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Thomas Götz (tg)08.01.18

"Leia - Prinzessin von Alderaan"

Claudia Gray

Inhalt

Die sechzehn Jahre alte Leia Organa steht vor der bislang größten Herausforderung ihres noch jungen Lebens: Sie muss ihre Eignung als Thronerbin des Planeten Alderaan unter Beweis stellen. Dazu gehören Überlebenstraining, Schulungen in galaxisweiter Diplomatie und brandgefährliche Missionen auf Welten, die unter imperialer Kontrolle stehen. Als wäre das alles nicht schon schwer genug, muss sich Leia auch mit dem veränderten Verhalten ihrer Eltern auseinandersetzen, die nicht mehr sie selbst zu sein scheinen. Als die junge Prinzessin schließlich herausfindet, welche Geheimnisse vor ihr verborgen werden, sieht sich Leia urplötzlich mit einer schicksalhaften Frage konfrontiert: Wird sie sich künftig nur auf die Belange ihres Heimatplaneten konzentrieren oder stellt sie sich in den Dienst einer ganzen Galaxis, die händeringend nach einer rebellischen Lichtgestalt sucht?

Kritik

Auch "Leia - Prinzessin von Alderaan" gehört zu den "Journeys..." zum neuen Film, beinhaltet aber eigentlich keinerlei wichtige Vorgeschichte zu eben jenem. Dadurch erweisen sich bislang alle "Journey to The last Jedi"-Bücher in der Hinsicht als kleine Mogelpackung.
Ein Buch der "Journey to..."-Reihe und die Kindheitsjahre von Leia.

Okay, um fair zu sein, ein bisschen Vorgeschichte gibt es dann doch. So wird im Buch der Planet Crait von der Rebellion entdeckt und auch Amilyn Holdo wird zum ersten Mal eingeführt. Lesen muss man den Roman allerdings nicht unbedingt, bevor man sich den Film ansieht. Wie der Titel bereits suggeriert dreht es sich hier um Leias erste Schritte als Prinzessin. Dabei wird keine größere Zeitspanne abgedeckt, etwa zwischen Teil 3 und 4, sondern die Geschichte spielt zu der Zeit, als Leia 16 Jahre alt ist.

Hier beginnt nicht nur ihr Titel als Prinzessin und die damit einhergehende Verantwortung, sondern auch ihr Dienst im Senat. In den Legends gab es ja schon einige kurze Sequenzen über Leias erstes Treffen mit Palpatine und Tarkin, beide spielen hier aber nur eine untergeordnete Rolle, respektive kommt nur Tarkin in einigen Cameo-Auftritten vor. Diese passen zwar ins Gesamtbild und laufen konform mit der Entwicklung der beiden Figuren, ein wenig mehr "Politik" hätte es an der Stelle aber durchaus sein können, denn gerade hier liegt sicher noch verstecktes Potential.

Vom charakterlichen her vermag der Roman aber zu überzeugen. Nicht nur muss Leia lernen, sehr zum Unmut ihrer Eltern, in der Rebellion Verantwortung zu übernehmen, auch die Einführung von Amilyn Holdo ist mehr als charmant. Die quirlige Frau mit den bunten Haaren rettet mehr als einmal mit ihren schrulligen Bemerkungen den Tag - eine Charaktertiefe, die ihr im Film irgendwie fehlt und die sie in der Retrospektive etwas sympathischer macht. Wobei sich allerdings die Frage stellt, wo die liebe Holdo während der Rebellion (also Episode IV-VI) war - aber vielleicht ist das ja Thema für ein anderes Buch.

Leias Entwicklung in den Gesprächen mit ihren Eltern zeigt ebenso ihre Entwicklung - hier hat Claudia Gray erneut alles im Griff. Selbst die erste Liebe darf Leia finden - und auch das ist ja ein Markenzeichen Grays, die ja immer gern Liebesgeschichten einpflegt. An "Verlorene Welten" kommt der Roman trotzdem nicht ganz heran.

Dies liegt zum einen daran, das man in etwa schon weiß, was passieren wird und wie die Geschichte ausgehen wird. In dieser Periode gibt es eben wenig Neues über Leia zu erzählen. Zum anderen werden vor allem gegen Ende die ein oder anderen Klischees bedient. So ist Leias Freund am Ende natürlich dem Imperium treu und ebenso natürlich muss er sterben, da Leia ja zu Episode IV wieder "single" sein muss. Sicher, das Ganze wird in wenigen Sätzen am Ende abgehandelt, man merkt hier aber deutlich, das hier quasi der Status Quo des Films auf Gedeih und Verderb herzustellen versucht wurde. Dies schadet dem Buch.

Zuguterletzt gibt es aber auch noch ein paar kleine Zugaben für die Fans. So verpasst Leia etwa knapp den Falken und es wird erklärt, woher sie ihre Haarpracht hat (ein übereifriger Bekleidungsdroide). Diese und andere kleine Details fallen zwar nur dem Hardcore-Fan auf, erfreuen aber dessen Herz.

Fazit: Noch immer wird nicht ganz die Klasse von Grays erstem Star Wars-Roman erreicht, die Charaktere, allen voran Holdo, können im vorliegenden Fall aber überzeugen. Auch Leias Entwicklung passt, lediglich ein paar Klischees hätte man vermeiden können. Zwar kein Buch, das man unbedingt vor dem neuen Star Wars-Film genießen muss, aber man kann einen Blick riskieren.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Wars - Leia - Prinzessin von Alderaan"

Originaltitel "Star Wars - Leia: Princess of Alderaan"

Buchreihe SW - Post-'Episode III'

Autor Claudia Gray

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 14,99 Euro

Umfang 375 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-3569-6

(tg - 08.01.18)


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