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Thomas Götz (tg)10.05.16

"Twilight-Kompanie"

Alexander Freed

Inhalt

Das brandneue Videogame "Star Wars: Battlefront" galt schon Monate vor Erscheinen als das vermutlich beste Action-Adventure-Spiel des Jahres 2015. Brillante Bilder und eine actiongeladene Story sorgen dafür, dass Fans der erfolgreichsten Space-Opera aller Zeiten nicht nur im Kino, sondern auch auf Konsolen voll auf ihre Kosten kommen. Panini veröffentlicht den offiziellen Roman zum Blockbuster-Spiel.

Kritik

Das neue Battlefront-Spiel war technisch ein ordentlicher Shooter, eine Story hatte es jedoch nicht und man ballerte sich nur von Map zu Map so durch. Die Story kommt nun in Form des Buches zur Twilight-Kompanie. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem Buch um Schlachten im Umfeld der Star Wars-Saga.
Der erste Battlefront-Roman.

Dabei werden die Protagonisten zunächst vorgestellt, was aber eigentlich unwichtig ist, denn im Laufe des Buches sterben sie wie die Hasen. Es ist zwar schön, das die Rebellen nicht immer gewinnen, allerdings hätte man sich so einige Charaktere sparen können, denn schnell kristallisieren sich zwei Hauptakteure heraus, um die sich das restliche Buch dreht, nämlich Challis und Namir. Dadurch vergisst man die anderen Charaktere auch recht schnell wieder, deren Namen man sich zumeist eh nicht über ein paar Seiten hinaus merken konnte. So obligatorisch das Überleben der beiden Helden bis zum Ende auch ist, ein paar Nebencharaktere tauchen dann doch auch bis zum Schluss immer mal wieder auf. Leider fehlt es auch diesen Charakteren an Tiefe und man kann, wenn überhaupt, nur am Rande mit ihnen mitfühlen, erfährt man doch so gut wie nichts über sie.

In Rückblenden erhält man immerhin Einblicke in den Werdegang des männlichen Hauptcharakters Namir, wobei sich das auch erst im Laufe des Romans erschließt, denn anfangs werden immer andere Namen in den Rückblenden benutzt - Hintergrund ist natürlich, das Namir ständig untertaucht oder einen neuen Lebenssinn sucht und daher immer andere Namen benutzt. Leider führt dies auch dazu, das man meinen könnte, es mit der Hintergrundgeschichte verschiedener Charaktere zu tun zu haben. Dies hätte man etwas besser lösen und die Verwirrung zumindest stellenweise beenden können.

Die weibliche Hauptakteurin Challis bleibt dabei weitgehend im Dunkeln, wirkt aber durch die sie umgebende mysteriöse Aura tatsächlich etwas lebendiger als das "Frontschwein" Namir. Das sie eine böse, sprich: imperiale, Vergangenheit hat aber trotzdem die ganze Kompanie nach ihrem Überlaufen mitreißen kann (und damit auch den Leser) spricht an dieser Stelle zumindest für einen gut geschriebenen Charakter. Etwas merkwürdig mutet auch die Sturmtrupplerin an, die immer mal wieder ein Kapitel spendiert bekommt und Sympathien zur Rebellion entwickelt. Tiefgang des Charakters bleibt leider auch hier auf der Strecke. Am Ende versickert auch dieser Handlungsstrang in der Bedeutungslosigkeit und hätte genauso gut weggelassen werden können. Immerhin, der erste weibliche Stormtrooper in einem Star Wars-Roman, das hat ja auch was. Die vorkommenden Bösewichte stehen dem Klischee der typischen, teils dummen, Imperialen dann zu guter Letzt auch in Nichts nach.

Leider bleiben auch die vielen Schlachten der Kompanie etwas eintönig. Feuergefechte werden in wenigen Sätzen abgehandelt und auch die Schiffsscharmützel sind da nicht besser. Im Spiel etwa ist der Niedergang eines AT-ST recht zäh. Zwar wird das auch im Roman so gesagt, vorbei ist die entsprechende Sequenz aber trotzdem nach wenigen Sätzen. Das ist vermutlich auch besser so, denn das man mit stupiden "X ballert Y über den Haufen"-Beschreibungen keinen guten (Shooter-)Roman hinbekommt, haben bereits mehrere andere Autoren schmerzlich erfahren müssen. Dies führt allerdings dazu, das vor allem der Anfang des Romans recht zäh ist.

Richtig Tempo gewinnt die Handlung mit der Schlacht von Hoth und dem Twist, unsere Charaktere auf Star Wars-Helden treffen zu lassen. Szenen in diesem Umfeld hätten auch dem Rest des Buches gut getan und auch wenn es gegen Ende besser ist, geht dieser Boost leider auch wieder verloren. Immerhin sind aber noch einige Planten aus dem Spiel dabei wie etwa Sullust, genauso viele fehlen denn aber auch.

Was bleibt ist ein eher mittelprächtiger Roman, der zwar gute Ansätze hat, sein Potential aber nicht voll entfaltet.

Fazit: Ein etwas zäher Roman, der einiges an Tiefgang vermissen lässt und nur in wenigen Szenen glänzen kann, dies dort dann aber immerhin sehr gut macht. Insgesamt bleibt trotzdem eher Mittelmaß übrig.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Battlefront: Twilight-Kompanie"

Originaltitel "Star Wars - Battlefront: Twilight Company"

Buchreihe SW - Post-'Episode IV'

Autor Alexander Freed

Übersetzer Tobias Toneguzzo

Preis 14,99 Euro

Umfang 429 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-3259-6

(tg - 10.05.16)


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