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Thomas Götz (tg)23.11.16

"Blutlinie"

Claudia Gray

Inhalt

Als die Allianz dem scheinbar übermächtigen Imperium bei der Schlacht von Endor einen vernichtenden Schlag versetzte, war Leia Organa davon überzeugt, dass nun eine Ära des Friedens Einzug halten würde. Doch nun, nach jahrzehntelangem Streit und Uneinigkeit innerhalb des Senats der Neuen Republik, scheint dieses Ziel in weite Ferne gerückt zu sein. Machthungrige Unterweltbosse, verräterische Politiker und Sympathisanten des Imperiums säen Gewalt und Chaos in der Galaxis. Schon werden Stimmen nach einer starken Führungspersönlichkeit im Senat laut. Doch gerade Darth Vaders Tochter weiß nur zu gut, wohin es führen kann, wenn sich zu viel Macht auf nur einer einzelnen Person vereint … Und genau in diesem Moment taucht ein neuer brandgefährlicher Feind auf, der Leia und die Neue Republik zum Handeln zwingt …

Kritik

Claudia Grays "Verlorene Welten" war letztes Jahr einer der Überraschungshits und sahnte durchweg positive Kritiken ab. Kein Wunder also, das man der Autorin weitere Romane zugestanden hat und entsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an diesen zweiten Band. Eines vorneweg: die Klasse des Erstlings erreicht der Roman leider zu keiner Zeit.
Leia wird auf schmerzhafte Weise mit ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Wie das Cover und der Klappentext schon vermuten lassen geht es diesmal um Leia. Luke und die anderen kommen also nicht vor (außer einigen kurzen Cameos von Han). Das ist natürlich konform mit Episode VII, bedeutet allerdings auch, das man einen passenden Gegenpart zu Leia braucht. Dies gibt es in Form von Senator Ransolm, der gewissermaßen ein imperialer Hardliner ist und damit quasi von Beginn an mit Leia aneckt. Schnell entwickelt sich aber eine Freundschaft zwischen den beiden und diese Szenen sind dann auch das Highlight des Romans. Die sich entwickelnde Beziehung (und später Demontage) der beiden zeigt, das Gray dieses Fach beherrscht und Charakterszenen durchaus schreiben kann.

Indes: Es gibt leider viel zu wenige dieser Szenen. Die Haupthandlung selbst ist nämlich eher 0815 und handelt von der Zerschlagung eines kriminellen Kartells. Die Detektivarbeit zum Aufspüren der Verbrecher hat man dabei so oder so ähnlich aber schon desöfteren gesehen. Da hilft es auch nicht mehr, das gegen Ende die Existenz der ersten Ordnung aufgedeckt wird, denn im Großen und Ganzen gibt es wenig Neues im Star Wars-Land. In diese Geschichte mischen sich allerdings auch politische Intrigen, welche wiederum sehr gut sind, aber wiederum viel zu wenig vorkommen, um das Ruder noch herumzureißen.

Heimlicher Höhepunkt ist aber natürlich Leias Beziehung zu Darth Vader, wie auch bereits im Cover angedeutet wurde. Nach 20 Jahren kann man natürlich erwarten, das sie schon mit den Enthüllungen der Vergangenheit abgeschlossen hat, daher gibt es nur wenige Szenen diesbezüglich. Wichtiger ist in der Hinsicht aber auch die Enthüllung über Leias wahre Abstammung. Eines vorneweg: Die Folgen dieser Enthüllung und wie sie letztlich umgesetzt wird, sind recht gut getroffen. Wie es allerdings dazu kommt wirkt aber schon etwas konstruiert.

Das die erste Ordnung eine solche Info gegen Leia einsetzt, mag noch glaubwürdig sein. Das eine Welt, die eigentlich loyal zu Alderaan steht, einer anderen außer Leia, auch wenn diese sie nominiert hat, eine derart persönliche Info quasi übergeben ist dann doch etwas unglaubwürdiger. Hier wird leider allzu deutlich, das man diesen Plottwist quasi auf Gedeih und Verderb haben wollte. Das die Enthüllung erst kurz vor Ende des Buches geschieht ist leider ein weiteres Manko, denn gerade dieses interessante Handlungselement hätte deutlich mehr Spielraum verdient und den Roman dadurch aufwerten können.

So bleibt eine Handlung, die an vielen Stellen leider etwas zu sehr vor sich hinplätschert und ihre Potential nicht voll ausschöpft.

Fazit: Eine in Ansätzen gute Story, die aber durch altbekannte Handlungsmuster verwässert und ihr Potential nicht voll ausschöpft. Zwar funktionieren die Charakterszenen, vor allem die politischen Szenen und die Auseinandersetzung mit Leias Vermächtnis oder gar die Wurzeln von erster Ordnung und Widerstand kommen leider etwas zu kurz. Hier wäre etwas mehr drin gewesen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Blutlinie"

Originaltitel "Star Wars - Bloodline"

Buchreihe SW - Post-'Episode IV'

Autor Claudia Gray

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 14,99 Euro

Umfang 396 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-3354-8

(tg - 23.11.16)


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