind, waren allerdings kleine Mogelpackungen, denn sie enthielten nicht wirklich etwas über die Zeit nach Endor. Selbst der Comic „Imperium in Trümmern“ bot hier nur leichte Kost im Umfeld der direkten Konsequenz der Schlacht.

Nun also endlich etwas, das zumindest ein klein wenig auf die Situation nach Episode VI eingeht. Allerdings scheint die Autorin ein paar Probleme mit Kampfszenen zu haben, denn nicht nur die Schlacht von Jakku, auch die anderen Schlachten, Hoth, Yavin, Endor, werden eher am Rande abgehandelt. Auf der einen Seite ist das ganz gut, da man die Fans nicht mit Bekanntem langweilt. So beschränkt sich Gray auch auf Charakterszenen.

Denn das ist es, worum es in diesem Roman geht, der im Grunde eine Liebesgeschichte ist. Hier werden eher unbekannte Charaktere, namentlich Thane und Ciena, in den Mittelpunkt gestellt. Dabei wird sich, vor allem zu Beginn, einiger Tricks bedient, etwa wenn die beiden berühmten Persönlichkeiten aus der Star Wars-Saga begegnen, um die Geschichte zu pushen oder die Charaktere interessanter zu gestalten. Und ja, der Roman bedient gleich reihenweise ein paar Klischees, etwa das aus den beiden ein Liebespaar wird oder das sie immer genau das machen, was der andere auch macht (hat Thane einen Einsatz auf einem Feuerplaneten hat Ciena ihn irgend woanders auch). Auch das die beiden sich immer wieder treffen ist irgendwie Klischee pur, wird aber im Buch selbst oft genug auch auf die Schippe genommen.

So ist vor allem der Beginn etwas holprig, nachdem sich aber mal die Dynamik gefunden hat, also nach den ersten etwa 40 Seiten, entfaltet das Buch eine sehr starke Wirkung. Immer will man wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht und ob sie vielleicht nicht doch endlich ihr Glück zusammen finden. Denn Ciena ist auf der Seite des Imperiums, während Thane auf der Seite der Rebellion steht.

Sehr schön wird hier auch ausgeführt, wie die Zustände in der Galaxis sind, wie die Imperialen ihre Rolle sehen, wie es die Rebellion tut und was überhaupt erst zu ihr führt. All das ist wunderbar beschrieben und funktioniert bis zur letzten Seite mehr als hervorragend. Das Hin und Her der beiden wird dabei genauso glaubhaft rübergebracht, wie ihre Vorstellungen von Ehre und das alles eingebettet in die weit entfernte Galaxis mit ihren vielen Personen und Ereignissen.

Eine Geschichte des kleinen Mannes also und nichtsdestotrotz auch oder gerade weil es teilweise recht klischeehaft ist (fast schon wie Episode VII selbst) stimmt einfach alles, vom Anfang bis zum Ende! Bleibt zu hoffen, das wir von den Charakteren noch das ein oder andere lesen werden und dies nicht Grays einziges Star Wars-Buch bleibt.

Fazit: Eine Liebesgeschichte im Star Wars-Universum vor dem Hintergrund von Episode IV-VI. Sehr schön gezeichnete Charaktere sind in eine ebenso mitreißende, wenn auch etwas klischeehafte, Story eingebettet, die aber von der ersten bis zur letzten Seite spannend und überzeugend zu sein vermag. Das Ganze ist nicht der ‚klassische‘ Star Wars, deutet aber vielleicht auf eine schöne neue Richtung hin, die Star Wars nun einschlagen wird. Mit solchen Büchern kann die gern kommen: Unbedingt empfehlenswert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Verlorene Welten"

Originaltitel "Star Wars - Lost Stars"

Buchreihe SW - Post-'Episode IV'

Autor Claudia Gray

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 12,99 Euro

Umfang 409 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-3194-0

(tg - 08.01.16)


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