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Thomas Götz (tg)26.04.17

"Ahsoka"

E.K. Johnston

Inhalt

SIE DACHTE, IHR KAMPF SEI VORÜBER, DOCH DIE SCHLACHT HAT EBEN ERST BEGONNEN … Ahsoka Tano war einst eine loyale Padawan, die ihr Leben dem Dienst am Jedi-Orden verschrieben hatte. Ein heimtückischer Verrat veranlasste sie dazu, dem Orden den Rücken zu kehren und ihren eigenen Weg zu gehen – in dem Wissen, dass Anakin Skywalker und die anderen Jedi ihr jederzeit zur Seite stehen würden, falls nötig. Doch dann zwang der ruchlose Imperator Palpatine die Galaxis unter sein Joch und die Jedi wurden gnadenlos abgeschlachtet. Ahsoka suchte Zuflucht auf dem entlegenen Farmermond Raada und versuchte abseits von allem ein normales Leben zu führen. Aber Ahsoka kann ihrem Schicksal nicht entfliehen. Als imperiale Truppen Raada besetzen, muss die ehemalige Padawan eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung, die alles aufs Spiel setzt, was ihr lieb und teuer ist, aber gleichzeitig auch eine neue Hoffnung bedeutet …

Kritik

"Ahsoka" dient als Brücke zwischen dem Ende der Clone Wars-Serie und der Rebels-Serie - wobei das genau genommen nicht ganz korrekt ist, denn der Roman spielt ein Jahr nach der Gründung des Imperiums (also 18 VSY) und die restlichen 14 Jahre, die bis zum Beginn von Rebels vergehen, werden nicht behandelt. So gesehen ist es also keine echte Brücke im eigentlichen Sinne, auch wenn dargestellt wird, wie Ahsoka zur Rebellion kam.
Ahsokas Story nach der Serie Clone Wars.

Ahsoka selber streift dabei planlos umher und wird immer mal wieder zufällig in imperiale Aktionen verstrickt. Zumindest der Aspekt, das Ahsoka sich fragt, ob sie nun helfen soll oder lieber still halten soll, ist für den Charakter treffend umgesetzt worden. Man kann ihre Entwicklung hin zu einer Person, die etwas tun muss und will, durchaus nachvollziehen, ist sie doch zu einem gewissen Grad Serienkonform. Leider fehlt es hier ein bisschen an Tiefgang. Die Entwicklungen bei Ahsoka laufen teilweise etwas zu schnell ab, die innere Zerrissenheit ist so fast gar nicht spürbar und man hat ein wenig den Eindruck, die liebe Dame plätschert etwas vor sich hin. Leider trifft das auch auf den Rest des Romans zu.

Dies fängt zunächst bei den anderen Charakteren an, auf die Ahsoka trifft. Auch diese bleiben über den Verlauf des Bandes hinweg recht blass. Ab und an erfährt man einiges, vor allem über die Leute auf Raada, die erste Familie, bei der Ahsoka aber Zuflucht bzw. Arbeit findet, wird kaum oder nur am Rande vorgestellt und gerät für den Leser daher ebenso schnell wieder in Vergessenheit. Das auch sie sich als heimliche Rebellen entpuppen ist dabei nur das Tüpfelchen auf dem I. Doch auch die Charaktere auf Raada sind viel zu schnell desillusioniert und bereit, sich Ahsoka anzuschließen und das ohne großen Protest, immerhin ist sie kurz vorher noch eine Fremde gewesen, toter Kamerad hin oder her.

Auch der Rest der Geschichte bietet eher Standard-Kost. Zuflucht von Jedi auf Hinterwäldlerplaneten gab es vor allem in den Legends schon zuhauf. Während aber großartige Geschichten wie etwa John Jackson Millers "Kenobi" vor allem durch großartige Charaktere punkten können, reißt die Geschichte im vorliegenden Roman eher kaum mit. Dies ist zum einen sicher der Tatsache geschuldet, das es eben ähnliche Stories schon zuhauf gab, aber auch wenn der Grundsatz der Handlung nicht neu ist, ein paar neue Ansätze wären sicher nicht schlecht gewesen. Auch ein paar Einblendungen darüber, wie es z.B. Obi-Wan gerade geht, helfen hier nicht weiter und verschwinden ebenso schnell wieder in der Belanglosigkeit wie der Rest der Geschichte.

Ein paar kleinere Logiklöcher gibt es auch noch zu bemängeln, etwa das Auftauchen der Inquisition nach nur einem Jahr Imperium oder das die Rebellen schon soweit organisiert sind, das sie bewaffnete Überfälle machen können. Dies scheint schon etwas überstürzt, auch wenn immerhin erklärt wird, wie Ahsoka zu ihren neuen Lichtschwertern kommt. Dennoch kann der Roman zumindest gegen Ende in der Richtung punkten, denn das Auftauchen von Bail Organa schafft einen netten Bogen und beweist, das diese Szenen eigentlich viel interessanter gewesen wären, als eine weitere eher lahme Katz- und Maus-Geschichte um Ahsoka. Leider kommen sie an dieser Stelle zu spät um den Roman über die Mittelmäßigkeit hinaus zu retten.

Fazit: Eine eher lahme Geschichte, die eher vor sich hinplätschert und der es an vielen Stellen an (charakterlichem) Tiefgang fehlt. Erst gegen Ende wird es ein wenig besser, leider reicht es nicht mehr, um einen wirklich fesselnden Roman vorliegen zu haben. Auch wenn man zugute halten muss, das es quasi der erste der "ein Jedi versteckt sich"-Geschichten des Reboots sind - das geht um einiges besser.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Ahsoka"

Originaltitel "Star Wars - Ahsoka"

Buchreihe SW - Episode III

Autor E.K. Johnston

Übersetzer Andreas Kasprzak

Preis 14,99 Euro

Umfang 345 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-3450-7

(tg - 26.04.17)


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